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Querpass

SG Sendenhorsts Julian Leibig musste, wie viele seiner Mannschaftskollegen auch, zwei Tage in Folge ran.

Bonnekohs geglückte Heimkehr


Von Pascal Bonnekoh

(28.07.21) GW Albersloh und TuS Ascheberg stiegen am zweiten Spieltag in den Schlering-SVD-Cup ein und hatten jeweils direkt eine Überraschung parat. Während sich die Grün-Weißen am Montag ein Unentschieden gegen die SG Sendenhorst erkämpften, gewann der TuS mit dem ehemaligen SVD-Co-Trainer Marcel Bonnekoh einen Tag später sogar gegen den Ausrichter und Favoriten aus Drensteinfurt. 

SG Sendenhorst - GW Albersloh     0:0 (0:0)

Nur einen Tag nach dem Auftaktsieg der Sendenhorster über den SV Rinkerode wartete mit GW Albersloh der nächste Lokalrivale auf sie. Von irgendeiner Müdigkeit, war zu Beginn der Partie aber nichts zu sehen. Sendenhorst startete fulminant in die Partie und erspielte sich zahlreiche Chancen. Die Kugel wollte aber einfach nicht über die gegnerische Torlinie. "Wir hatten in den ersten 10,15 Minuten drei, vier 100-prozentige Chancen, die wir leider nicht genutzt haben. Teilweise haben wir slapstick-like den Ball von der Torlinie nicht ins Tor, sondern gegen den Pfosten geschossen", so SGS-Coach Florian Kraus. 

Albersloh wollte es wiederum den Sendenhorstern so schwierig wie möglich machen. Mit fortschreitender Spieldauer gelang ihnen dies immer besser, während man den Sendenhorstern so langsam aber sicher die schweren Beine anmerkte. Dadurch entstand im zweiten Durchgang eine ausgeglichene Partie mit mehr Spielanteilen auf Sendenhorster Seite, aber wenig zwingenden Chancen. Und dann gelang es Albersloh beinahe sogar, das Spiel komplett auf den Kopf zu drehen. Aus rund 18 Metern hob Bartosz Nahajowski das Leder über Sendenhorsts Keeper Robin Lackmann hinweg. Dank des Querbalkens blieb es jedoch beim Unentschieden.

"Sendenhorst war besser, aber wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht. Wir haben sie kommen lassen, aber trotzdem wenig Chancen zugelassen. Meine Mannschaft war kämpferisch und physisch echt stark", freut sich GWA-Coach Julian Spangenberg über die aufopferungsvolle Leistung seiner Elf. Kraus ärgerte sich zwar über den liegengelassenen Sieg, vergaß dabei aber nicht die Umstände des Spiels: "Uns fehlten irgendwann die Lösungen, den tiefstehenden Gegner zu bespielen. Wir waren müde vom Spiel des Vortages und dadurch nicht frisch im Kopf und in den Beiden. Das war kein besonders gutes Spiel, aber wir sind weiter und ein Testspiel kann auch schon mal so laufen." 

SV Drensteinfurt - TuS Ascheberg     1:2 (0:1)

Vor nicht allzu langer Zeit bereitete Marcel Bonnekoh noch das Training für den gestrigen Konkurrenten seiner Elf vor. Und jetzt gewann er bei seiner ersten Rückkehr auch noch direkt gegen seine ehemaligen Schützlinge. Im ersten Durchgang wurde den Zuschauern ein offener Schlagabtausch mit leichten Vorteilen auf der Seite der Hausherren geboten. Doch wie schon gegen Walstedde ließen die Stewwerter die letzte Konsequenz im Abschluss vermissen. Unter anderem vergaben Dennis Popil und Max Diepenbrock aus aussichtsreicher Position. Aber auch Ascheberg gelang immer wieder hinter die gegnerische Abwehrreihe, so auch in der 37. Spielminute. 

Dennis Heinrich marschierte mit der Kugel in den gegnerischen Sechzehner, um dort von Christopher Merten, zu Fall gebracht zu werden. Zum fälligen Strafstoß trat Florian Zahlten an. An seinem strammen Schuss ins untere linke Toreck war Keeper Steffen Scharbaum zwar noch dran, aber die Kugel fand dennoch ihren Weg ins Netz. Kurze Zeit später hatte Ascheberg bereits die Chance auf das 2:0 auf den Füßen. Nach einer Ecke kam Mirco Frenking frei zum Schuss, doch Scharbaum parierte den Versuch des Aschebergers sehenswert. Kurz nach Wiederanpfiff musste der Stewwerter Schlussmann dann aber doch erneut hinter sich greifen. Nachdem die Hausherren die Kugel im Spielaufbau leichtfertig vertändelten, schob Tim Witthoff den Ball ins freie Tor (48.). 

Infolge hatten die Stewwerter zwar deutlich mehr Ballbesitz, aber gegen die tiefstehenden Ascheberger fanden sie einfach keine Lösung. Einzig Dennis Kreuzberg gelang kurz vor Schluss noch ein kleines Kunststück. Aus rund 25 Metern schweißte er mit seinem schwachen rechten Fuß die Kugel unhaltbar in den Winkel. "Das war eine enttäuschende Leistung. Gegen eine defensiv gut organisierte Ascheberger Mannschaft kam kein Spielfluss rein. Wir haben uns in der zweiten Halbzeit nur zwei Chancen aus dem Spiel heraus erarbeitet", ärgerte sich SVD-Coach Daniel Stratmann nach Abpfiff über die Leistung seines Teams. Bonnekoh war hingegen natürlich überglücklich: "So soll Ascheberger Fußball aussehen. So wollen wir unsere Punkte holen. Mit zwei Stürmern und einer aggressiven Verteidigung."



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