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Rinkeroder Tiefschlaf eiskalt bestraft


von Pascal Bonnekoh

(02.12.19) Betrachtet man die gesamte Spielzeit hat sich der SV Rinkerode gegen Davaria Davensberg eigentlich gar nicht so schlecht verkauft. Doch auf Grund eines kollektiven Tiefschlafs des Gastgebers hieß es nach 19 Minuten bereits 3:0 für Davensberg. Trotz der schläfrigen Anfangsphase fanden sie schnell in die Partie zurück. Für ein Comeback reichte es bei der 2:4 (1:3) Niederlage aber nicht ganz.

In ihrer ersten Offensivaktion holte sich Davaria direkt mal einen Freistoß raus. Jerome Willocks trat an und versenkte die Kugel. Eine viertel Stunde später sah Rinkerodes Hintermannschaft abermals nicht gut aus. Nachdem ein Davensberger gleich zwei Rinkeroder Duschen schickte, stand erneut Willocks im Sechzehner völlig frei und baute die eigene Führung aus. "Was Willocks kann, das kann ich auch", wird sich Jahja Raed wohl gedacht haben, als er in der 19. Spielminute einen Freistoß zum 3:0 direkt verwandelte.

Hektik pur

Damit war das Rinkeroder Drama so ziemlich perfekt. Laut SV-Coach Roland Jungfermann war seine Truppe mit dem 0:3 sogar noch gut bedient: "Wir hätten auch 0:5 zurückliegen können. Das wäre nicht utopisch gewesen. Ein 3:0 gegen so eine abgezockte Truppe aufzuholen ist ein dickes Brett." Seine Spieler sahen das wohl ein bisschen anders und setzten sich einfach mal sofort ans Comeback. Nur eine Minute nach der dritten Bude Davensbergs traf Michael Vogel zum Anschluss. Kurz vor der Pause vergab Sulaxan Somaskantharajan dann auch noch die riesen Chance zum 2:3. Als der gegnerische Schlussmann bereits geschlagen war, schoss er einen Gegenspieler auf der Torlinie an.

"In der Halbzeit bin ich dann seit längerem mal wieder laut geworden", so Jungfermann. Um die Hektik dieses Spiels auf den Siedepunkt zu treiben, machte Stefan Wiewer es nach einem lange Ball besser als sein Mitspieler und traf in der 67. Minute zum 2:3. Ab diesem Moment herrschte auf Rinkerodes Sportplatz Chaos. " Die wissen, wie man es dann machen muss. Hektik kann Davensberg deutlich besser, als wir", berichtet Jungfermann.

Rinkerodes Aufholjagd musste kurz vor dem Ende der Partie einen heftigen Dämpfer einstecken. Nachdem Wiewer nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte gesehen hatte, war der SV plötzlich nur noch zu zehnt auf dem Platz. Statt des Ausgleichs gab es daher die Vorentscheidung. Mit dem Treffer zum 4:2 machte Willocks In der fünften Minute der Nachspielzeit seinen Hattrick perfekt.

SV Rinkerode - Davaria Davensberg     2:4 (1:3)
0:1 Willocks (1.), 0:2 Willocks (16.)
0:3 Raed (19.), 1:3 Vogel (20.)
2:3 Wiewer (67.), 2:4 Willocks (90.+5)

Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Karte für Rinkerodes Stefan Wiewer (87./wiederholtes Foulspiel)

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