Kreisliga A2
Gievenbecks Einspruch wurde stattgegeben
Von Pascal Bonnekoh
(28.11.25) Wir rollen die Situation jetzt nicht nochmal auf. Ihr habt die relevante Szene aus dem Spiel zwischen Fortuna Schapdetten und dem 1. FC Gievenbeck II sicherlich auch alle längst gesehen. Ansonsten könnt ihr euch hier nochmal schlau machen. Rund zwei Wochen nach der Partie steht jetzt fest, dass Gievenbecks Einspruch stattgegeben wurde. Laut dem Urteil des Sportgerichts ist somit ein neues Spiel anzusetzen. Die Fortunen haben allerdings zehn Tage Zeit, um ihrerseits Einspruch einzulegen.
Darüber wird laut Schapdettens Coach Jens Tendahl am heutigen Abend diskutiert: "Wir schauen mal, ob wir das tun. Prinzipiell wäre mein Wunsch, das Spiel bereits am 07.12 nachzuholen. Es wäre nett, wenn man uns zumindest in dieser einen Sache entgegenkommt." So richtig zufrieden ist er offensichtlich nicht mit der offiziellen Entscheidung. "Für mich wird da ein zu großer Aufwand gemacht für das, was eigentlich passiert ist. Die Entscheidung auf den Freistoß hat natürlich das Ergebnis beeinflusst. Wir reden hier aber über einen Freistoß aus 30 Metern."
Tendahl: "Wir sind Kreisliga-Spieler und machen Fehler, genauso wie Kreisliga-Schiedsrichter"
Tendahl ließ in den vergangenen Tagen die Sache einfach nicht los und bat daher kurzerhand die KI um Hilfe. "Ich habe ChatGPT gefragt, wie hoch der Expected Goal-Wert bei einem Freistoß aus 30 Metern ist. Die Antwort war 0,01 Prozent. Wenn wir den Ball auf den linken Flügel gebracht hätten und dann über Sven Lengers vor das Tor, wäre das ein weitaus höherer xG-Wert gewesen." Tendahl setzte sich außerdem für den Schiedsrichter ein. "Wir sind Kreisliga-Spieler und machen Fehler, genauso wie Kreisliga-Schiedsrichter. Das muss man akzeptieren. So öffnet das Tür und Tor für weitere Proteste. Ich kann Gievenbeck ein stückweit verstehen, dass sie das nutzen. Ich halte da aber nicht viel von. Und wer beschützt hier eigentlich den Schiedsrichter?"
Auf Gievenbecker Seite möchte Patrick Hartung wiederum erstmal auf das rechtskräftige Urteil warten: "Schapdetten kann Einspruch einlegen. Somit ist das weiterhin ein laufendes Verfahren. Das ganze Thema wurde in den letzten Tagen aber auch emotional so hochgekockt, dass ich mich lieber auf das Wesentliche konzentrieren möchte." An ein Wiederholungsspiel noch in diesem Jahr glaubt er allerdings nicht: "Wir sind seit einer Woche nicht mehr im Training. Und normalerweise dauert sowas auch länger. Letztes Jahr haben wir gegen Aasee auch erst im neuen Jahr gespielt."
Wir dürfen also alle noch ein wenig länger über diese ganze Situation fachsimpeln. Irgendeine Beschäftigung brauch man ja schließlich bei dem grauen Wetter.


































