Kreisliga A2
Sendens Standardschwäche schlägt wieder zu
Von Pascal Bonnekoh
(10.11.25) Die Standardschwäche des VfL Senden II wird von Woche zu Woche immer ein wenig absurder. Bei der 3:5 (2:1)-Heimniederlage gegen den IKSV Münster kassierte man laut Coach Marcel Berik bereits die 20. Bude nach einem ruhenden Ball - und das bei insgesamt 43 Gegentoren. Beinahe jedes zweite Gegentor resultiert also aus einer Standardsituation.
Dabei starteten die Sendener mal wieder hervorragend ins Spiel. "Wir haben vorne angepackt, den Gegner unter Druck gesetzt und zu Fehlern gezwungen", meinte Berik. Die erste Belohnung holte man sich direkt nach dem Anstoß ab. Berik schlug die Kugel nach vorne, wo Matthias Althaus einen Abspielfehler vom Münsteraner Schlussmann Mohammad Mosab Younusi eiskalt ausnutzte und zum 1:0 einschob. Ähnlich fiel auch der zweite Treffer der Hausherren. Wieder vertändelten die Gäste den Ball und erneut trat Althaus als Nutznießer in Erscheinung (24.). "Das war natürlich kein guter Start. Wir haben uns davon aber nicht unterkriegen und weiter den Ball sehr gut laufen lassen", berichtete IKSV-Coach Baran Bary.
Bary: "Ganz viel Lob und Anerkennung an meine Truppe"
Dann wurde den Sendenern natürlich wieder ein Standard zum Verhängnis. Janes Niehoff traf aus dem Gewühl heraus zum 1:2 (32.). Und im zweiten Durchgang drehten die Gäste dann auf. Kurz nach Wiederbeginn besorgte erst Konstantin Krimphoff den Ausgleich (49.). Dann legte nur zehn Minuten später erneut Niehoff auch schon die Führung nach. "Janes ist hervorzuheben. Er hat das Spiel humpelnd bestritten und trotzdem seine zwei Buden und Vorlagen gemacht. Wir waren sehr effektiv", freute sich Bary. Eine Kugel hatte aber auch der VfL noch im Lauf. Nach einer kurz ausgeführten Ecke marschierte David Schmitz in den gegnerischen Strafraum, wo er von Niehoff einmal mustergültig gestempelt wurde. Der Gefoulte nahm sich selbst dem fälligen Strafstoß an und verwandelte ihn zum 3:3 (67.).
Für die abstiegsbedrohten Sendener wäre auch dieser eine Punkte bereits enorm wichtig gewesen. Das letzte Wort oder um exakt zu sein sogar die letzten beiden Worte hatte aber Krimphoff, der in der ersten und der vierten Minute der Nachspielzeit aus dem 3:3 ein 5:3 machte und damit den IKSV so gerade noch aus der Patsche half. "Ganz viel Lob und Anerkennung an meine Truppe. Wir waren ziemlich zusammengewürfelt. Einige Spieler haben auf Positionen gespielt, auf denen sie noch nie gespielt haben, und wir hatten Spieler aus unserer zweiten Mannschaft dabei. Jetzt kommt das spannendste Spiel der Saison gegen Davensberg. Und dann schauen wir, wie es läuft", freut sich Bary bereits aufs kommende Wochenende.
Für Berik dürfte sich die bisherige Saison hingegen wie ein wiederkehrender Albtraum anfühlen: "Wir haben uns leider wieder nicht belohnt für ein eigentlich in großen Teilen gutes Spiel von uns. Wenn wir wie eh und je die Standardgegentore nicht bekommen, sieht es komplett anders aus. Wir bekommen das aktuell aber irgendwie nicht verteidigt. Wir haben einfach ein falsches Verhalten im Mann-gegen-Mann."
VfL Senden II - IKSV Münster 3:5 (2:1)
Tore: 1:0 Althaus (1.), 2:0 Althaus (24.),
2:1 Niehoff (32.), 2:2 Krimphoff (49.),
2:3 Niehoff (59.), 3:3 Schmitz (67./FE),
3:4 Krimphoff (90.+1), 3:5 Krimphoff (90.+4)





































