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Kreisliga A2 - Doppelpass

Mahmoud Abdul-Latif, zuletzt Trainer der Zwoten von GW Nottuln, sagt adieu. Foto: Greshake

Ein Aufstieg jagt den nächsten


Von Jakob Hehn

(10.06.24) Mahmoud Abdul-Latif. Sicherlich ein Trainer, der die Kreisliga A in den letzten 15 Jahren sehr geprägt hat. Nun tritt der scheidende Coach der Nottulner Reserve ab und hinterlässt eine große Lücke. Adler Buldern, Union Lüdinghausen, Fortuna Seppenrade und zum Schluss GW - Abdul-Latif hat einiges erlebt und durfte auch kurz in der Dortmunder Bezirksliga trainieren. Der Coach durfte zudem viele schöne Momente erleben und auch einige Aufstiege feiern. Wie hat er das nur gemacht? Wir haben mit dem Übungsleiter auf seine Jahre zurückgeblickt.

Mahmoud, Hand aufs Herz: Buldern, Lüdinghausen, Seppenrade oder Nottuln - Wo war's am Besten?
Abdul-Latif: Schwere Frage! Es ist wirklich sehr schwer, weil alle Mannschaften ihre Vorzüge hatten. Natürlich bleibt der erste Meistertitel in Buldern sehr stark in Erinnerung. Sowas bei seiner ersten Trainerstation zu erreichen - das fühlt sich immer noch geil an. Zudem ist es auch mein Heimatverein. Deswegen würde ich vielleicht sagen, dass es Buldern war. Ich bin aber auch mit Lüdinghausen und Seppenrade Meister geworden und habe auch mit Nottuln immer gut abgeschnitten. Von daher muss man sagen, dass ich an allen Stationen sehr gute Erfahrungen gemacht habe und sehr viele tolle Menschen kennengelernt habe. Eigentlich will ich keinen bevorzugen, nur ein ganz kleines bisschen, wirklich ein gaaanz kleines bisschen meinen Heimatverein.

Du warst jetzt 15 Jahre Trainer in der A-Liga. Die Liga wird dich vermissen. Was wirst du denn am meisten vermissen?
Abdul-Latif: Tatsächlich war ich ja nicht "nur" 15 Jahre lang in der Kreisliga A Trainer, sondern auch mit Lüdinghausen in der Bezirksliga Dortmund. Von daher war ich streng genommen ja auch mal raus (lacht). Nichtsdestotrotz werde ich viele Trainerkollegen, viele coole Anlagen und viele tolle Spieler vermissen. Ob die mich vermissen, weiß ich gar nicht (lacht). Ich war ja tatsächlich nicht gerade der ruhigste und liebste. Eigentlich war ich aber immer nur kritisch mit meiner Mannschaft und hatte nie Probleme auf dem Platz oder mit den gegnerischen Trainern. Es gab aber den ein oder anderen Experten, der mich zur Weißglut gebracht hat.

Möchtest du verraten, wer das war?
Abdul-Latif: Nein! Sagen wir es so: Mit 14 von 16 Coaches kam ich sehr gut klar.

Du hast es selbst schon angesprochen: Durftest ja auch Bezirksliga trainieren. Hast du da einen großen Unterschied zur A-Liga gemerkt?
Abdul-Latif: Das waren gravierende Unterschiede. Da ich in der Bezirksliga Dortmund trainiert habe, waren da viele U19-Spieler von Borussia Dortmund oder ehemalige hochklassige Spieler. Man muss schon sagen, dass das technisch ein ganz ganz großer Unterschied war. Vom Teamgefüge und der Disziplin war das hier auf dem Land aber besser, keine Frage. Die Teamgeschlossenheit ist hier schon besonders. Von der individuellen Klasse her konnte man sich in der Bezirksliga aber schon den ein oder anderen gut anschauen, da war die Qualität schon brutal.

Nebenbei durftest du auch Aufstiege feiern. Was war ingesamt dein Highlight in den ganzen Jahren?
Abdul-Latif: Jeder Aufstieg war ein Highlight, dennoch bleibt der erste Aufstieg am meisten in Erinnerung. Aber nochmal: Jeder Aufstieg war ein Highlight! In Lüdinghausen bin ich gerade hingekommen, wir wollten unter die Top Fünf und sind sofort aufgestiegen. Dann bin ich nach Seppenrade gegangen, wir wollten unter die Top Drei und sind auch sofort aufgestiegen. Sowohl bei Lüdinghausen und Seppenrade gab's im Sommer einen großen Umbruch. In Lüdinghausen haben wir zehn U19-Spieler eingebaut, das uns gut gelungen ist. Auch bei Seppenrade gab's einen Generationswechsel, wo viele Spieler gehen wollten oder mussten. Auch da haben wir wieder viele junge Spieler bekommen und sind aufgestiegen. Buldern hatte ich bereits erwähnt: Der erste Aufstieg bleibt ganz besonders in Erinnerung. 

Bezogen auf Nottuln: Was bleibt dir da besonders im Kopf?
Abdul-Latif: Da haben wir uns zwei Jahre super entwickelt. Letztes Jahr sind wir fünfter geworden und haben nur zum Ende hin Körner gelassen. Dieses Jahr hatten wir bis zum Ende die Möglichkeit, Vizemeister zu werden. Hätte mir das einer nach dem zweiten Spieltag und der 0:6-Niederlage in Olfen gesagt, hätte ich denjenigen für bekloppt erklärt. Aber, das ist das Schöne am Fußball und der ganzen Saison. Wenn man nach 30 Spieltagen dritter wird, hat man gute Arbeit geleistet und das freut mich riesig. Ich habe sehr gute Charaktere kennengelernt und eine wissbegierige Mannschaft gehabt. Ich hoffe, ich konnte dort meinen Stempel aufdrücken und ich habe jeden ein Stück weitergebracht. 

Wie geht's jetzt für dich weiter?
Abdul-Latif: Ganz einfach. Ich freue mich jetzt, nicht den Druck des Wochenendes zu haben und mich mit dem Kader oder dem Training rumzuschlagen. Ich freue mich auf diese Auszeit und viele Spiele als neutraler Beobachter zu schauen. Die Saison in der Jugend ging ja noch ein bisschen länger, von daher stand ich schon wieder am Platz (lacht). Ich habe die U19 von Nottuln als Zuschauer begleitet und die angefeuert, dass die nicht absteigen. Außerdem habe ich der U15 zum Meistertitel gratuliert. Von daher war ich noch ein bisschen dran. Jetzt werde ich eine Cola trinken und entspannt Fußball gucken. Sonst musstest du an diesem gottverdammten Sonntag gewinnen, weil sonst war der für mich und meine Familie katastrophal (lacht).



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