Kreisliga A2
Zwei Spielertrainer sind besser als einer
Von Malte Greshake
(09.01.26) Nö. In Rödder wird nicht hektisch auf Tabellenplätze geschielt. Trotz einer bisher sportlich schwierigen hat der Verein den Vertrag mit Florian Fricke um ein weiteres Jahr verlängert. Aber nicht nur das. Denn was ist besser als ein Spielertrainer? Richtig, zwei! Ab der Saison 2026/27 bekommt der 36-Jährige mit Jan Tüns nämlich einen gleichberechtigten Trainerkollegen an die Seite gestellt.
Vor anderthalb Jahren, nachdem Ahmed Ibrahim kurzfristig zur TSG Dülmen rübergewechselt war, stieg Fricke vom Co- zum Cheftrainer auf. Dass der Verein den eingeschlagenen Weg nun weitergeht, ist eine bewusste Entscheidung - unabhängig von der Momentaufnahme in der Tabelle. "Wir schauen nicht nur auf die aktuelle Tabelle, sondern auf die langfristige Entwicklung", betont der DJK-Vorstand in einer Pressemitteilung. Die Vorsaison war mit Rang fünf schließlich ziemlich erfolgreich gewesen. Dazu kam der Einzug ins Stadtmeisterschaftsfinale im Sommer.
Fricke bringe dazu reichlich Erfahrung aus höheren Spielklassen mit - unter anderem aus der Ober- und Westfalenliga. Dieses Know-How soll er weiter gezielt an die nächste Generation weitergeben. Der Fokus liege klar darauf, junge Spieler aus der eigenen Jugend zu integrieren und sie Schritt für Schritt an das Niveau der A-Kreisliga heranzuführen. Die Vertragsverlängerung sorge nun für die nötige Planungssicherheit.
Doppelspitze statt klassischer Hierarchie
Aber das ist eben nicht alles: Mit der Verpflichtung von Tüns machen sich die Rödderaner noch variabler. Der 32-Jährige wechselt vom Bezirksligisten SV Gescher rüber und wird gemeinsam mit Fricke als gleichberechtigter Spielertrainer arbeiten. "Der Verein verabschiedet sich damit bewusst von der klassischen Hierarchie zwischen Chef- und Co-Trainer", heißt es. Die Verantwortung soll künftig auf Augenhöhe getragen werden. Sportlich als auch organisatorisch.
In den Gesprächen habe sich schnell gezeigt, dass sich die beiden in ihren Profilen sinnvoll ergänzen und ein gemeinsames Verständnis davon, wie die Mannschaft entwickelt werden soll. Soll ja helfen. Tüns bringt zusätzliche Erfahrung aus der Bezirks- und Landesliga mit und soll die Arbeit mit neuen Impulsen bereichern. Und zwei Spielertrainer können ja sowieso immer ganz nützlich sein, sollte es auf dem Platz mal eng werden.








































