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Kreisliga A1

Bis zum Sommer trainiert Frank Busch noch den TSV Handorf, dann zieht er einen Schlussstrich unter seine Karriere. Foto: Archiv

Das Ende einer großen Karriere


Von Finn Bruns

(20.11.24) Fünf Jahrzehnte lang trieb sich Frank Busch auf allen möglichen Fußballplätzen in NRW und insbesondere im Münsterland herum. Erst als Spieler, dann als Trainer, Co-Trainer, Torwart-Trainer oder sportlicher Leiter. Bei etlichen Vereinen hat Busch seine Spuren hinterlassen, etliche Spieler hat er trainiert, unzählige besondere Dinge erlebt. Im Sommer beendet der 61-Jährige, der momentan noch den TSV Handorf in der Kreisliga A trainiert, seine Laufbahn nun. "Nach dann 54 Jahren ist nach dieser Saison endgültig Schluss mit dem aktiven Fußball", erklärt Busch.

Schon im September habe er Handorfs sportlichen Leiter Philipp Herstelle über seinen Entschluss informiert, damit dieser genug Zeit hat, um sich um eine Nachfolgelösung zu kümmern. Gestern habe Busch dann auch gegenüber der Mannschaft erklärt, dass er sie in der kommenden Spielzeit nicht mehr trainieren wird. Herstelle betont: "Wir sind Frank sehr dankbar dafür, dass er einen guten Zug in die Truppe reingebracht hat. Wir haben eine richtig gute Trainingsbeteiligung und alle Spieler ziehen sehr gut mit, weil Frank auch viel von ihnen verlangt." Wer im Sommer auf Busch folgt, stehe bereits fest, verrät Herstelle. Gegen Ende der Woche können wir mit weiteren Informationen rechnen... 

Busch selbst begründet sein Laufbahnende mit mehreren Faktoren. Zum einen wird er im April zum ersten Mal Großvater. Ein Projekt, in das er viel Zeit hineininvestieren möchte. Zum anderen ist da der Altersaspekt: "Die Leute, die ich trainiere, bleiben ja immer gleich alt, jedes Jahr kommen 18-Jährige aus der Jugend hoch. Ich hingegen werde immer älter." Und auch seine Frau freue sich, wenn er nicht mehr drei Mal in der Woche zum Fußball muss. Busch weiß: "Irgendwann musst du das auch mal zu Hause zurückzahlen."

Erste Schritte als Trainer in Ostbevern

So viel dazu. Dann werfen wir mal einen Blick auf Buschs fußballerische Vita. Ausgebildet in der Jugend des SC Preußen Münster zog es den Torwart zu Beginn der Seniorenlaufbahn zum TuS Schloß Neuhaus nach Ostwestfalen. Später lief er auch für den Rheydter SV in Mönchengladbach auf. Zwischenzeitlich war auch mal eine Rückkehr zur ersten Herrenmannschaft des SCP im Gespräch, daraus wurde schlussendlich aber nichts. Bei Preußen Lengerich beendete er schließlich seine Spielerkarriere. "Nachdem ich ja lange relativ hochklassig gespielt habe, wurde mir in Lengerich klar, dass das nicht mehr meins war. Da ich sowieso Trainer werden wollte, habe ich mich dann für die B-Lizenz angemeldet", erinnert sich Busch. 

Seine erste Station als Übungsleiter war der BSV Ostbevern, der damals im Abstiegskampf in der Bezirksliga steckte. Es folgten Anstellungen als Co- und Torwart-Trainer bei Münster 08 und als Cheftrainer beim SV Burgsteinfurt, beim SC Nienberge und der SG Sendenhorst, bei den Landesligisten GW Gelmer und Ahlener SG. Dann ging es für Busch zum ersten Mal nach Handorf, der damals noch an der Heriburgstraße ansässig war. 2013 glückte ihm mit dem TSV der Aufstieg in die Bezirksliga, nach dem direkten Wiederabstieg im Folgejahr schloss Busch das Kapitel Handorf zum ersten Mal ab. Es ging weiter zu Westfalia Kinderhaus, mit der er 2016 den Kreispokal gewann, danach war Busch als sportlicher Leiter beim TuS Hiltrup und als Torwart-Trainer beim SC Füchtorf tätig, ehe er bei der SG Telgte und schließlich beim SC Müssingen wieder als Cheftrainer an der Seitenlinie stand. 

"Das war einfach mein Ding"

Die Arbeit im Hintergrund, die Busch in Hiltrup ausübte, gefiel dem Telgter bei weitem nicht so gut wie das regelmäßige Anleiten von Trainingseinheiten und der Ligaalltag. "Ich musste auf den Platz oder auf die Bank, wo ich die Mannschaft steuern kann und direkt ganz viel Einfluss auf das sportliche Geschehen nehmen kann - das war einfach mein Ding", so Busch. In seiner gesamten Trainerlaufbahn hat er übrigens immer nur erste Seniorenmannschaften trainiert. Landesliga oder Kreisliga B, das war ihm nicht so wichtig. Aber eine Zweitvertretung wäre für ihn nicht infrage gekommen. Zu gut kannte er die Tücken des Reservecoachens aus seiner Zeit als Spieler. 

2023 übernahm Busch dann noch einmal den TSV Handorf, der mittlerweile an die Hobbeltstraße umgezogen war. In der ersten Spielzeit gab es einen fünften Platz in der Kreisliga A, nach der Hinrunde der laufenden Spielzeit steht die Mannschaft auf Rang drei und ist noch nicht raus aus dem Titelrennen. Will Busch zum Ende seiner drei Jahrzehnte langen Trainerkarriere also noch einmal aufsteigen? "Das wäre ein absoluter Traum, ich werde noch einmal alles reinwerfen und freue mich auf jede Trainingseinheit. Ich will die Mannschaft aber nicht durch meine persönliche Situation unter Druck setzen", stellt er klar. 

Beschließen wir diesen Text mit einer Anekdote von Busch: "Manchmal grüßen mich Kinder auf den Sportplätzen von ihren Vätern, die ich zum Beispiel mal in Sendenhorst oder Nienberge trainiert habe. Ich habe gesagt, dass ich aufhören will, bevor mich der erste Enkel grüßt." 



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5    SV Bösensell 16    43:23 40  

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