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Roland Jungfermann will die ersten beiden Testspielsiege der WSU nicht zu hoch hängen.

Testspielgewimmel im Kreis


Von Alexander Eckrodt

(27.07.20) "Darf ich nun wechseln wie ich lustig bin oder wie sieht das aus?"Noch immer ist unklar, wie viele Spieler zu Corona-Zeiten eingewechselt werden dürfen. Die Trainer gingen am vergangenen Testspielwochenende unterschiedlich mit dieser Frage um. Gleich mehrere Mannschaften haben sich entschieden, nur mit 15 Spielern zu den Begegnungen zu fahren - damit macht man zumindest nichts falsch.   

Die Nummer eins in Sachen Testspiele ist aktuell auf jeden Fall der TuS Freckenhorst. In einem der 16(!) Testspiele am Samstag und Sonntag spielte die Mannschaft von Trainer Christian Franz-Pohlmann gegen den SC Greven 09 ihr bereits drittes Vorbereitungsspiel. Sie gewann mit 4:2. "Wir waren in der ersten Halbzeit sehr dominant und haben in der zweiten Halbzeit dann umgestellt", sagt Franz-Pohlmann. Bei den Freckenhorstern standen gleich mehrere Neuzugänge im Kader. Einer von ihnen war Noel Gryczka. Er steuerte ein Tor zum Endstand bei. Grevens Neuzugang Daniel Golparvari erzielte sogar einen Doppelpack für seine Truppe.

Ein Thema, das auch vor dem Spiel keinen Halt machte, war natürlich diese unklare 30 Personen-Regel. Freckenhorst und Greven einigten sich auf freie Wechsel, aber Franz-Pohlmann will sich eigentlich nur auf den Fußball konzentrieren. "Ich finde, das ist so an den Haaren herbeigezogen. Man sollte diese Vorschrift einfach deutlich formulieren." Er wünscht sich klare Angaben vom Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen. Da es keine klaren Aussagen gibt, entscheidet sich der TuS dafür, nur vier Wechsel während eines Spiels vorzunehmen. "Wir achten dabei nur auf uns. Wenn ich zehn Kilometer weiterfahre, dann darf da plötzlich elfmal gewechselt werden. Dann gehen wir lieber auf Nummer sicher. Im Pokal darf ich doch nachher auch nur viermal wechseln", erklärt der Coach seine Herangehensweise. "Wir nehmen nur 15 Spieler mit und im nächsten Spiel spielen dann dafür andere. Und wenn sich der Torwart verletzt, dann geht halt ein Feldspieler ins Tor."

Rinkerode kontert sich zum Remis

Den gleichen Weg geht auch der SV Rinkerode. "Wir spielen einfach nur mit 15 Spielern, dann haben wir dieses Problem gar nicht", erklärt Trainer Sven Kuschel. Beim Aufeinandertreffen mit der SG Telgte musste das Thema aber trotzdem besprochen werden. "Der Schiedsrichter musste kurz etwas abklären wegen der Wechsel, weil Telgte einige Spieler mehr dabei hatte. Es war aber eine ganz unkomplizierte Geschichte", so der Coach weiter. Am Ende stand ein 1:1 für Rinkerode gegen den Bezirksligisten. "Es war klar, dass Telgte mehr Ballbesitz haben würde. Wir wollten kompakt stehen und gut verteidigen. Wir haben nicht viel zugelassen. Dann bekommen wir ein Gegentor durch eine Standardsituation in Verbindung mit einem Eigentor." Nachdem Telgte mehrmals das Alluminium getroffen hatte, erzielte Rinkerodes Neuzugang Mehmet Ali Ipek dann aber doch noch den Ausgleich.

Rinkerodes zweiter Trainer, Jörg Raabe-Staljan, zeigte sich generell mit der Leistung der Neuzugänge zufrieden: "Sie haben sich alle sehr gut integriert und ein sehr ordentliches Spiel gemacht." Sie sind auch ein Grund dafür, dass der SV noch sechs weitere Testspiele angesetzt hat. "Wir haben ja ziemlich viele neu bei uns und Spiele machen auch mehr Spaß als Training." Die Freude in Rinkerode ist nach dem ersten Spiel seit Monaten sehr groß, das merkte man auch bei den Fans. "Geschätzt waren ungefähr 60 bis 70 Leute am Platz. Aber es hat alles gut geklappt. Die Abstände wurden eingehalten und die Liste geführt. Viele haben sich gefreut, endlich wieder Fußball zu gucken. Es war gut was los. Rinkerode kann ja durchaus zum Hexenkessel werden, aber das war dieses mal nicht der Fall", erklärt Sven Kuschel.

Test bei "gefühlten 35 Grad"

Ein "sehr gutes Spiel" hat auch Soulaimane Jassab, Trainer von Concordia Albachten, von seiner Mannschaft gesehen. Sie gewann mit 2:0 gegen den Landesligisten VfL Senden. "Wir haben vieles richtig gemacht. Wir standen sehr kompakt und haben uns viele Torchancen kreiert. Wir hätten auch mehr Tore schießen können", erklärt der Coach. In der zweiten Halbzeit habe man aber durchaus die fußballfreie Zeit gemerkt. "Da hat die Kondition doch etwas geschwächelt. Aber es war ja auch gefühlte 35 Grad warm", so Jassab.

Neben den Treffern von Joshua Roth und Lars Zymner sorgte auch Neuzugang Prince Sanyang für gute Laune beim Coach. Sanyang kam von der U-19 vom TuS Hiltrup. "Er hat sich sehr gut geschlagen. Er war auf der Zehn und hat Spielwitz und Furore nach vorne mitgebracht. Außerdem war er sehr zweikampfstark. In der zweiten Halbzeit haben wir ihn auf die Sechs gesetzt. Er ist ein bulliger Spieler und auch defensiv gut. Ich glaube, wir werden viel Spaß mit ihm haben", beschreibt ihn sein Trainer.

WSU mit neuem Coach weiter erfolgreich

Auch für die Warendorfer Sportunion ging es am Wochenende weiter. Der neue Trainer Roland Jungfermann ist nach dem 3:0-Sieg über SW Havixbeck gut drauf. "Für den zweiten Test war es sehr gut. Wir hatten bestimmt 65 bis 70 Prozent Ballbesitz und haben eigentlich noch das ein oder andere Tor zu wenig gemacht." Schon im ersten Testspiel überzeugte das Team unter dem neuen Übungsleiter. Gegen GW Albersloh gewann die WSU bereits mit 7:1. Dennoch will Jungfermann die Ergebnisse nicht zu sehr an die große Glocke hängen: "Man darf das alles nicht überbewerten. Albersloh hatte erst zwei Trainingseinheiten und wir bereits fünf. Die Mannschaft muss sich auch erstmal an mich gewöhnen." Dafür läuft es aber schon ganz gut bei der WSU. Neben Philipp Hövener und Niklas Fromme traf auch Julian Gösling, der für die neue Saison aus der zweiten Mannschaft hochgezogen wurde. 



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2    FC Nordwalde 30    92:27 77  
3    SG Sendenhorst 31    91:28 77  
4    Germ. Hauenhorst 30    87:30 76  
5    VfL Billerbeck 30    88:28 71  

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