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Schlering-SVD-Cup

Nach dem SV Drensteinfurt und Fortuna Walstedde gab es bei der dritten Auflage des Schlering-SVD-Cups mit dem SV Herbern bereits den dritten Sieger. Foto: Bonnekoh

Herbern kommt, sieht und siegt


Von Pascal Bonnekoh

(31.07.23) Bei der dritten Auflage des Schlering-SVD-Cups nahm der SV Herbern zum ersten Mal teil und schnappte sich sofort den Pot. In einem spannenden Finale gegen die SG Sendenhorst ging es bis ins Elfmeterschießen, dass die Herberner dank ihres jungen Schnappers Tristan Krampe für sich entschieden. Im Spiel um Platz drei setzte sich Gastgeber SV Drensteinfurt äußerst souverän mit einem 4:0 (3:0) gegen GW Albersloh durch, während sich Fortuna Walstedde mit einem 4:2 (4:1)-Erfolg gegen den SV Rinkerode zumindest den fünften Platz schnappte.

Starten wir rein mit dem Spiel um Platz fünf, dass bereits um 11 Uhr vormittags angepfiffen wurde. Während die deutsche Frauennationalmannschaft gegen Kolumbien verlor, legten die Walstedder im ersten Durchgang eine echte Glanzleistung auf den Rasen. Durch je einen Doppelpack von Leon Lükens (2./27.) und Julien Winkler (9./18.) führte die Fortuna nach nicht einmal einer halben Stunde mit 4:0. Das allerdings auch unter freundlicher Mithilfe der Rinkeroder. "Wir haben uns in der ersten Halbzeit überhaupt nicht an das gehalten, was wir uns vorgenommen haben. Wir sind sehr wild über den Platz gelaufen und haben dadurch Räume offen gemacht, obwohl wir eigentlich wieder aus einer kompakten Defensive kommen wollten", ärgerte sich Rinkerodes Trainer Janis Kraus.

Kraus macht's selbst

Kurz vor der Halbzeit fanden seine Schützlinge dann aber doch noch zumindest ein wenig besser in die Partie. Durch ein Eigentor von Kai Northoff (35.) verkürzte man noch vor dem Seitenwechsel auf 1:4. "In der zweiten Halbzeit waren wir dann deutlich besser, aber der Gegner hat natürlich auch nicht mehr ganz so viel gemacht. Da war es dann ok. Wir können uns aber nicht immer 45 Minuten Zeit lassen, um in ein Spiel reinzufinden", so der Rinkeroder Übungsleiter. Wegen eines abermals sehr schmalen Kaders musste Kraus sich selbst früh in die Partie einwechseln und er war es dann auch, der im Laufe des zweiten Durchgangs das Ergebnis immerhin noch ein wenig mehr aufhübschte (76.).

Das Spiel um Platz drei verlief ähnlich einseitig. Die Albersloher konnten nicht an ihre starke Leistungen aus der Vorrunde anknüpfen, während die Drensteinfurter wohl ihr bestes Spiel des Turniers ablieferten. Mit deutlich mehr Ballbesitzanteilen ließ man die Grün-Weißen nie so wirklich ins Spiel kommen. Und die Gäste taten den Hausherren dann auch noch den Gefallen, in den entscheidenden Momenten nicht konsequent genug zu verteidigen. Linksverteidiger Nils Kröger schickte nach nur sechs Minuten Robin Wichmann auf die Reise, der im Zweikampf standhaft blieb und zum 1:0 einnetzte. Ähnlich sah das auch beim zweite Tor aus. Erneut ging es über die linke Drensteinfurter Seite. Dieses Mal steckte aber Torben Beyer für Wichmann durch, der auf 2:0 erhöhte (26.). 

Wichmann mit Hattrick

Und auch Dennis Popil brachte die Stewwerter vor der Halbzeit nochmal zum Jubeln. Er umkurvte Keeper Yannick Happe und schob die Kugel über die Linie (39.). Nach dem Seitenwechsel ließen es beide Seiten dann wiederum etwas entspannter angehen. Mit der Vollendung seines Dreierpacks schraubte Wichmann in der 58. Spielminute aber ohnehin den Deckel ganz fest auf die Partie. Drensteinfurts Coach Peter Lohrmann blieb trotz des so deutlichen Sieges ganz entspannt: "Es ist immer noch nur Vorbereitung. Heute haben wir ganz gut gespielt. Der Ball lief gut. Ich bewerte Ergebnisse aber nicht über, wenn sie schlecht sind und mache das dann auch nicht, wenn sie gut sind. Das war der nächste Schritt in der Entwicklung. Man sieht, dass die Mannschaft sich mehr traut, Fußball zu spielen."

Einen offenen Schlagabtausch bekamen die Zuschauer im Erlfeld dann aber doch noch geboten. Herbern und Sendenhorst lieferten sich einen packenden Kampf auf sehr hohem Niveau. Dementsprechend waren auch beide Trainer mit den Leistungen ihrer Schützlinge durchaus zufrieden: "Wir haben das Spiel aus meiner Sicht eigentlich dominiert. Sendenhorst war sehr diszipliniert, aber hatte wenige Chancen", so Herberns Co-Trainer Marcus Fischer. SGS-Coach Florian Kraus sah das hingegen ein wenig anders: "Wir hätten eigentlich gewinnen müssen. Herbern hatte zwar in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel, aber keine Torchancen. Spätestens in der zweiten Halbzeit haben wir das Kommando dann aber übernommen."

Herbern gewinnt Lotterie dank Krampe

Jaime Carlos Born brachte die Sendenhorster Hintermannschaft immer mal wieder in Verlegenheit, für einen gefährlichen Torabschluss reichte es aber nur selten. In der 39. Spielminute entwischte er dann aber doch nochmal seinen Gegenspielern und schoss die Herberner in Führung. Auf der anderen Seite tauchte wiederum Ammar Abu Dalal plötzlich völlig allein vor Herberns Schlussmann auf, umkurvte ihn und schob die Kugel zum Ausgleich ins Netz (61.). Zehn Minuten später bekamen die Sendenhorster wiederum einen Elfmeter zugesprochen. Doch bevor Marcel Brillowski überhaupt anlaufen durfte, bekam der Unparteiische erneut Beschäftigung. Wegen Meckerns zeigte er Julius Höring die Gelbe Karte und ausgerechnet der war bereits vorgewarnt, sodass es für ihn frühzeitig unter die Dusche ging. Brillowski ließ sich davon nicht irritieren und versenkte den Strafstoß (71.).

Kurz darauf stachen aber auch die Herberner nochmal zu. Nach Vorlage vom weiterhin umtriebigen Borm hämmerte Daniel Krüger die Kugel über den Innenpfosten ins Tor (73.). "Wir hatten fast komplett durchgewechselt. Genau in diesen ein, zwei Minuten, wo sich alle erstmal finden müssen, ist das Tor gefallen. Das war natürlich ärgerlich. Danach hatten wir trotzdem noch drei, vier dicke Chancen, um das Spiel zu entscheiden", so Kraus. Seine Schützlinge ließen die Möglichkeiten jedoch liegen, sodass es ins Elfmeterschießen ging. Und das dominierten größtenteils die Torhüter.

Denn nachdem Robin Lackmann den Strafstoß von Michael Schulte gehalten hatte, packte auch Krampe zu. Kevin Kauschalek, Dustin Grozalski und Patrick Sobbe trafen in Folge für die Herberner, während auf Sendenhorster Seiten ausschließlich Fabian Vogt seinen Versuch versenkte. Tim Wittenbrink scheiterte ebenfalls an Krampe, während Patrick Schröter neben das Tor zielte. "Wir sind froh, dass wir nicht in die Nachspielzeit mussten, da wir stehend K.o. waren, sondern es direkt ins Elfmeterschießen ging, wo dann unser junger Keeper Tristan eine überragende Leistung gezeigt hat", freute sich Fischer. Aber auch Kraus war insgesamt nicht unzufrieden. "Elfmeterschießen ist immer eine Art Lotterie. Wir haben im Turnier gegen zwei Bezirksligisten gespielt und nicht verloren."

Schlering-SVD-Cup in Drensteinfurt

Spiel um Platz 5:

SV Rinkerode - Fortuna Walstedde     2:4 (1:4)
Tore:
 0:1 Lükens (2.), 0:2 Winkler (9.), 0:3 Winkler (18.), 0:4 Lükens (27.), 1:4 Northoff (35./ET), 2:4 Kraus (76.)

Spiel um Platz 3:

SV Drensteinfurt - GW Albersloh     4:0 (3:0)
Tore: 1:0 Wichmann (6.), 2:0 Wichmann (26.), 3:0 Popil (39.), 4:0 Wichmann (58.)

Finale:

SV Herbern - SG Sendenhorst     5:3 n.E. (1:0/2:2) 
Tore: 1:0 Borm (39.), 1:1 A. Abu Dalal (61.), 1:2 Brillowski (71./FE), 2:2 Krüger (73.)

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2    FC Nordwalde 30    92:27 77  
3    SG Sendenhorst 31    91:28 77  
4    Germ. Hauenhorst 30    87:30 76  
5    VfL Billerbeck 30    88:28 71  

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