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Kreisliga A2

1:0! Jubeeel! "Dimi" (#10) hat Saxonia Münster soeben mit 1:0 in Führung geschossen. Der Anfang vom Ende des TuS Ascheberg... Fotos: Renger

"Hände hoch, das ist ein Überfall": Saxonia rasiert Ascheberg


Von Fabian Renger

(30.05.24) In den Schlussminuten skandierten die Fans von Saxonia Münster nur noch einen Song. "Hände hoch, das ist ein Überfall" schallte es über die Anlage des SV Bösensell. Saxonia spielte dort im A2-Abstiegs-Relegationsspiel gegen den TuS Ascheberg. Ach, was schreiben wir: Saxonia spielte MIT dem TuS Ascheberg. Nach 90 Minuten stand es 5:0 (1:0) für die Münsteraner, die die Klasse damit gehalten haben. Das Match hatte wirklich was von einem Überfall. Jegliche martialische Überschriften, die einem einfallen würden, sparen wir uns an dieser Stelle. Saxonia hatte Ascheberg rasiert und den TuS in die B-Liga geschickt.

"Heute war's indiskutabel", redete TuS-Coach Oliver Logermann nicht lange drum herum. "Sprachlos. Das tut weh, Kreisliga B. Das hab ich mir anders vorgestellt. Da müssen wir jetzt zusammen durch." Allerdings war der Spielbeginn gar nicht so verkehrt aus TuS-Sicht. Ascheberg kam mit viel Engagement aufs Feld. Und wer weiß, was passiert wäre, wenn Yannick Westhoff aus drei Metern nicht knapp drüber geschossen hätte (2.).

Saxi war on fire

Doch das schien der Weckruf für die Saxonen gewesen zu sein. Ihre Offensive um Boubacar Sidi Diallo, Alex Schröer und Co war stets viel zu schnell, Aschebergs Außenverteidiger sahen oft nur die Rücklichter. Besonders ein Saxone hatte richtig Lenz auf diesen Nachmittag: Dimitrios Chatziantoniou. Nach einem Einwurf auf der rechten Seite rutschte der Ball im Zentrum zu ihm durch und er schweißte ihn oben links ein (13.). Es folgten weitere Tohuwabohus im Strafraum, gerade so geblockte Abschlüsse von Chatziantoniou, den wir ab sofort nur noch "Dimi" nennen werden, und und und: Saxi war on fire.

Die Münsteraner spielten eine ordentliche Kugel, verfügten definitiv über die bessere Spielanlage, sie waren frischer im Kopf, holten gefühlt alle zweiten Bälle und gewannen obendrein fast alle Luftduelle. Vom TuS gab's meistens nur langen Hafer. "Wir wollten dieses Spiel unbedingt haben, aber heute hat's nicht gereicht", stellte Logermann ernüchtert fest. Seine Elf konnte von Glück reden, dass Diallo am stark reagierenden TuS-Schnapper Justus Sandhowe scheiterte, der die Pille an den Pfosten lenkte (26.). Schröer traf noch das Außennetz (39.).

Kein Abschied nach Maß: Dustin Hölscher (v.) machte gegen Saxonia sein letztes Spiel überhaupt - und sagt nun mit dem Abstieg 'Lebewohl'.

Von Ascheberg kam offensiv kaum was. Und dann war der Ausgleich trotzdem fast da: Mirco Frenking setzte sich töfte links durch und seine flache Hereingabe rutschte auf den zweiten Pfosten durch. Dort schlug ein Münsteraner ein Luftloch, aber kein Abnehmer stand bereit (42.). "Natürlich hatten wir das Quäntchen Glück auf unserer Seite", wusste Saxonias Trainer Christoph Haberland.

Zur zweiten Halbzeit wechselte sich Logermann selbst ein. Es nützte ja nichts. Ascheberg hatte wie im ersten Abschnitt die erste Großchance. Felix Markhoff stand in der Luft - was nötig war, die Flanke war etwas zu hoch angesetzt, sein Kopfball ging drüber (49.). Joar. Und dann zog Saxonia Ascheberg ein- für allemal den Stecker. "Dimi" prügelte die Kugel von rechts aus einem ziemlich spitzem Winkel ansatzlos oben links in den Giebel - 2:0 (57.) "Der Junge ist einfach phänomenal", lobte Haberland. "Genauso aber die ganze Truppe. Die hat sich das heute verdient!" Das 3:0 folgte umgehend. Pechvogel Niklas Piwecki wollte zu Sandhowe zurückspielen, verfehlte diesen maßlos und so hatte Friedrich Erasmi leichtes Spiel (59.).

Ascheberg war noch gut bedient

Nun war Ascheberg weg vom Fenster. Die restliche halbe Stunde hatte ein bisschen was von 'ergeben'. Simon Kleeberg legte das 4:0 nach (75.) und Jannik Uttermann markierte den 5:0-Endstand (77.). "Wir waren am Ende noch gut bedient mit dem 5:0..", befand Logermann. Tatsächlich ließen die Münsteraner Gnade vor Recht walten und noch etliche weitere dicke Dinger liegen. Haberland war's egal. Er hatte die volle Kapelle am Start und zum wichtigsten Spiel der Saison keinen Ausfall zu beklagen. Fünf Spieler musste er aus dem Kader streichen. "Was Schöneres gibt es als Trainer nicht, irgendwie aber auch nichts Beschisseneres. Die Truppe hat das wirklich überragend gemacht", mag Haberland sein Team. Die Nacht am Saxonen-Büdchen dürfte lang werden. Ascheberg steigt indes am Donnerstagabend noch in den Flieger Richtung Malle. Das wird dann eher Frustsaufen....

Saxonia Münster - TuS Ascheberg 5:0 (1:0)
1:0 Chatziantoniou (13.), 2:0 Chatziantoniou (57.)
3:0 Erasmi (59.), 4:0 Kleeberg (75.)
5:0 Uttermann (77.)



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