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Kreisliga A1

Juuuubel! Der SV Mauritz spielt in der kommenden Saison erstmals in seiner jungen Vereinsgeschichte überkreislich. Foto: Bruns

Der SV Mauritz steigt auf! 

Von Finn Bruns

(28.04.24) Sie haben es geschafft! Der SV Mauritz hat sich bereits am 26. Spieltag die Meisterschaft in der Kreisliga A gesichert, musste sich in einem ereignisreichen Spiel bei der Reserve von Münster 08 aber bis in die Nachspielzeit gedulden, ehe der entscheidende Treffer bejubelt werden konnte. Der Spielverlauf, er passte zur Saison des SV Mauritz, der sich in dieser Spielzeit immer wieder durch ganz späte Tore zum Sieger gekürt hatte. So auch heute: In der 91. Minute köpfte Till Budde nach einer Flanke von Nils Hönicke zum 2:1 ein, nachdem der SVM zuvor etliche Hochkaräter vergeben hatte. 

Aber auch wenn die Mauritzer in den 90 Minuten insgesamt mehr vom Spiel hatten und vor allem die eindeutigeren Torchancen für sich verzeichnen konnten, machte Nullacht seinem Lokalrivalen das Spiel richtig schwer. In der Anfangsphase kontrollierten die Gastgeber das Spiel und machten früh deutlich, dass es kein Selbstläufer für Mauritz werden sollte. Zwar musste die Mannschaft von Mats Uthmeier einen Latten-Freistoß von Nils Hönicke überstehen (10.), doch insgesamt wirkte Nullacht in der ersten halben Stunde wacher, während Mauritz einen nervösen Eindruck machte. Konrad Knemöller konnte noch aus kurzer Distanz geblockt werden (13.) und Miles Geske setzte einen Freistoß knapp am Tor vorbei (22.). 

Kolobarics taktischer Kniff bewährt sich 

Mauritz-Coach Ivo Kolobaric stellte schließlich von Dreierkette auf 4-3-3 um, dieser Schachzug erwies sich als erfolgreich. Nach etwa 30 Minuten fand seine Truppe besser in die Partie, Stefan Nienaber und Jure Soce scheiterten jeweils an Nullachts starkem Torwart Bastian Heuer (33.), eine Ecke von Hönicke strich am Pfosten vorbei (41.), Heuer parierte überragend im Eins gegen Eins gegen Nienaber (42.) und Soce traf den Ball völlig freistehend nicht richtig (45.+1). Aber falls ihr dachtet, dass das schon viele ungenutzte Chancen waren, dann wartet mal die zweite Hälfte ab... 

Doch erst einmal gingen Kolobarics Jungs mit der letzten Aktion des ersten Durchgangs in Führung, Nienaber vollendete einen schönen Spielzug über Paul Varnhagen und Soce (45.+2). Wer allerdings dachte, dass jetzt der Bann gebrochen sei, der täuschte sich. Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff glichen die Hausherren aus, Fionn Jördens rutschte in einen Pass von Anton Wegmann und Mauritz war wieder auf ein Tor angewiesen (47.). Nach 55 Minuten kam es dann zu einer völlig irren Szene im Nullachter Strafraum, die ein wenig sinnbildlich für den Mauritzer Chancenwucher im zweiten Durchgang stand: Heuer vertändelte den Ball gegen Justus Seifert, parierte dann aber stark gegen Benny Siegert, der Nachschuss von Nienaber wurde wiederum auf der Linie von einem Verteidiger abgewehrt. Dann musste Heuer wieder eingreifen, er kratzte den Ball zwei weitere Male von der Linie, ehe Nullacht schlussendlich klären konnte. 

Immer wieder Heuer 

Doch auch die Kanalkicker kamen immer wieder zu Entlastungsangriffen und hätten durchaus in Führung gehen können. SVM-Tormann Simon König machte sich gegen Julian Pesl ganz groß (59.), Jonas Keller kratzte einen Abschluss von Jördens von der Linie (62.) und ein Kopfball von Joshua Klimenta ging knapp am Kasten vorbei (78.). Das Spiel, es ging hin und her und hatte einen enorm hohen Unterhaltungswert für die Zuschauer. Auch weil Mauritz es spannend machte. Jure Soce hatte Heuer schon umkurvt, zielte dann aber am leeren Tor vorbei (63.), Nienaber schoss aus kurzer Distanz übers Tor (64.) und Nils Hönicke traf nur das Außennetz (72.). 

Und dann war da ja noch Heuer. Immer wieder verhinderte Nullachts Schlussmann den Einschlag in sein Tor, außerdem traf Till Wolf die Unterkante der Latte (88.). Wie schon im Hinspiel mussten sich die Mauritzer Anhänger bis zur Extrazeit gedulden, ehe sie über das Tor zum Aufstieg jubeln durften. Hönicke flankte, Budde köpfte - und die mitgereisten Fans standen Kopf. Zum wiederholten Male war ihre Mannschaft bis zum Ende gierig geblieben, hatte den Gegner phasenweise in den eigenen Sechzehner gedrückt und erzielte in der Nachspielzeit das entscheidende Tor. Zum ersten Mal in der jungen Vereinsgeschichte spielt der SV Mauritz in der kommenden Spielzeit also überkreislich. Vor dieser Leistung kann man mal den Hut ziehen!

SC Münster 08 II - SV Mauritz 1:2 (0:1)
Tore:
0:1 Nienaber (45.+2), 1:1 Jördens (47.),
1:2 Budde (90.+1) 

Die Stimmen der Trainer 

Ivo Kolobaric (SV Mauritz): "Wahnsinn, was wir alles verschossen haben. Wir haben vier oder fünf Chancen aus einem Meter gehabt und sie nicht reingemacht. Aber was hat der Torwart von Nullacht auch alles gehalten! Man muss das auch von dieser Seite sehen. Wie so oft hat dann ein Innenverteidiger das Tor gemacht. Hätte man ein Szenario geschrieben, hätte man es so gemacht. Ich versuche, beim Feiern so lange durchzuhalten, wie es geht. Aber ich bin mir sicher, dass einige noch am Feiern sein werden, wenn ich morgen aufstehe."

Mats Uthmeier (SC Münster 08 II): "Ich fand die erste halbe Stunde von uns sehr stark, wir waren spielbestimmend und hatten ganz viel den Ball. Ich glaube, dass Mauritz ein paar Probleme mit unserer Raumaufteilung hatte. Der Sieg für Mauritz ist auf jeden Fall nicht unverdient, ich glaube aber, dass sie das Spiel auch nicht gewinnen müssen. Ganz am Ende muss man natürlich sagen, dass es für Mauritz heute um die Meisterschaft und den Aufstieg ging. Vielleicht hatten sie daher die nötigen Körner etwas mehr und uns hat die Entlastung etwas gefehlt. Ich kann der Mannschaft aber keinen Vorwurf machen. Mauritz steht zu Recht da oben und meine Jungs haben es echt gut gemacht." 

Auch, wenn wir es hier nicht wörtlich stehen haben, aber Uthmeier gehörte zu den Ersten, die den Mauritzern zu ihrem Erfolg gratulierten. Es sollten viele weitere folgen... 



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Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    SV Mauritz 06 30    129:28 83  
2    FC Nordwalde 30    92:27 77  
3    SG Sendenhorst 31    91:28 77  
4    Germ. Hauenhorst 30    87:30 76  
5    VfL Billerbeck 30    88:28 71  

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