Kreisliga A2
Ein (alter) neuer Linksfuß und ein neuer Co
Von Fabian Renger
(13.01.26) Schande über uns! Kurz vor Weihnachten haute der BSV Roxel nicht nur die Verlängerung mit Trainer Sebastian Hänsel raus, sondern auch weitere Personalien. Etwa die Verpflichtung von Christoph Apel als Co-Trainer ab dem kommenden Sommer. Oder die Rückholung von Jan Guddorf. Der Youngster wechselt im Sommer vom SV Bösensell zu den Kleeblättern. Sowohl Apel als auch Guddorf haben wir euch verschwiegen. Wie gesagt: Schande!
Doch das holen wir rasch nach. Guddorf wieder zurückzuholen, dafür gab es einige gute Gründe. Er ist beispielsweise Linksfuß – das schadet nie. Und mit 1,93 Metern bringt der 21-Jährige eine stattliche Größe mit. Auch das schadet nicht. Was ebenfalls nicht schadet: seine Herkunft. Denn Guddorf ist Roxeler, in der U6 des BSV machte er die ersten Schritte als Fußballer. Vor zwei Jahren wagte er den Sprung nach Bösensell.
Offensiv vielseitig einsetzbar - Apel kommt aus Capelle
Am Helmerbach kommt er bisher auf 38 Einsätze in der Liga und neun Tore. „Jan ist ein vielseitig einsetzbarer Offensivspieler“, erklärt Hänsel. Stürmer, Zehner, Außenstürmer: alles denkbar. Besonders seine BSV-Vergangenheit sei eine ganz wichtige Sache gewesen. „Wir versuchen ja seit geraumer Zeit, die Identifikation mit Roxel voranzutreiben und bei uns im Kader zu integrieren. Jan hat sich unter Bernd in Bösensell sicherlich gut entwickelt, und wir nehmen ihn gerne im Sommer wieder zurück zu uns.“
Ebenfalls gerne dazu nimmt er Apel als Co-Trainer. Der ist aktuell noch Spieler des SC Capelle in der Kreisliga B3 – mit über 40 Jahren wohlgemerkt. Drei Kreuzbandrissen trotzte er bereits, wie
er den Ruhr Nachrichten erzählte. „Der Kontakt nach Roxel ist über die Arbeit entstanden“, berichtet Apel den Kollegen. Hänsel und er seien Arbeitskollegen. „Und wir haben gemerkt, dass wir sehr ähnlich über Fußball denken.“ Als Co-Trainer wird er sich voll und ganz auf den Trainerjob fokussieren und seine ersten Erfahrungen als Trainer im Herrenbereich sammeln. „Ich denke, dass er viel mitbringt – vor allem in Sachen Kommunikation und Persönlichkeit“, sagt Hänsel über seinen künftigen Kompagnon. Auch Teamchefin Lea Giebel bleibt ihm überdies erhalten.
"Nach unten schaue ich nicht"
Mittlerweile ist Hänsel auch mit den Kadergesprächen weitestgehend durch – zu 80 Prozent jedenfalls, schätzt er. Abgesehen von den üblichen Fragezeichen aus beruflichen oder studienbedingten Gründen sehe es gut aus. Und am heutigen Dienstagabend stehen die Kleeblätter erstmals wieder auf dem Platz. Hänsel bittet zum Trainingsauftakt. Der BSV steht auf Rang sechs mit 28 Zählern. „Nach unten schaue ich nicht“, stellt Hänsel klar. Sieben Punkte beträgt bereits der Vorsprung auf Platz neun, also kann er tatsächlich beruhigt(er) den Blick nach oben richten. Bis Platz vier sind es nur zwei Pünktchen. „Wir wollen deutlich konstanter auftreten“, so Hänsel, der sich auch weniger Verletzungen wünscht.







































