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U19-Kreismeister 2017: SC Greven 09

Nullneun-Jugend rockt jetzt den Überkreis


Von Christian Lehmann

(18.06.17) Manchmal ist es ein kleiner Aussetzer, der über Auf- und Abstieg entscheidet. Im ausgeglichenen Endspiel um Kreismeisterschaft und Bezirksliga-Aufstieg der U19-Junioren war es dieser eine Moment, in dem Sendens Torhüter Justus Falke der Ball über den Schlappen rutschte. Grevens Nasimon Fousseni nutzte den Bock und schoss in der 31. Minute das Goldene Tor beim 1:0 (1:0)-Sieg, das Greven nach zwei Jahren Abstinenz zurück in die Bezirksliga bringt. Damit ist Nullneun künftig mit allen Großfeldteams überkreislich vertreten.

Allerdings hatten die Schöneflieth-Kicker vor rund 300 Zuschauern an der Mecklenbecker Egelshove alles andere als ihr bestes Saisonspiel gezeigt. Da Senden clever die Räume zustellte und erst in der eigenen Hälfte die erste Pressinglinie aufbaute, agierte die Mannschaft von Michael Menke und Harald Peppenhorst meist mit langen Bällen auf Jonas Rüschenschulte, jenes Wunderkind, das in der Jugend bei Münsters Preußen geschliffen wurde und zuletzt auch schon bei Greverns erster Mannschaft überzeugt hatte.

Peppenhorst als starker Rückhalt

Doch er blieb in der Anfangsphase blass, die Sendener bekamen offensiv mehr auf die Kette. Nach einem Diagonalball von Georg Schrader - der Kapitän war am Samstagabend von der Senioren-Mannschaftsfahrt zurück geflogen und darüber hinaus auch noch angeschlagen - scheiterte Fabian Hambrecht an Grevens Schnapper Luca Peppenhorst (5.), der in der Folge noch häufiger im Fokus stehen sollte. Wenig später fischte er auch Marco Lohmann, der frei vor ihm aufgetaucht war, den Ball vom Fuß (18.).

Greven trat offensiv erst durch eine Fackel von Rüschenschulte von halblinks (19.) sowie einen Kopfball von Mouhamed Seye (22.) in Erscheinung. Dann senste Falke über den Ball - und Fousseni traf (0:1/31.). "Ärgerlich, so etwas passiert halt. Da kann man ihm keinen Vorwurf machen. Das ist dann vielleicht auch ein wenig die Nervosität", sagte VfL Coach Christian Arends anschließend.

Doppelchance

Seine Männer zeigten die richtige Reaktion. Wieder vereitelte Peppenhorst gegen Hambrecht einen Gegentreffer, ehe Timm Borchert den Ball gegen den Pfosten dübelte - eine Riesengelegenheit (32.)! Allerdings auch die letzte vor der Pause.

Nach Wiederbeginn hätte Greven dann davonziehen können, hätte Rüschenschulte die tolle Hereingabe von Jens Krumschmidt verwertet, der zuvor Sendens Philip Just die Murmel abgejagt hatte (48.). Das war's dann aber mit Grevener Offensivaktionen - für lange Zeit.

Heiße Schlussphase

Stattdessen versuchte nun Senden - wenn auch zunächst noch etwas zaghaft - mehr. Hambrecht narrte auf außen mehrere Gegenspieler, seine Ablage wurde zunächst geblockt, den Nachschuss feuerte Adrian Vollmer dann voll an ein Grevener Bein - das gibt bestimmt 'nen Abdruck auf dem Schenkel (54.). Nachdem Vollmer und Janis Heuermann an einer Schrader-Flanke vorbeigerauscht waren (72.), tat sich lange nichts mehr in beiden Strafräumen, weil die Nullneuner gut, vor allem in Person von Max Hehemann teils brillant verteidigten. 

In der Schlussphase ging es aber nochmal richtig zur Sache. Weil er den Akteuren eine Trinkpause gegönnt hatte und beide Teams reichlich gewechselt hatten, ließ der hervorragende Unparteiische Jan Lakebrink reichlich nachspielen. In der ersten Minute der Nachspielzeit hatte Senden dann die Alles-oder-Nichts-Chance: Schrader verlängerte einen langen Ball per Kopf, Heuermann schoss aufs Tor - und wurde geblockt. Den Nachschuss erwischte Malte Jona - Zentimeter am Tor vorbei (90.+1). Wegen eines Foulspiels - und weil er sich anschließend nicht beruhigen konnte - schickte Lakebrink Seye für fünf Minuten vom Feld. Nullneun zitterte, verpasste bei einem indirekten Freistoß durch Hehemann - Falke hatte einen Rückpass aufgenommen - die Entscheidung (90.+5). Und jubelte letztlich doch.

Einen Hintergrundbericht mit weiteren Trainerstimmen und vielen Bildern lesen Sie in unserer kommenden Opens external link in new windowHeimspiel-Printausgabe, die am Donnerstag, 22. Juni, erscheint.

VfL Senden - SC Greven 09     0:1 (0:1)
Tor: 0:1 Fousseni (31.)
VfL Senden: Falke - Leifhelm, Tjaden, Just, Ermann - Hambrecht, Jona, Borchert, Schrader - Heuermann, Vollmer; eingewechselt: Peil, Lohmann, Verworn, Steigerwald
Greven 09: L. Peppenhorst - Gelker, Schiemenz, Hehemann, Herding - Seye, Stegemann - Krumschmidt, Menke, Fousseni - Rüschenschulte; eingewechselt: Ök, Brüggemann, Schürmann, Feldmann

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