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Kreisliga A1 MS

Dennis Herrmann nimmt sich in der kommenden Saison den Problemen vom SC Hoetmar an.
Foto: SuS Ennigerloh

"Jemand, der Erfolg haben möchte"


Von Alexander Eckrodt

(04.08.20) Ballbesitzfußball, Kombinationen und eine offensive Grundhaltung - das ist nicht unbedingt die Spielweise eines Tabellenschlusslichts. In Hoetmar soll es aber genau so nach oben gehen. Der neue Trainer Dennis Herrmann hat nämlich mit dieser Idee den SuS Ennigerloh von der Bezirksliga B in Beckum bis in die Bezirksliga geführt.

Beim SC Hoetmar träumt man aktuell nur von solchen Zeiten. 22 Tore und 65 Gegentore bedeuteten Platz 16 in der Kreisliga A. Vor der Corona-Pause raste der Verein in Richtung Abstieg, doch nun bekommen die Kicker eine zweite Chance. Auf den B-Lizenzinhaber Herrmann kommt jetzt einiges an Arbeit zu, doch er freut sich darauf.

 

Dennis, warum hast du dich dafür entschieden, Trainer bei SC Hoetmar zu werden?
Herrmann: Erstmal ist es von der Entfernung her sehr attraktiv, weil ich jetzt selber nach Hoetmar gezogen bin. Aber eigentlich überzeugt hat mich das Gespräch mit Walter Venhues. Ich hatte dann auch Kontakt zu Daniel Averbeck. Er hat mir eine sehr positive Rückmeldung gegeben und auch die Spieler geben ein sehr positives Feedback. Da habe ich gemerkt, dass es auf jeden Fall die richtige Entscheidung ist.

Was hat dich an den Gesprächen mit Walter Venhues (Geschäftsführer SC Hoetmar) überzeugt?
Herrmann: Die Idee, dass man etwas aufbauen kann, dass man, mit Spielern aus Hoetmar selber und Auswärtigen zusammen etwas erreichen will - und natürlich das Umfeld. Ich habe gemerkt, dass er sehr engagiert ist und viel macht. In Hoetmar hat man halt viele Möglichkeiten. Das Vereinsheim hat täglich geöffnet, was natürlich auch für viele Spieler eine attraktive Geschichte ist. Außerdem, dass sehr viel Wert auf Kameradschaft und Veranstaltungen drumherum gelegt wird. Das fand ich schon sehr überzeugend. Ich hatte auch Gespräche mit anderen Vereinen, wo alles ein wenig professioneller gewesen wäre. Aber in Ennigerloh ging es auch mehr um diese Aufbauarbeit und man kennt halt die Leute am Platz. Das ist für mich wichtig.

Das klingt ja alles schon sehr gut. Scheint auch so, als wärst du schon ganz gut beim Verein angekommen...
Herrmann: Auf jeden Fall! Ich wurde super aufgenommen. Es gab direkt, obwohl es zu dem Zeitpunkt noch kein Training gab, schon positive Rückmeldungen. Auch die Gespräche mit den Spielern waren total gut. Einige hatten überlegt aufzuhören, aber nach den Gesprächen war dann für fast alle klar: Da habe ich Bock drauf, dass will ich auf jeden Fall mal probieren. Das ist auf jeden Fall ein spannendes Projekt.

Wie würdest du dich als Trainer beschrieben?
Herrmann: Ich lege sehr viel Wert darauf, dass Fußball gespielt wird. Mir ist wichtig, dass wir viel Ballbesitz haben und nicht Kick 'n Rush spielen. Ich bin selber eher ein ruhiger Typ. Ich bin keiner, der jedes zweite Training auf den Tisch haut und sich darüber aufregt, dass irgendetwas nicht läuft. Ich versuche mit den Spielern zu sprechen, um dann das zu bekommen, was ich eigentlich von den Spielern will. Jeder Junge, der in der Jugend spielt, spielt Fußball, um Tore zu schießen und das ganze Training in der Jugend ist darauf angelehnt. In den Senioren sollen sie dann defensiv stehen und Tore verhindern, aber das funktioniert einfach nicht. Klar ist Disziplin auch wichtig, aber wir wollen versuchen, wirklich Fußball zu spielen.

Auf den ersten Eindruck wirkt es so, als würde diese Philosophie ganz gut funktionieren. Bei SuS Ennigerloh hast du eine Mannschaft aus düsteren Gefilden der Kreisliga B in Beckum bis in die Bezirksliga geführt. Beim SC Hoetmar ist die aktuelle Lage ja ähnlich. Was ist dein Plan mit der Mannschaft?
Herrmann: Ich bin jetzt kein Trainer, der große Töne spuckt und sagt, innerhalb von zwei Jahren schaffen wir das. Aber ich bin auch jemand, der Erfolg haben möchte. Wir haben hier schon die Idee etwas aufzubauen. Aus Hoetmar sind jetzt einige junge Spieler mit dabei, mit denen man auch etwas entwickeln kann. Die Idee ist es, die Spieler zu verbessern, um dann auch irgendwann mal in diese Richtung zu gehen, aber ich glaube nicht, dass wir das in den nächsten zwei Jahren schon schaffen können. Wir sind halt noch ganz am Anfang. Man merkt, dass das Selbstvertrauen ein wenig noch fehlt. Ich würde sagen, wenn wir irgendwo im Mittelfeld landen, wäre das schon super für die erste Saison.

Ihr habt jetzt eure ersten beiden Testspiele schon hinter euch (3:0-Sieg gegen FSG Ahlen, 3:4-Niederlage gegen SpVgg Oelde). Was ist dein Fazit nach den Partien?
Herrmann: Ich würde sagen, es steckt sehr viel Potenzial drin, aber wir müssen an den Abläufen weiter arbeiten. Gegen Oelde war die erste Halbzeit richtig gut. Wir haben den Ball laufen lassen und uns Chancen raus gespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir dann wieder mehr mit langen Bällen agiert. Das war aber vielleicht auch dem Wetter geschuldet, dass die Power dann nicht da war. Wenn alle fit sind, sind wir auf jeden Fall konkurrenzfähig, aber wir haben jetzt noch vier Wochen Arbeit vor uns. Aufbauspiel ist da ein Thema oder auch Verschieben oder Mittelfeldpressing. Wir haben die ersten Wochen ein wenig Konditionstraining gemacht und jetzt geht es an die Feinheiten.

Ihr habt in zwei Testspielen sechs Tore geschossen. Das ist eine ziemlich ordentliche Quote. Warum seid ihr aktuell so treffsicher?
Herrmann: Wir spielen halt auch nach vorne und gehen auch nach und bekommen zweite Bälle. Wir sind dann auch manchmal mutig genug, um in ein Eins-gegen-Eins zu gehen. Im Moment geht das alles aber auch auf die Kosten der Defensive. Ich glaube, dass wir, da wir Fußball spielen wollen und und offensiv aufstellen, auch vorne mehr Durchschlagskraft haben. Im Moment können wir aber nicht glücklich damit sein, dass dafür dann hinten die Lücken entstehen und wir dann auch oft die Ordnung nicht so haben.

Und was hast du mit Louis Kortenjann gemacht? Er hat in den beiden Testspielen immerhin drei Tore geschossen. 
Herrmann: Louis ist ein super talentierter Spieler. Er hat Tempo und ist gut im Eins-gegen-Eins. Er arbeitet gut mit und ist auch einer der immer nachsetzt. Man kann mit ihm sehr zufrieden sein. Moritz Höne ist ein ähnlicher Spielertyp. Das sind zwei Jungs aus Hoetmar, die wirklich sehr viel Qualität haben. Deswegen hoffen wir, dass sie in der Saison jetzt auch dementsprechend häufig treffen werden. 



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2    TGK Tecklenburg 20    81:24 51  
3    SV Bösensell 19    49:10 49  
4    Neuenkirchen II 20    71:25 46  
5    Arm. Ibbenbüren 19    63:31 45  

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