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Mirko Bertelsbeck (2.v.r.) ist guter Dinge, dass seine Graeser im Abstiegskampf performen werden. Foto: Greshake/Fußball.de

Dieses verdammte Kreuzband


von Jakob Hehn

(22.02.24) Einige von euch werden sich sicherlich schonmal einen Kreuzbandriss zugezogen haben. Die Verletzung, die Reha, das Aufbautraining - Alles eine Arbeit, die viele Monate und vor allem viele Nerven kostet. Jetzt stellt euch vor, ihr müsstet den ganzen Prozess dreimal durchmachen. Genauso erging es Graes' spielenden Co-Trainer Mirko Bertelsbeck. Nachdem er 2019 mit dem Kicken aufhörte, stieg er nach seinem Umzug nach Graes wieder ein. "Jeder, der mit dem Fußball aufgewachsen ist, kennt das Gefühl. Wenn man länger nicht spielt, jucken die Füße wieder", erklärt Bertelsbeck sein Comeback von vor zweieinhalb Jahren.

Und da waren die Sportfreunde die Glücklichen, die den ehemaligen Westfalenspieler für sich gewannen. "Wegen der Liebe bin ich nach Graes gezogen. Das haben die Jungs mitbekommen und sind auf mich zugekommen", verrät der Co-Trainer. Dass die Mannschaft scharf auf einen Offensivspieler von Bertelsbecks Tragweite ist, dürfte selbsterklärend sein. Denn der 32-Jährige spielte bereits für GW Nottuln und der SpVgg Vreden in der Westfalenliga. Im September 2021 stieg er beim damaligen B-Ligisten ein und durfte mit seiner Mannschaft im Sommer danach den Aufstieg feiern. "Ich hoffe einfach, dass ich den Jungs mit meiner Erfahrung helfen kann. Ich versuche viel zu sprechen, zu leiten und zu motivieren. Das ist sehr wichtig auf dem Feld", meint Bertelsbeck. 

Ohne Druck, ohne Panik

Und die Erfahrung dürfte im engen Abstiegskampf der Kreisliga A von Vorteil sein. Denn aktuell tragen die Graeser die rote Laterne, sind aber punktgleich mit Platz 14 und 15 und haben dazu noch zwei oder drei Spiele bestritten weniger als die Konkurrenz. "Wir machen uns überhaupt keinen Druck. Letztes Jahr standen wir nämlich mit fast gleicher Punktzahl da", betont der spielende "Co". Und am Ende hielten die Sportfreunde eben die Klasse. Dazu sei gesagt, dass die Mannschaft um Dirk Haveloh damals nach dem 17. Spieltag auch 13 Zähler auf dem Konto, aber bereits vier Spiele mehr auf dem Buckel hatte, als in der aktuellen Spielzeit.

"Klar, denkt man manchmal auch darüber nach. Die Ausgangslage ist ja gleich und der Kader hat sich kaum geschmälert", sagt Bertelsbeck. "Wir wollen den Mut beibehalten." Zwar sprach er ebenso wie Cheftrainer Haveloh von einer durchwachsenen Vorbereitung, jedoch hätte das Trainerteam in den beiden Testspielen trotzdem gute Ansätze gesehen. "Wir wollen uns beweisen und zeigen, dass wir zu unrecht da unten stehen. Wir sind alle heiß und freuen uns auf den Rückrundenstart. Wir hätten gestern gerne schon angefangen", so der Spieler mit der Nummer 16. 

Am gestrigen Mittwoch stand eigentlich das Nachholspiel gegen die Reserve des SuS Stadtlohn an. Das fiel aber sehr kurzfristig aus. "Wir waren schon umgezogen. Dann kam der Schiri rein und meinte, er wollte vor dem Anpfiff beide Teams fragen, ob wir spielen wollen", erklärt Bertelsbeck. Der Platz war wohl nicht in einwandfreiem Zustand. "Wir wollten spielen, Stadtlohn aber nicht. So hat er Schiri das Spiel abgesagt. Danach haben wir aber noch trainiert." Da haben die Graeser ja noch das Beste aus der Situation rausgeholt. Am Wochenende geht's dann aber auf jeden Fall los. Da wartet das Auswärtsspiel bei der Zwoten des FC Epe und da wird auf Kunstrasen gespielt.

Anschwitzen, der 18. Spieltag

FC Oeding - FC Vreden (Freitag, 19.30 Uhr)

Bereits am Freitagabend eröffnen die beiden Fußballclubs den ersten richtigen Spieltag im neuen Jahr. In der Hinrunde, genauer gesagt am dritten Spieltag, ließen die Oedinger erstmals Punkte liegen und die Vredener holten ihren ersten Zähler. Die Vorzeichen - sofern zu dieser Zeit schon welche klar waren - sind ungefähr ähnlich geblieben. Patrick Janert und Guido Rave stehen mit ihrem FCO hinter den beiden Garanten Legden und Alstätte, denen man aber nochmal ungemütlich werden möchte, wohingegen Kai Erning und Yuzuru Okuyama mit ihren Jungs im Niemandsland stehen und eher nach unten schauen müssen.
Heimspiel-Tipp: Ergebnis aus der Hinrunde wiederholt sich - 1:1 
Bertelsbeck: 2:1

Eintracht Ahaus II - FC Ottenstein (Sonntag, 12.30 Uhr)
Ottensteins Spielertrainer Rick Reekers bemängelte im Rahmen der Winter-Teamchecks die ausgebliebenen eigenen Treffer in der Hinrunde. Im Nachholspiel gegen die SF Ammeloe zeigten die Hausherren ihre Qualitäten in der Effizienz und gewannen mit wenigen Chancen 3:0. "Gegen Ahaus müssen wir eine ähnliche Leistung auf den Platz bringen. Die stehen sicherlich schlechter da, als sie sind", mahnt Reekers. Nach der späten und vor allem bitteren Niederlage im Kellerduell gegen Eintracht Stadtlohn verschärfte sich die Ausgangslage der Ahauser nur noch mehr. 
Heimspiel-Tipp: Auch hier werden die Punkte geteilt - 2:2
Bertelsbeck: 1:2

FC Epe II - SF Graes (Sonntag, 13 Uhr)
Michael Bröcker trifft sehr früh in der Rückrunde auf seinen neuen Arbeitgeber. Vor gut einem Monat berichteten wir, dass sich der Graeser Verteidiger im Sommer der Zwoten des FC Epe anschließt. Jetzt heißt es aber erstmal: Volle Kanne Abstiegskampf. Für Epes Zweite geht es hingegen darum, den Anschluss nach oben zu halten. Und das ist durchaus drin. Nur dürfen sich die Eperaner nicht verhältnismäßig oft Gegentreffer in den Schlussminuten kassieren.
Heimspiel-Tipp: Trainer Orhan Boga muss die letzten Minuten erneut zittern, darf sich aber über drei Punkte freuen - 1:0
Bertelsbeck: 1:2

SuS Stadtlohn II - Union Wessum (Sonntag, 13 Uhr)
Sowohl die Stadtlohner Zweitmannschaft, als auch die Wessumer starteten mit einer deutlichen Niederlage vergangene Woche ins neue Jahr. Aus Unioner Sicht dürfte die sicherlich besser zu verkraften sein. Auch wenn die Jungs von Spielertrainer Carlo Korthals den VfB Alstätte ordentlich vor Aufgaben stellte, war es immer noch der Tabellenführer. Auf der anderen Seite verlor der SuS mit 0:4 deutlich gegen den ASV Ellewick. "Wir müssen aufhören, uns die Dinge schön zu reden", sagt Trainer Stephan Weise vor der Partie. "Wir sind uns der Lage durchaus bewusst. Für uns wird die Luft unten auch immer dünner."
Heimspiel-Tipp: Die Stadtlohner verschaffen sich etwas Luft nach unten - 2:1
Bertelsbeck: 0:0 

Eintracht Stadtlohn - ASV Ellewick (Sonntag, 15 Uhr)
Riesig war die Freude in Stadtlohn nach dem erhofften Befreiungsschlag vorige Woche. Nun gilt es aber, zuhause gegen den ASV nachzulegen. "Wir wissen, dass uns eine zweikampfstarke Mannschaft erwartet", betont Eintrachts Spielertrainer Tiago Fernandes. Mit Jannik Feldhaus stünde aber noch eine weitere wichtige Personalie wieder zur Verfügung. Aber auch für Thomas Ring und seine Ellewicker wird das eine schwere Aufgabe. "Gerade wenn es auf Rasen geht, kann das ein Glücksspiel werden. Fußballerisch wird das kein Leckerbissen", sagt der Coach, der nach der Saison die Zweite des SC Südlohn coachen wird
Heimspiel-Tipp: Ellewick stoppt Stadtlohns Serie früh - 2:4
Bertelsbeck: 0:3

VfB Alstätte - SF Ammeloe (Sonntag, 15 Uhr)
Unsere Kollegen von der Münsterland Zeitung veröffentlichten vor genau einer Woche die Öffnet externen Link in neuem FensterUmfrage aller Trainer, wer denn nun Meister wird. 75 Prozent der Coaches haben da den VfB Alstätte favorisiert. Ein lockerer Sonntagsspaziergang zum Aufstieg wird's deshalb aber natürlich nicht. Und dem ist sich Coach Markus Krüchting durchaus bewusst und unterschätzt keinen Gegner. "Stefan Bennink schätze ich sehr, der holt immer das Optimum aus einer Mannschaft. Am richtigen Tag können die jeden ärgern", sagt Krüchting mit Blick auf die Partie gegen Ammeloe. Beide Trainer sind am Freitag wohl noch zusammen essen. Was da nur ausgetauscht wird...
Heimspiel-Tipp: Alstätte ganz souverän - 2:0
Bertelsbeck: 4:0

GW Lünten - Fortuna Gronau (Sonntag, 15 Uhr)
"Wir wollen nächstes Jahr Meister werden", sagte Fortunas Coach Nenad Vukajlovic bei der Verpflichtung von Jani Fahad. Aber wo geht die Reise in dieser Spielzeit noch hin? Da will der Coach mit seiner Elf in die Top Sechs. Nur dafür dürften die Gronauer auch mal ein Auswärtsspiel gewinnen. Aus fünf Spielen in der Fremde gab's bisher nur drei Remis und zwei Niederlagen. In den Top Sechs stehen aktuell zum Beispiel die Lüntener, die die unglaubliche Ungeschlagen-Serie sogar in der Vorbereitung beibehielten. Alle vier Testspiele, unter anderem eins gegen Ligakonkurrent Vorwärts Epe II, gewann Grün-Weiß. 
Heimspiel-Tipp: Lünten lüntet weiter - 2:1
Bertelsbeck: Beide ne gute Vorbereitung gespielt - 2:1

SuS Legden - Vorwärts Epe II (Sonntag, 15 Uhr)
Bei der bereits erwähnten großen Umfrage aller Trainer, wer Meister wird, sagte sogar SuS-Spielertrainer Mike Börsting, dass er die Alstätter aktuell weiter vorne sieht. Nichtsdestotrotz ist das eigene Ziel ebenso der Meistertitel. Am Momentum oder Spielglück scheiterte es bisher schonmal nicht. Jedoch könnte die Torausbeute des Tabellenzweiten besser sein. Bei der Eper Reserve ist genau das Gegenteil das Problem. 40 Gegentreffer sind deutlich zu viel.
Heimspiel-Tipp: Vorwärts bereit Legden lange Probleme, steht am Ende aber mit leeren Händen da - 3:2
Bertelsbeck: 3:1



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