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Kreisliga A2 - Anschwitzen

David Vennemann (l.) und Vorwärts Lette wollen die Saison trotz aller Personalproblemchen bestmöglich zu Ende bringen. Foto: Renger

Erst Kapitän - und bald sogar König?


Von Malte Greshake

(19.04.24) Nachdem sich Jonas Böller im vergangenen Sommer in den Fußball-Ruhestand verabschiedet hatte, musste Vorwärts Lette ein großes Loch auf der Kapitänsposition stopfen. David 'Venne' Vennemann rückte seinerseits in diese Rolle auf. "Und das ist auch absolut verdient", sagt sein Trainer Kay Kloster. "Venne ist hoch anerkannt in der Mannschaft, ein verlässlicher Ansprechpartner und geht immer vorne weg." Dadurch, dass sein Vater Bernd viel für den Verein gemacht und jahrelang Vorstandsarbeit geleistet habe, sei die Identifikation bei Vennemann noch höher. "Ein richtiges Urgestein ist er. Ich bin absolut zufrieden mit ihm und seiner Arbeit", so Kloster. Und abseits des Platzes habe Vennemann laut seines Coaches auch noch Großes vor. Dazu später aber mehr...

Zunächst soll's um die die bisherige Saison der Letteraner gehen. Vor allem in der Hinrunde lief es nämlich blendend für Vennemann und seine Jungs. Als Tabellenfünfter ging es schließlich in die Winterpause. "Unser grundsätzliches Saisonziel war ein einstelliger Tabellenrang", berichtet Vennemann. "Nach unser guten Hinrunde haben wir dann sogar Platz vier bis sechs anvisiert. Doch das wird mittlerweile eng." Denn im neuen Jahr läuft es noch nicht so wirklich für Vorwärts. Acht Punkte sammelte Lette 'erst' in der Rückrunde. Damit reicht es gerade dennoch für den siebten Platz.

Coach Kloster: "Man wird sehen, ob er mit dem Druck umgehen kann..."

Besonders ein Problem sei dafür verantwortlich. "Der Personalmangel macht uns zu schaffen", sagt Vennemann. "Unter der Woche sind die ganzen Studenten und Betriebswirte nicht da. Wenn du nur sieben oder acht Spieler beim Training hast, wird es schwer, am Wochenende etwas zu reißen." Und leider ändere sich in dieser Hinsicht bis zum Saisonende auch erstmal nichts. "Sollten wir am Ende deswegen trotzdem Siebter werden, wären wir aber im grünen Bereich", meint Vennemann. Gleichwohl mit Fortuna Seppenrade an diesem Spieltag ein fetter Oschi auf ihn und seine Truppe wartet. 

Auf dem Platz fühlt sich der 26-Jährige übrigens als Linksverteidiger am wohlsten. Auch wenn er trotzdem ein flexibler Kicker ist. Auf der Sechs, in der Innenverteidigung sowie als offensiver Linksaußen kam er in dieser Saison ebenfalls schon zum Einsatz. Und obwohl er nun Kapitän sei, habe sich gar nicht so viel geändert, betont Vennemann. "Ich war in den letzten Jahren schon immer einer der Ältesten", führt er aus. Seine Hauptaufgabe sei es vor allem, mit der richtigen Motivation und Körpersprache voranzugehen. "Vielleicht halte ich nochmal eine Ansprache mehr oder bin auf dem Platz ein weniger lauter", fügt er hinzu. "Seit Jonas nicht mehr da ist, hat sich die Verantwortung bei uns aber auf mehrere Schultern verteilt."

Diese Herausforderung hat Vennemann allem Anschein nach gut gemeistert. Doch mit einer ähnlich großen Hürde sieht er sich nun im kommenden Mai konfrontiert. "Dann findet in Lette das Berger Schützenfest statt", berichtet ein schmunzelnder Kloster. "Man wird sehen, ob er mit dem Druck umgehen kann. Wie ich hörte, ist David einer der Topfavoriten in Sachen Schützenkönig. Da muss ich er sich also beweisen."

Anschwitzen, der 25. Spieltag

VfL Billerbeck - TSG Dülmen (Sonntag, 12.30 Uhr)
Zehn Punkte heimste die TSG Dülmen II in den vergangenen vier Partien ein. Dass das Coach Stephan Fritzsche Freude bereitet, sollte klar sein. "Wir wollen weiter ein unangenehmer Gegner sein", meint er. "Auch wenn der VfL Billerbeck die beste Mannschaft der Liga hat. Für uns ist das in jeden Fall ein schönes Bonusspiel." Mit bereits 31 gesammelten Punkten sollte der Ligaverbleib für die Dülmener nämlich wohl sehr sicher sein. Und die Billerbecker? Die brauchen Stand heute noch vier Siege, um die Meisterschaft einzutüten. Sollte Motivation genug sein.
Vennemann: 4:1
Heimspiel-Tipp: Oha! 2:2.

Fortuna Seppenrade - Vorwärts Lette (Sonntag, 15 Uhr)
Grundsätzlich hätten David Vennemann und seine Mitspieler in der Vergangenheit gegen Fortuna Seppenrade nie schlecht ausgesehen. "Auch wenn wir dieses Mal in Seppenrade spielen, können wir etwas holen", sagt Lettes Capitano. Und sein Gefühl hat ihn nicht betrogen. Das zeigt ein kurzer Blick in die Statistik. In der Hinrunde trennten sich beide Teams mit 2:2-Unentschieden. Nick Richter erzielte damals das Tor zum späten Ausgleich. Und in der Rückrunde der Vorsaison hatten die Letteraner gar einen 4:2-Sieg eingefahren. 
Vennemann2:3
Heimspiel-Tipp: Seppenrade ist und bleibt die heimstärkste Mannschaft: 2:1.

DJK Rödder - SV Gescher II (Sonntag, 15 Uhr)
Nach drei Niederlagen in Folge ist die Zweite des SV Gescher wieder weiter unten reingerutscht. "Das überrascht mich nicht", meint Trainer Jens Tendahl. "Niemand hätte gedacht, dass wir so früh gerettet sind. Wir brauchen uns auch weiter vor keinem Gegner zu verstecken. Auch wenn ich hoffe, dass wir einem Endspiel gegen die SG Coesfeld II am letzten Spieltag aus dem Weg gehen können." Mit solchen Abstiegssorgen müssen sich die Rödderaner derweil nicht rumschlagen. Trotzdem warten Ahmed Ibrahim und seine Band seit mittlerweile vier Partien auf eine Punktgewinn. "Es liegt nur an uns, ob wir den Turn-Around schaffen", so Ibrahim. "Wir müssen unsere 100-Prozent-Grenze wieder erreichen. Gerade kommen wir da nicht ran. Und wenn es nicht läuft ist auch immer der Trainer der Erste, der hinterfragt wird. Ich bin selbst mein größter Kritiker und jetzt gefragt, Lösungen zu finden."
Vennemann3:1
Heimspiel-Tipp: Gescher will es mehr: 0:2.

Borussia Darup - GW Hausdülmen (Sonntag, 15 Uhr)
In der Rückrunde punktet GW Hausdülmen regelmäßiger als im vergangenen Jahr. So hat sich die Mannschaft von Güven Sivgin Schritt für Schritt aus dem Tabellenkeller herausgearbeitet. Mit mittlerweile 28 Punkten braucht es wohl nicht mehr viel, um den Nichtabstieg endgültig klarzumachen. Das Interessante an dieser Partie: Als die Daruper in der Vorsaison auf die Hausdülmener trafen, ging es für beide noch um das Überleben im Abstiegskampf. Darüber kann die Borussia in dieser Spielzeit aber wohl nur müde lächeln. Gleichwohl Jan Kersen nach der Niederlage gegen Buldern am vergangenen Wochenende (1:3) eine Leistungssteigerung fordert. "Wir wollen wieder ein anderes Gesicht zeigen", sagt er. "Zuhause sind wir - bis auf das Spiel gegen Billerbeck - ungeschlagen. Das soll auch so bleiben."
Vennemann2:0
Heimspiel-Tipp: Viel Kampf, viel Krampf - 1:0.

DJK Dülmen - Adler Buldern (Sonntag, 15 Uhr)
"Um nach vorne zu kommen, muss man ja manchmal einen Schritt zurück machen", meinte DJK-Coach Patrick Linnemann zuletzt. Mit 1:3 unterlagen er und sein Team am vergangenen Spieltag gegen die SG Coesfeld II. Trotz gutem Beginn. "In diesem Spiel haben wir also ordentlich Anlauf genommen", hielt Linnemann schmunzelnd fest - und wählte abschließend nochmal mahnende Worte: "Wir stehen gerade an einer Kreuzung. Es warten hochwichtige Spiele auf uns. Und wir selbst können mit unseren Leistungen entscheiden, ob wir am Saisonende doch nochmal auf die Tabelle gucken müssen..."
Vennemann2:2
Heimspiel-Tipp: Dülmen muss unbedingt die Heimbilanz aufbessern. Und macht das auch: 3:2.

Brukteria Rorup - SG Coesfeld II (Sonntag, 15 Uhr)
Joa. Kein ganze unwichtiges Duell. Für beide Mannschaften. Schließlich trifft hier der Letzte auf den Vorletzten. "Wir dürfen uns nichts vormachen", sagt Rorups Trainer Mathias Küster. "Wenn du in diesem Spiel nicht drei Punkte holst, muss man in Hinblick auf die kommende Saison anderweitig planen." Sechs Punkte Rückstand hat die Brukteria als Schlusslicht schon. "Die Konstellation ist also klar", meinte SG-Coach Morten Herbstmann nach dem zurückliegenden 3:1-Sieg über die DJK Dülmen. "So ein Erfolgserlebnis davor ist gut", sagt er. "Jetzt wollen wir den Schwung mitnehmen."
Vennemann1:3
Heimspiel-Tipp: Rorup ist einfach fällig: 2:1.

Union Lüdinghausen - GW Nottuln (Sonntag, 15 Uhr)
Rollentausch! Vor der Saison hätte man wohl Union Lüdinghausen (derzeit Rang sechs) vor dem 25. Spieltag auf dem zweiten Tabellenplatz erwartet. Aufgrund bekannter Personal-Probleme ist das aber nicht der Fall. Und stattdessen haben es sich eben dort die Männer von GW Nottuln II gemütlich gemacht. Die man vielleicht ein paar Plätze weiter unten angesiedelt hätte. In der bisherigen Rückrunde haben die Nottulner mit 25 Zählern genauso oft gepunktet wie Primus VfL Billerbeck. Aber: Die Unioner siegten zuletzt schließlich auch zweimal in Folge. "Das wird trotzdem richtig schwer", weiß Lüdinghausen-Coach Yannick Gieseler.
Vennemann2:4
Heimspiel-Tipp: Die Lüdinghausener Wiederauferstehung ist im vollen Gange: 3:2.

Turo Darfeld - SuS Olfen (Sonntag, 15.30 Uhr)
Spiel zwei bei Turo Darfeld nach der Entlassung von Christoph Klaas. Dass mit dem SuS Olfen eher ein Gegner aus dem oberen Tabellendrittel wartet, stört den neuen Chefcoach Robin Kersting übrigens wenig. "Die Gegner von oben liegen uns eigentlich immer besser", meint der Spielertrainer. "Schon das Hinspiel war sehr knapp." Stimmt. Durch ein Tor von Niels Kleischmann siegten die Olfener Mitte Oktober mit 1:0. "Es ist also alles offen", so Kersting. "Und wir wollen sehen, dass wir in einem Heimspiel die nächsten Punkte einfahren."
Vennemann1:3
Heimspiel-Tipp: Darfeld kriegt die Kurve: 1:0.



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