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"Der beste Einstieg für mich"


Von Fabian Renger

(22.03.21) Öffnet externen Link in neuem FensterAm 14. August 2010 lief Mesut Özil letztmals für Werder Bremen auf. 9.120 Zuschauer waren Zeugen seines Abschieds beim Pokalspiel bei RW Ahlen. Wenige Tage später wechselte Özil zu Real Madrid. Aber es war auch quasi der Tag des Abschieds für Janis Kraus. Der lief damals im Dress der Ahlener auf, verlor mit RWA 0:4 und stieg Bremens Per Mertesacker auf die Füße. Die mehrfache Bestrafung: Die Gelbe Karte, eine heftige Verletzung am Sprunggelenk und das Ende des (kurzen) Profitraums für den 20-Jährigen.

Juckt euch sicherlich wenig, was irgendeinem Janis Kraus irgendwann mal irgendwo irgendwie widerfahren ist. Also dann machen wir es kurz und bündig: Dieser Janis Kraus ist inzwischen 31 Jahre jung und nun dritter verantwortlicher Cheftrainer beim SV Rinkerode. Darüber setzte uns Burkhard Weber, Abteilungsleiter Fußball des SVR, nun in Kenntnis: "Er kann unseren vielen jungen Spielern durch seine Erfahrung viel Input geben und einen guten Rückhalt geben. Das kann uns nur gegenseitig befruchten."  Gemeinsam mit Jörg Raabe-Staljan und Sven Kuschel, die 2020 im Amt begonnen hatten, ist Kraus nun gleichberechtigter Chefcoach.

Bruder von Sendenhorsts Coach Florian Kraus

Tja, Kraus. Ein Name, bei dem es direkt mal klingelt. Er ist nämlich der drei Jahre jüngere Bruder von Florian Kraus, Trainer der SG Sendenhorst. Wäre da zum Einstieg ins Trainergeschäft nicht eine Brüdervereinigung die naheliegendere Variante gewesen? Nicht ausgeschlossen für einen Tag in der Zukunft. Aber Stand jetzt war der SVR die attraktivere Adresse. Der Fußweg von Janis Kraus zum Platz in Rinkerode beträgt nur fünf Minuten. Vor rund einem Jahr zog er in den Ort. "Das ist der beste Einstieg für mich", sagt er, der mittlerweile als Richter am Ahlener Amtsgericht sein Geld verdient. Wenig Fahraufwand sollte es daher sein. Und na gut: Eine Brüdervereinigung gab es ja auch schon. Vor einigen Jahren, als Janis Kraus gemeinsam mit seinem Bruder beim FC Gütersloh kickte und kurz die D-Jugend trainierte. Das war es aber auch mit der Trainererfahrung.

Wie gesagt: Einstieg und so. Janis Kraus peilt die B-Lizenz an. Und in puncto Erfahrung kann er der SVR-Equipe viel erzählen. Nicht nur von Mesut Özil oder Per Mertesacker. Für Ahlen schnupperte er in der 3. Liga rein, spielte für die Wersestädter auch einmal in der 2. Liga. Nach der schweren Verletzung war er dreieinhalb Jahre raus, ehe er in Gütersloh unterkam. Anfang 2013 war das. Er blieb zweieinhalb Jahre, flemmte über 100-mal in der Oberliga, später dort noch für den SV Lippstadt. Zum Ausklang der Laufbahn und zur Zeit seines Refrendariats ging's abschließend zu TuRu Düsseldorf. Überwiegend wurde Janis Kraus auf der 'Sechs' eingesetzt, auch die Außenbahn war ein bekanntes Terrain für ihn. "Ein Trainer sagte mal zu mir, ich wäre ganz hilfreich, weil ich überall spielen kann", erzählt er heute lachend.

Kuschel: "Win-win-Situation"

Erfahrung hat er also. Ligentechnisch und positionstechnisch. Im Gespräch mit Raabe-Staljan und Kuschel habe es sofort gefunkt. "Er hat gefragt, ob er irgendwo gebraucht wird", berichtet Kuschel. Natürlich lehnst du da ja nicht ab. "Es war für uns eine Win-win-Situation. Das ist für uns eine super Geschichte, weil er als Spieler jemand war, der immer geschaut hat, was kann man besser machen." Auch die Ansicht vom Fußball sei deckungsgleich, sagen Kuschel und Kraus unisono. "Mein Grundgedanke ist es, viel mit dem Ball zu machen", sagt der Trainer-Neuzugang. Aktiver Fußball also. "Den Ball nach vorne schlagen und hinterher rennen - für so einen Fußball braucht man sich ja nicht zwei- bis dreimal die Woche treffen."

Kuschel hat sogar die Hoffnung nicht aufgegeben, Janis Kraus noch einmal in Aktion zu sehen. "Wer weiß, vielleicht halten die Knochen ja", flachst er. "Aber der Fokus liegt darauf, von seiner Erfahrung zu profitieren...." Und Kuschel fährt etwas lachend fort:"...und dass er im Gegensatz von Jörgs und meiner Erfahrung als Trainer profitieren kann." Er freut sich zudem über vielfältige Möglichkeiten, die Mannschaft in unterschiedlichere Trainingsgruppen (z.B. für Rekonvaleszenten) aufteilen zu können.

Fun Fact zum Textende gefällig? Gerneeeeee! Am ominösen 14. August feiert Janis Kraus' Bruder Florian Geburtstag. Zufall? Schicksal? Wir wissen's nicht...

Kaderplanung im vollen Gange

Kuschel und Raabe-Staljans Verlängerung ist seit Anfang Februar raus. Bereits damals berichteten wir: Es bleibt alles so, wie es ist. Kein Spieler wird den Tabellensiebten verlassen. Vorbehaltlich etwaiger beruflicher, studienbedingter oder privater Veränderungen natürlich. Bleibt's dabei?  "Wir sind gut aufgestellt, auch perspektivisch", sagt Weber. "Man muss ja nicht jedes Jahr einen Umbruch starten", ergänzt Kuschel. Ausgeschlossen sind Verstärkungen in der Spitze allerdings nicht. In der Breite sei man gut aufgestellt, sagen beide Verantwortlichen. Aber Weber betont: "Nach wie vor möchten wir ganz gerne ein, zwei erfahrene Leute verpflichten, die der Mannschaft mehr Stabilität geben." Daraus macht auch Kuschel keinen Hehl. Mit potenziellen Kandidaten sei man in Gesprächen, allerdings durchkreuzt Corona hier aktuell etwas Konkreteres.

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