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Querpass

Aschebergs Yannick Westhoff (am Ball) musste angeschlagen nach 38. Minuten den Platz verlassen.

Über Umwege ins Halbfinale


Von Pascal Bonnekoh

(30.07.21) Am dritten Spieltag des Schlering-SVD-Cup wurden die Zuschauer Zeuge von den wohl attraktivsten Spielen der Vorrunde und das obwohl die Ergebnisse im Nachhinein beinahe völlig hinfällig waren. GW Albersloh erkämpfte sich am Mittwoch in allerletzter Minute ein Unentschieden gegen SV Rinkerode und zieht somit als Tabellenzweiter in die Endrunde ein. Einen Tag darauf bestätigte der TuS Ascheberg die starke Leistung aus seinem ersten Spiel und gewann nach einer überschaubaren ersten Hälfte deutlich gegen Fortuna Walstedde.

Doch weder Ascheberg als Gewinner der Gruppe B, noch der vermeintliche Nachzügler aus Walstedde, wird am Wochenende auf Drensteinfurts Anlage zugegen sein. Beide Teams mussten auf Grund von Personalmangel ihr Weiterkommen ablehnen. Walstedde hat mit zahlreichen Verletzungen zu kämpfen, während in Ascheberg Kirmes-Ersatzveranstaltungen das Wochenende bestimmen. Glücklicherweise fand sich mit Rinkerode ein Team, dass trotz ihres vermeintlichen Ausscheidens, gewillt ist an der Endrunde teilzunehmen. Damit trifft am Samstag zunächst der SV Rinkerode auf die SG Sendenhorst, ehe es GW Albersloh mit dem SV Drensteinfurt zu tun bekommt. Die Gewinner der Partien treffen am Sonntag um 15:00 Uhr im Finale aufeinander, während die Verlierer sich um 13:00 Uhr um Platz 3 streiten.

GW Albersloh- SV Rinkerode     2:2 (1:2)

In der Partie zwischen Albersloh und Rinkerode ging es von Beginn an heiß her. Bereits nach neun Minuten zeigte der Unparteiische auf den Punkt. Rinkerodes Kapitän Alexander Kiel wurde in Alberslohs Sechzehner zu Fall gebracht. Diesem Foulspiel ging jedoch ein Rempler Kiels gegen Matthias Hecker voraus, der laut beiden Trainern durchaus hätte geahndet werden können. Nichtsdestotrotz schnappte sich Luis Bertels die Kugel und brachte den SVR vom Punkt in Führung. Sonderlich lange mussten die Zuschauer aber nicht auf eine Antwort Alberslohs warten. Mit einer schönen Kombination und einem ansehnlichen Abschluss stellte Bartosz Nahajowski wieder auf null (21.). Doch erneut ging Rinkerode kurze Zeit später in Führung. Dieses Mal traf Kiel selbst (29.).

"In der ersten Halbzeit waren wir fußballerisch besser. Albersloh hat es in der zweiten Halbzeit dann aber gut gemacht, viel gepresst und sich viele gefährliche Aktionen erspielt", so SVR-Coach Sven Kuschel. Lange Zeit profitierten die Grün-Weißen jedoch nicht von ihrer starken Spielweise. Erst kurz vor Abpfiff sicherte Niklas Hövelmann das Weiterkommen der Albersloher. "Ich muss im Nachhinein schmunzeln, wie naiv wir waren. Das 2:2 dürfen nicht wir bekommen. In vorletzter Minute hatten wir einen Freistoß, den einer unserer Innenverteidiger ausführen wollte, was er eigentlich nicht muss und auch nicht soll. Dann fehlte uns hinten eine Absicherung, sodass wir in ein Drei-gegen-Drei geraten sind. Und dann haben wir noch den Ball erst einmal ticken lassen, anstatt direkt zum Kopfball zu gehen. Das war eine Verkettung naiver Fehler, aber vom Ergebnis her war das völlig korrekt", ärgert sich Kuschel über das späte Gegentor.

Alberslohs Coach Julian Spangenberg hätte zwar gerne auf etwas Spannung verzichtet, freute sich dennoch über die Leistung seiner Jungs: "Wir waren sehr aggressiv, laufstark und kombinationssicher. Damit hat Rinkerode nicht gerechnet. Ich bin absolut zufrieden. Das hat Lust auf mehr gemacht. Alle haben sich reingehauen. Wir hoffen, dass wir das im Spiel gegen Drensteinfurt fortsetzen können." Und Kuschel geht jetzt erstmal auf Spielersuche: "Wir stellen gerade noch einen Kader zusammen, da wir am Donnerstagabend den Jungs eigentlich fürs Wochenende frei gegeben haben und sich jetzt der ein oder andere schon etwas vorgenommen hat. Wir gucken, dass wir irgendwie einen Kader stellen, der wettbewerbsfähig ist, um zumindest Drensteinfurt ein würdiges Turnierende geben zu können."

TuS Ascheberg - Fortuna Walstedde     6:3 (1:1)

An ihre starke Leistung gegen den SV Drensteinfurt knüpften die Ascheberger nach einer halben Stunde Eingewöhnungsphase beinahe nahtlos an. Zunächst erzielten aber die Fortunen ihren erster Treffer dieses Turniers. Nach einer Ecke stand Luca Kottmann am zweiten Pfosten völlig frei und köpfte zur Führung ein (9.). Erst nach einer halben Stunde fand der TuS so langsam zu seinem Spiel. Nach einem langen Abschlag war Torjäger Dennis Heinrich plötzlich durch und besorgte den Ausgleich. "Wir haben eine brutal schlechte erste Halbzeit gespielt. Nur ein Tag Ruhepause nach so einem Spiel am Dienstag war etwas wenig. Die Beine und der Kopf waren am Anfang noch nicht so da und dann sieht so ein Spiel eben so aus. In der zweiten Halbzeit haben wir dann die Konter gut ausgespielt." 

Mit dem Ausgleichstreffer wurden die Ascheberger dann auch merklich stärker. Zunächst aber schlug Walstedde völlig überraschend zurück. Kurz nach Wiederanpfiff brachte Joel Lange die Fortunen erneut in Führung. Dieses Mal ließ sich Ascheberg aber deutlich weniger Zeit für eine Antwort. Nur rund drei Minuten später sorgte Mirco Frenking nach Balleroberung von Heinrich für den erneuten Ausgleich. Heinrich machte darauffolgend seinen Doppelpack perfekt (62.), während Frenking in der 76. und 84. Spielminute seinen Hattrick schnürte. Und zwischenzeitlich durfte auch Jonas Hüging sich mit einem Treffer in den Spielbericht eintragen. Für ein zumindest etwas versöhnliches Ende für die Walstedder sorgte Dustin Ruhr, als er mit dem Schlusspfiff zum 3:6-Endstand traf.

"Das war heute schlecht, ganz schlecht, brutal schlecht. Das was wir uns vorgenommen haben, hat überhaupt nicht funktioniert. Wir waren unkonzentriert im Passspiel, unkonzentriert im ersten Kontakt, unser Freilaufspiel war nicht gut und unser Zweikampfverhalten war nicht gut. Ascheberg war deutlich besser. Ascheberg hat aber natürlich auch in die Karten gespielt, dass ich verletzungsbedingt früh vier Mal wechseln musste. Dann läuft ein Spiel so runter", äußerte Walsteddes Übungsleiter Michael Tenbrink seine Unzufriedenheit über die Leistung seiner Elf.



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