Kreisliga A2
Bösensell bald ohne Bernd
Von Pascal Bonnekoh
(03.12.25) Nach der so erfolgreichen Hinserie mit 40 Punkten und der Tabellenführung kommt die Nachricht doch ein wenig überraschend daher. Zum Ende der Saison verabschiedet sich Bernd Westbeld nach vier gemeinsamen Jahren vom SV Bösensell. Erwartungsgemäß sind die Gründe rein privater Natur.
"Ich habe eine Familie mit drei Kindern. Seitdem ich 14 bin, bin ich fast jeden Sonntag irgendwie wegen Fußball unterwegs. Erst war ich Schiedsrichter und Spieler, dann Schiedsrichter, Spieler und Trainer, dann Schiedsrichter und Trainer und jetzt nur noch Trainer. Ferien ohne Fußball gab es nicht", erläutert Westbeld seine Beweggründe. Und obwohl es für die Bösenseller am Ende dieser Saison womöglich hoch in die Bezirksliga geht, sieht der Coach auch positive Aspekte für die Mannschaft: "Ich war vier Jahre in Bösensell und davor viereinhalb Jahre in Roxel. Manche Jungs sind seit der ersten Minute dabei. Mit einigen von ihnen habe ich sogar selbst noch auf dem Platz gestanden. Es ist Zeit, dass die Jungs dort vorne mal jemand anderen sehen, der ihnen nicht immer dasselbe erzählt."
Julius Leifken ist auf Partnersuche
Jürgen Leifken, Vorsitzender der Fußballabteilung beim SVB, hat die Hiobsbotschaft bereits auf sich zukommen sehen, ist dennoch enttäuscht: "Wir haben nicht gerade hurra geschrien. Wir waren aber ein Stück weit vorbereitet, da Bernd das bei seiner letzten Verlängerung schon angedeutet hatte. Auf Grund des Verlaufs der Hinserie, die sehr positiv war, haben wir gehofft, dass er sich vielleicht umentschieden hat. Die Gründe liegen aber ja nicht im sportlichen Bereich. Daher haben wir uns nicht wirklich viel Mühe gegeben, ihn umzustimmen. Er weiß genau, was er am SV Bösensell hat."
Das weiß Westbeld tatsächlich sogar ziemlich gut: "Die aktuelle Situation macht es nicht einfacher. Das Sportliche sei mal dahingestellt. Die Truppe ist überragend. Sie hat mir die Entscheidung richtig schwergemacht. Irgendwann muss man aber auch mal über etwas anderes nachdenken." Das heißt aber nicht, dass wir Westbeld für immer Adieu sagen müssen. "Ich sage nicht, dass ich auf keinen Fall mehr Trainer machen möchte. Ich suche aber auch nicht aktiv nach einer neuen Aufgabe."
Leifken wird hingegen erstmal wohl oder übel auf Erkundung gehen müssen. Zu seinem Glück hält sich der Umbau in Grenzen. "Julius Leifken wird in die erste Reihe rutschen und Gufäb Hatam bleibt nach wie vor spielender Co-Trainer. Wir suchen aber nach einem gleichberechtigten ersten Trainer. Diese Kombination hat uns in den letzten Jahren gutgetan. Das ist zwar auch ein finanzieller Aufwand, die sportlichen Ergebnisse geben uns aber recht. Und es ist auch für die Trainer einfacher, das Training zu leiten." Einen Kandidaten gibt es bis dato noch nicht.


































