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Kreisliga A2

Christoph Klaas hat in GW Nottuln schon eher als gedacht Lebewohl gesagt. Foto: Lehmann

Früher als gedacht: Klaas kein Trainer mehr in Nottuln


Von Malte Greshake

(13.04.26) Eigentlich war der Plan ein anderer. Dass Christoph Klaas nach der Saison bei GW Nottuln II aufhören sollte, war ja schon länger bekannt. Zu Viktoria Heiden in die Bezirksliga 11 würde es ihn im Sommer dann ziehen. Doch dazu kommt es jetzt tatsächlich schon eher: Seit vergangener Woche ist Klaas schon kein Trainer mehr in Nottuln und hat die abstiegsbedrohten Heidener früher als gedacht übernommen.

Nötig war das geworden, weil Interimstrainer Pascal Herzog nach Ostern seinen Rücktritt bekannt gegeben hatte. Grund dafür war die sportliche Situation: In der Bezirksliga 11 drohen die Heidener, auf einen Abstiegsplatz abzurutschen. "Die Situation hat in der vergangenen Woche eine andere Dynamik angenommen, als ich es eigentlich wollte", sagt Klaas dazu. "Als Pascal Herzog sofort zurückgetreten ist, ist der Verein noch am gleichen Abend auf mich zugekommen." Natürlich aus gutem Grund: Klaas kennt die Liga, hatte die Kaderplanung für die neue Saison bereits begleitet und war in die sportlichen Überlegungen längst eingebunden. Trotzdem war die Sache für ihn alles andere als ein Selbstläufer. "Ich war echt hin- und hergerissen", berichtete er. "Ich habe zwei Tage lang viele Gespräche geführt und mir viele Gedanken gemacht."

Klaas: "Das ist nicht selbstverständlich"

Schließlich stand Klaas immer noch in Nottuln unter Vertrag und hatte mit der zweiten Mannschaft bisher eine mehr als ordentliche Saison gespielt. Umso heikler war die Frage, ob er den Schritt schon jetzt gehen kann. "Ich bin kein Typ dafür, nicht zu meinem Wort zu stehen", sagte Klaas. "Deshalb ist mir die Entscheidung auch schwergefallen." Am Ende gab es für ihn aber zwei Gründe, die den Ausschlag gaben. Zum einen vertraute er darauf, dass mit Sebastian Schöne und Mario Brambrink in Nottuln zwei Trainerkollegen bereitstehen, denen er die Mannschaft guten Gewissens überlassen kann. Zum anderen wollte er in Heiden helfen, weil dort ganz konkret die Gefahr bestand, in dieser Phase niemanden mehr für die Aufgabe zu finden.

Dass Nottuln dem Wechsel letztlich zustimmte, rechnet Klaas dem Verein hoch an. "Die Nottulner haben sich sportlich fair verhalten und mir keine Steine in den Weg gelegt", sagte er. "Dafür will ich mich ausdrücklich bedanken. Das ist nicht selbstverständlich." Ihm sei wichtig gewesen, mit der Situation offen umzugehen. Auch, weil ihm die Mannschaft ans Herz gewachsen sei. Dirk Nottebaum, Sportlicher Leiter in Nottuln, wurde in der Vorwoche auch von der ganzen Entwicklung überrascht. Im Osterurlaub befand er sich - und musste nun mehr telefonieren als gedacht. "Klaasi ist ein integrer und loyaler Typ", meint er. "Am meisten war er mit sich selbst in Zwietracht wegen der Situation."

"Sind ihm dankbar für sein Engagement"

Er und der Verein mussten das Ganze dann von zwei Ebenen aus betrachten. Zum einen stellte sich zunächst die grundsätzliche Frage, ob man einen Trainer noch vor Saisonende überhaupt freigibt. "Wir wollten das für die Spieler eigentlich nicht", sagte Nottebaum. "Aber wir haben hier zwei Trainer, die das gut zu Ende führen werden." Die andere Ebene sei dann die Verständigung zwischen den Vereinen gewesen. Auch die verlief offenbar ohne großes Theater. "Wir haben ihn freigegeben und uns mit Heiden schnell geeinigt. Er war Feuer und Flamme für die Aufgabe", sagt der Sportliche Leiter. "Wir sind ihm dankbar für sein Engagement. Er hat der Mannschaft viel gegeben, deshalb war das für uns in Ordnung." Weil sich Brambrink nach der Saison auch verabschiedet und Schöne sein Referendariat als Lehrer antritt, ist auch klar, dass für die Zweitvertretung nun dringend wieder ein Cheftrainer gebraucht wird.

Schon verrückt: Am vergangenen Freitag leitete Klaas bereits das Training in Heiden, beim Spiel gegen den SV Heek (1:2-Niederlage) stand er schon an der Seitenlinie. Der Wechsel bedeutet für ihn auch einen ziemlich abrupten Themenwechsel: Weg von einer stabilen Saison in Nottuln, rein in den akuten Abstiegskampf. Mittlerweile ist Heiden nur noch einen Punkt von der roten Zone entfernt. "Jetzt müssen wir noch mal zwei Gänge hochschalten, richtig malochen und an ein paar Stellschrauben drehen", meint er. "Wir wollen jetzt nicht allzu viel verändern, sondern der Mannschaft das Selbstvertrauen zurückgeben."



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