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Kreisliga A1 MS

Jonas Keller schmeißt sich rein. Nach der 3:5-Niederlage gegen den BSV Ostbevern machte sich der SV Mauritz frei. 32 von 39 Zählern erspielten sich die Mauritzer in der Zeit und stehen soweit oben wie noch nie. Foto: Teipel

Mauritz' erstes Mal


Von Luca Adolph

(21.11.22) "Spitzenreiter, Spitzenreiter", hallt es neuerdings am Coppenrathsweg und die Memoiren des SV Mauritz halten hierbei nicht Schritt. Selbst das kollektive Gedächtnis der Mauritzer WhatsApp-Gruppe versagt, wenn es darum geht, zu ergründen, wann der SVM zuletzt Tabellenführer war. Auch wenn es nur eine Momentaufnahme ist, ist die Leistung der Elf von Ivo Kolobaric schon jetzt etwas, das absolut geschichtsträchtig ist. Erster schimpfte sich der SV Mauritz in seiner jüngeren Vereinsgeschichte jedenfalls noch nicht!

Man müsste schon ins Jahr 2011 zurück. Da regierte einer der beiden Mauritzer Mutter-Vereine von der Spitze. Michael Reismann baute sich damals ein Denkmal, weil er als Coach mit dem SV Telekom-Post nach 32 Jahren zurück in die Bezirksliga kletterte. 2014 schlossen sich Post und Germania Mauritz bekannterweise zum SV Mauritz zusammen. Der steht jetzt erstmals unter Kolobaric ganz oben in der Kreisliga.

Stimmiges Gefüge

"In meiner Zeit gab es das noch nicht. In zwanzig Jahren standen wir vielleicht mal auf dem dritten Platz, mehr aber auch nicht", weiß auch Vorstandsmitglied Erich Varnhagen um die Besonderheit, die daraus resultiert, dass der gesamte Verein als Kollektiv agiert: "Die jetzige Truppe um Johannes Munser, Thorsten Kubitza und Uli Thelen (Vorstand, Anm. d. Red.) ist eine, die für den Verein denkt. Das gilt nicht nur für den Seniorenbereich. Aus einem Puzzle haben sie ein Bild gefertigt und die menschliche Komponente in den Vordergrund geschoben."

Dass die erste Mannschaft gerade wie im Bilderbuch spielt, ist scheinbar etwas, das sich aus einem gesunden Teamgefüge ergibt. Wegen seines Kreuzbandrisses steht Till Zumkley nicht auf dem Platz. Trotzdem ist er fester Bestandteil der Mannschaft und als Co-Trainer Kolobarics rechte Hand. Mit dem Switch von Wenzel Voß von der Abwehr in den Sturm, landete das Trainergespann einen absoluten Glücksgriff zu Saisonbeginn. Konnte ja keiner ahnen, dass der Freiburg-Ultra mit 22 Toren in vierzehn Spielen die Torschützenliste anführt – außer vielleicht das Mauritzer Trainerteam.

Bis zum Ende oben mitspielen

Auch dahinter läuft bei Mauritz gerade alles zusammen. Jure Soce, in der Vorsaison noch treffsicherster Mann, legt für Voß momentan reihenweise auf. Im Mittelfeld ist sich der ehemalige Oberliga-Spieler Nils Hönicke nicht zu schade, sich fürs Team schmutzig zu machen. Mauritzer Urgesteine wie Jonas Keller, Nikolas Hüls und Paul Varnhagen gehen ebenso voran. Und hinten stellt der SVM mit Till Budde, Alex Giesen und Simon König im Tor eine echte Wand. Hält Mauritz weiter so zusammen, bleibe es laut Varnhagen lange spannend: "Wenn wir diese Geschlossenheit, die nach dem Spiel gegen Ostbevern entstanden ist, beibehalten und auch über die Semesterferien hinaus weiter so gallig bleiben, kann das eine sehr erfolgreiche Saison werden."

Nach der 3:5-Niederlage gegen den BSV Ostbevern setzte bei den Mauritzern der Durchbruch ein. Nur Ems Westbevern konnte ihnen noch eine Lehrstunde erteilen. Die Kolobaric-Truppe brachte sich mit 32 Zählern aus dreizehn Spielen in die Position, sich mit einem Sieg über den TSV Handorf nun die Herbstmeisterschaft zu holen. "Einzig und allein der Verdienst der Mannschaft. Keiner ist gekommen, weil ich gut aussehe oder ein gutes Training gebe. Du brauchst sie auch nicht extra motivieren. Auch wenn wir jetzt Erster sind, wollen wir den Druck raushalten und es wie bei einer Netflix-Serie angehen. 32 Folgen, die wir hoffentlich bis zum Ende mit Spannung füllen", sagt Kolobaric und möchte oben möglichst lange mitspielen. Warendorf, Sendenhorst und Westbevern lauern aktuell dahinter und wollen den Serienkiller spielen. Unbeeindruckte Mauritzer lassen sich davon nicht beirren und machen weiterhin ihr Ding.

Stolz blickt Ivo Kolobaric auf seine Mannschaft, da sie etwas geschafft hat, das der SV Mauritz nach seiner Fusion in der Vereinsgeschichte noch nie gepackt hat. Foto: Teipel


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Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    Germ. Hauenhorst 18    57:21 48  
2    SV Mauritz 06 17    72:11 46  
3    SG Sendenhorst 17    48:12 46  
4    VfL Billerbeck 18    46:18 43  
5    1. FC Gievenbeck II 17    62:13 42  

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SG Selm - BW Ottmarsbocholt 2:1
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SC Westfalia Kinderhaus III - 1.FC Gievenbeck II 1:3
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TuS Freckenhorst II - Westfalia Kinderhaus III 6:3
VfL Sassenberg - SC Münster 08 II 3:1
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1.FC Gievenbeck II - SG Telgte II 6:0
FC Greffen - VfL Sassenberg 5:2
BW Beelen - Ems Westbevern 1:4
SV Herbern II - BW Aasee 2:1
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GW Albersloh - TuS Altenberge 0:5
GW Amelsbüren - SG Selm 1:2
SC Füchtorf - SC Münster 08 II 0:3
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SC Nienberge - SG Sendenhorst 0:1
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