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Kreisliga A2

Felix Schmidt (r.) konnte mit seinen Rinkeroder Mannschaftskameraden die knappe Führung ins Ziel retten. Auch weil unter anderem Emmanuel Boryor (l.) ein paar Chancen liegen ließ. Foto: Greshake

Rinkerode kann es ja doch noch


Von Pascal Bonnekoh

(05.03.23) Nach sechs sieglosen Spielen in Folge schlug der SV Rinkerode nicht nur GW Amelsbüren, sondern drehte sogar einen Rückstand. Schon so häufig in dieser Spielzeit fielen die Rinkeroder nach einem Gegentor in sich zusammen. Nicht so an diesem Sonntag. Nach rumpliger Anfangsphase kamen die Rinkeroder zurück ins Spiel und rettenden die knappe 2:1 (2:1)-Führung ins Ziel.

Die ersten 20 Spielminuten dominierten wiederum noch ganz eindeutig die Gäste. Emmanuel Boryor, Niklas Thewes und auch Benedikt Sollik per Freistoß bekamen die Kugel zunächst aber noch nicht über die Linie. In der 14. Spielminute machte es Thewes dann allerdings auch schon besser. Nach Vorarbeit von Moritz Leisgang schob er die Kugel ins lange Eck. Leisgang sollte eigentlich übrigens gar nicht auf der Platte stehen. Verletzungs- und krankheitsbedingt musste er dann aber doch rund 60 Minuten ran.

"Rinkerode hat uns in der Phase den Schneid abgekauft"

Nach dem Gegentreffer legten dann aber auch die Rinkeroder so langsam einen Gang zu. Tilo Wehr ließ die erste ordentliche Gelegenheit des SVR zwar noch liegen, aber Nicolas Ruß glich nach Vorarbeit von Alexander Kiel die Partie dann doch recht frühzeitig schon wieder aus (23.). Und Kiel selbst schoss kurze Zeit später die Hausherren sogar in Front. Nach einem tiefen Ball von Aron Jakab ließ er Sollik im Regen stehen und feuerte das Spielgerät mit seinem linken Fuß ins lange Eck (26.). Insbesondere Kraus freute sich über die zwei schnellen Antwort: "Wir haben darüber gesprochen, dass wir häufig in der Hinrunde eingebrochen sind. Da haben wir letzte Woche und auch heute gezeigt, dass wir dazugelernt haben und das Spiel in unsere Richtung biegen können."

Von dem Schock mussten sich die Gäste erstmal erholen. "Rinkerode hat es dann auch gut und clever gemacht. Die haben das Spielfeld sehr in die Länge gezogen und wir haben es nicht geschafft, die Kompaktheit zu halten. Rinkerode hat uns in der Phase den Schneid abgekauft und daher auch verdient zur Halbzeit geführt", so Amels-Coach André Frankrone. Ab der 60. Spielminute fanden die Grün-Weißen dann aber so langsam wieder zurück in ihren Flow. Unter anderem Boryor und Thewes ließen dicke Chancen auf den Ausgleich jedoch liegen. "Wir haben den Ball nicht aufs Tor gebracht oder sind an einem überragenden Steffen Rips gescheitert", ärgerte sich Frankrone.

Erarbeitetes Glück

Die Schlussphase wurde dann aber sogar nochmal bitterer für die Grün-Weißen Gäste. Denn in der 90. Spielminute sah nicht nur Sollik nach einem Foulspiel die Gelb-Rote Karte, sondern nur zwei Minuten später wurde auch noch Linus Hamsen des Platzes verwiesen. Zumindest die erste Ampelkarte konnte Frankrone nachvollziehen: "Er hatte kurz zuvor eine Gelbe wegen Meckerns gesehen und dann ein gelbwürdiges Foul gemacht. Das war einfach nur dumm in der Situation." Bei Hamsen hätte sich der Coach jedoch deutlich mehr Fingerspitzengefühl gewünscht: "In der ersten Halbzeit hätte der Schiedsrichter fünf Verwarnungen geben müssen. Da hat er eine lange Leine gezeigt. Ab der 75. Minute fing er dann aber an, Karten links und rechts zu verteilten."

Dementsprechend bedient war Frankrone dann auch: "Das war ein sehr gebrauchter Tag für uns, den wir uns aber absolut selber zuzuschreiben haben. Wir haben es nicht geschafft, nach der Führung unser Spiel beizubehalten. Durch zwei Tore wurde dann viel kaputt gemacht und am Ende sind wir nicht wieder zurückgekommen. Dann hat Rinkerode irgendwie auch verdient gewonnen." Kraus war hingegen einfach nur glücklich, dass seiner Truppe der so dringend benötigte Befreiungsschlag gelang: "Wir haben angeknüpft an letzter Woche. Wir haben mit absoluter Leidenschaft Fußball gespielt und wurden dafür heute belohnt. In den letzten Minuten hatten wir zwar ein wenig Glück, aber das hatten wir uns dann auch erarbeitet."

SV Rinkerode - GW Amelsbüren     2:1 (2:1)
0:1 Thewes (14.), 1:1 Ruß (23.),
2:1 Kiel (26.)
Gelb-Rote Karte: Amelsbürens Sollik (90./Foulspiel), Amelsbürens Hamsen (90.+2/Foulspiel)



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