Kreisliga A2
Legden setzt sich (ein wenig) ab
Von Malte Greshake
(10.11.25) Das war so ein Spiel, das auch locker ohne Tore über die Bühne hätte gehen können. Aber: Eine Mannschaft jubelte am Ende eben doch. Der SuS Legden entführte beim 1:0 (0:0) in Darfeld alle drei Punkte, weil ein einziger Standard den Unterschied machte. Im Stile eines Spitzenreiters hatten die Gäste zugeschlagen. "Das war eigentlich ein typisches 0:0-Spiel", meinte TuRo-Coach Niklas Voss hinterher. "Wir verteidigen allerdings einen Standard nicht richtig und das wird bestraft."
Zum Tor des Tores aber später mehr. Gehen wir es chronologisch durch. Beide Teams lieferten sich von Beginn an ein intensives, aber chancenarmes Duell auf dem Darfelder Kunstrasen. Die Gastgeber standen stabil, hielten Legdens Angriffsbemühungen meist vom eigenen Strafraum fern und versuchten es selbst vor allem aus der Distanz. Davin Höing und Marius Röttgering scheiterten an geblockten Schüssen, bei einem Versuch von Julius Fliß fehlte nicht viel.
Auf der anderen Seite kamen die Legdener auch nur sporadisch gefährlich durch. Zwei gute Abschlüsse notierte SuS-Coach Jan Sundermann vor der Pause auf seinem Zettel. Glenn Hoffmann und Pascal Krieger zielten dabei zu ungenau. "Aber insgesamt war das kein gutes Spiel von uns", bemerkte der Gästetrainer. "Uns hat die Frische gefehlt, wir waren unsauber im Passspiel und in den Zweikämpfen nicht richtig da."
Effkemann stochert den Ball über die Linie
Und kurz nach Wiederbeginn fiel dann das Tor des Tages - und das passte irgendwie ins Bild dieses Spiels: Julius Effkemann stocherte den Ball kurz nach Wiederbeginn über die Linie (47.). Ja, und viel mehr passierte im Anschluss nicht. Legdens Innenverteidigung verteidigte es bis zum Schlusspfiff konsequent, Darfeld war bemüht, kam aber kaum zu klaren Möglichkeiten.
"Wir haben es auch gut verteidigt und keiner hat sich rausgenommen", lobte Voss seine Elf trotz der Enttäuschung. "Das Feedback von außen war wieder gut aber es bringt uns halt wieder nichts." Die Stimmung war bei den Hausherren dementsprechend gedämpft, auch wenn der Trainer seiner Mannschaft keinen Vorwurf machte: "Wir waren eine Einheit auf dem Platz." Sundermann nahm den Sieg seinerseits nüchtern zur Kenntnis: "Das Tor tat gut, aber die Art und Weise, wie wir aufgetreten sind, nervt. Das darf nicht unser Anspruch sein." Immerhin: Damit haben die Legdener in der Tabelle nun vier Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten SG Coesfeld.
Turo Darfeld - SuS Legden 0:1 (0:0)
0:1 Effkemann (47.)








































