Kreisliga A2
Grün-Weißes Statement
Von Pascal Bonnekoh
(09.11.25) Das Titelrennen ist offiziell eröffnet. Im Spitzenspiel platzierte GW Amelsbüren ein dickes Ausrufezeichen und fegte Davaria Davensberg mit 4:0 (2:0) vom Platz. Damit setzen sich die Grün-Weißen gemeinsam mit dem 1. FC Gievenbeck II und dem SV Bösensell ein Stück weit vom Rest der Liga ab.
Amelsbürens Trainer André Frankrone war nach Abpfiff entsprechend glücklich: "Es macht gerade einfach Bock. Wir wollten eine Mischung aus der letzten halben Stunde gegen Aasee, wo wir richtig gut gekämpft haben, und dem Spiel gegen Senden, wo wir spielerisch richtig stark waren, an den Tag legen. Das haben alle richtig geil gemacht." Und so ein ganz klein bisschen Spielglück gehört dann eben auch noch dazu. Denn während bei den Gästen unter anderem Joe Breloh und Benjamin Leifeld ihre Chancen ungenutzt liegen ließen, traf Marius Klönne in der 22. Minute eiskalt zur Amelsbürener Führung. Eine scharfe Hereingabe von Kai Kleine-Wilke köpfte er über die Linie.
Atalan: "Wir wurden auf die brutalste Art und Weise bestraft"
Ähnlich verlief der Rest der ersten Halbzeit. Zunächst vergaben Benjamin Leifeld und Leon Skegro weitere Möglichkeiten. Dann waren wieder die Hausherren an der Reihe. Nach einem Konter über die linke Seite erhöhte Sebastian Hübener in der dritten Minute der Nachspielzeit auf 2:0. "Ich kann in den ersten 55 bis 60 Minuten meinen Jungs keinen Vorwurf machen. Wir wurden auf die brutalste Art und Weise bestraft. Wie wir da mit einem 0:2 in die Pause gehen konnten, kann man sich so nicht erklären", ärgerte sich Davensbergs Trainer Rohjat Atalan.
Im zweiten Durchgang ließen die Amelsbürener dann nicht mehr viel anbrennen. Die Davensberger Offensivbemühungen ließen allmählich nach, ehe Niklas Mersmann nach Vorarbeit von Hübener und Moritz Leisgang die Vorentscheidung besorgte (71.). Und kurz vor Schluss platzierte Moritz Leisgang nach erneuter Vorlage von Hübener auch noch die Kirsche auf der Sahnetorte (85.). "Zu Null war dann noch ein leckeres i-Tüpfelchen. Hut ab. Die Jungs erarbeiten sich das gerade. Und die Breite zieht voll mit - vom Ersatztorwart über den Betreuer bis hin zu den Leuten, die auf dem Platz stehen. Wir haben gerade einen Flow, den wir gerne weiter mitnehmen. Das ist schon sehr reif, was die Jungs da zocken", frohlockte Frankrone.
Atalan war hingegen geknickt: "Ich hatte mich vor dem Spiel etwas gewundert, wie Amelsbüren in dieser Liga, die ich nicht schlecht finde, schon über 50 Tore haben kann. Jetzt weiß ich, warum. Die waren extrem effizient. Wenn wir unsere Dinger vorne nicht machen, kann man gegen so einen Gegner, der seit längerem schon zusammenspielt, auch mal untergehen. Ich verliere aber lieber einmal 0:4, aber viermal 0:1."
Davaria Davensberg - GW Amelsbüren 0:4 (0:2)
Tore: 0:1 Klönne (22.), 0:2 Hübener (45.+3),
0:3 Mersmann (71.), 0:4 Leisgang (85.)





































