Kreisliga A1
Kinderhaus muss in Westkirchen richtig ackern
von Finn Bruns
(09.11.25) Beim Duell des Drittletzten gegen den seit Wochen bärenstarken Ligaprimus hätte man wohl von einem höheren Ergebnis ausgehen können. GW Westkirchen machte seine Sache gegen die Reserve von Westfalia Kinderhaus aber richtig stark und musste sich am Ende nur wegen eines Standard-Gegentores mit 0:1 (0:1) geschlagen geben. Westkirchens Trainer Christoph Wellerdiek befand: "Vor allem gegen den Ball war es sehr, sehr gut von uns. Wir haben uns überall reingeworfen und gegen Kinderhaus kann man einfach nicht alles verhindern."
Auch von Westfalias Trainer Jonas Niemann gab es ein fettes Lob für das Kleeblatt: "Die haben es uns echt schwer gemacht. Nach der ersten Halbzeit dachte ich, dass es nur eine Frage der Zeit wird, bis bei ihnen die Kräfte schwinden. Es war aber das genaue Gegenteil - in der zweiten Hälfte haben sie noch besser verteidigt und waren immer eng an uns dran." Tatsächlich hatten die Hausherren auch die erste Großchance der Partie: Henri Leuer wurde nach einem geklärten Kinderhäuser Eckball von Rafi Kurt auf die Reise geschickt, er scheiterte aber an Leandro Cavalheri, der mal wieder das Tor der Gäste hütete. Tobi Schürmann konnte dann auch mit dem Abpraller nichts anfangen.
"Ausgleichende Gerechtigkeit" bei ausbleibenden Elfmeterpfiffen
"Ich hätte gerne gesehen, wie das Spiel bei einer Führung für uns ausgesehen hätte. Fünf Minuten später kann ihr Spieler dann komplett blank einköpfen", haderte Wellerdiek ein wenig mit dem Spielverlauf. Lukas Siepert war es, den die Westkirchener Defensive bei einem Freistoß von Christoph Göbel völlig aus den Augen verlor (24.). Nach der Pause hielt GWW-Keeper Dennis Homering dann stark gegen einen Schuss aus spitzem Winkel von Luca Mispelkamp und gegen einen Lupfer von Lorenz Weinbrenner. Mehr nennenswerte Chancen gab es aber auch nicht.
Erwähnenswert sind vielleicht noch zwei Szenen in der Schlussphase. Nach einem vermeintlich klaren Foul an Westfalias Fares Berrou gab es keinen Elfmeter, auf der anderen Seite blieb die Pfeife des Referees nach einem Handspiel von Nathanael Kruse ebenfalls stumm. "Das war dann ausgleichende Gerechtigkeit", meinte Niemann. Weiter erklärte er: "Obwohl wir nach der Pause schlechter im Spiel waren, haben wir nichts mehr zugelassen. Das ist das einzige Positive, das wir heute mitnehmen."
Wellerdiek hatte kurz vor Schluss noch einen Abschluss von Julian Nachtigäller gesehen, der aber übers Tor ging. "An unserem Spiel mit dem Ball müssen wir weiter arbeiten. Aber wir haben aus dem Spiel auch nicht so viel zugelassen. Dass nachher ein Standard das Spiel entscheidet, ist ein bisschen nervig", fand Westkirchens Trainer.
GW Westkirchen - Westfalia Kinderhaus II 0:1 (0:1)
Tor: 0:1 Siepert (24.)





































