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HKM Warendorf 2026

Überragend: Dennis Hesse (r.) erzielte zehn der insgesamt 100 Tore am zweiten Turniertag und wurde als bester Spieler ausgezeichnet. Fotos: TuS Freckenhorst

Früh klare Verhältnisse


Von Christian Lehmann

(09.01.26) Bereits vor dem vorletzten Gruppenspiel war alles geritzt in der Sportschule der Bundeswehr. Der TuS Freckenhorst und der BSV Ostbevern buchten nach jeweils drei Siegen aus den ersten drei Spielen frühzeitig das Endrunden-Ticket. Das "Endspiel" um den Gruppensieg geriet dann zur eindrucksvollen Machtdemonstration des gastgebenden Titelverteidigers. Durch den 12:0-Sieg blieb der Bezirksliga-Tabellenführer ohne Fehl und Tadel und schraubte der sein Torverhältnis auf 39:7 hoch. Ein - trotz kleinerer defensiver Schludrigkeiten - mega beeindruckender Auftritt von Daniel Strömers Team.

"Das war eine sehr, sehr ordentliche und überzeugende Vorstellung meiner Mannschaft", lobte Daniel Strömer, Coach des TuS Freckenhorst, sein Team. Abzüge in der B-Note verteilte er ob des einen oder anderen Gegentors. "Das war vielleicht ein bisschen zu viel. Wir haben noch ein bisschen Luft nach oben und müssen noch ein paar Schritte gehen, um auch am Sonntag eine gute Rolle spielen zu können", meinte der Übungsleiter.

Zweistellig gewannen die Feidiek-Kicker schon beim 12:1 zum Auftakt gegen den SV Rinkerode, auch gegen Ostenfelde (8:3) und Westbevern (7:3) ließ der Titelverteidiger nichts anbrennen - ehe er im letzten Spiel die Kür folgen ließ und selbst den bis dato punktgleichen BSV abwatschte. Klar, dass auch der Spieler des Tages ein Freckenhorster war: Dennis Hesse führt mit zehn Toren auch die Torjägerliste vor Jannick Horstmann (GW Albersloh) und seinem Teamkollegen Nermin Bahonjic (je sieben Tore) an.   

Ostbevern trotz negativem Torverhältnis in der Endrunde

Tobias Berger, Co-Trainer des BSV Ostbevern, nahm die finale Klatsche gegen die Freckenhorster Ballermänner mit Humor: "Wir sind wahrscheinlich die erste Mannschaft, die mit einem negativen Torverhältnis in die Zwischenrunde eingezogen ist", sagte er. Damit haben wir schon unser Ziel erreicht. Wir hatten keine große Erwartungshaltung, haben nur einmal just for fun in der Halle trainiert." Dafür sah es vor allem in den ersten drei Spielen gegen Rinkerode (6:3), Westbevern (6:5) und Ostenfelde (8:3) sehr ordentlich aus.

"Wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert - gegen Freckenhorst war das dann weniger gut", meinte Berger. "Respekt, was die auf die Platte gebracht haben. Sie sind für mich der absolute Topfavorit auf den Titel - wobei wir uns da auch nicht gut präsentiert haben. So darf man sich nicht abschlachten lassen, da ist ein bisschen Geschmäckle mit dabei. So sollten wir uns am Sonntag nicht präsentieren. Grundsätzlich sind wir aber froh, dass wir weiter gekommen sind." Ein Tor für die Ewigkeit erzielte Daniel Langliz: Im Spiel gegen Ems Westbevern erzielte er das 10.000. Tor in der Geschichte der Hallenkreismeisterschaft. Wahnsinn! À propos Tore: Insgesamt 100 mal klingelte es am Freitagabend und damit im Schnitt zehnmal pro Partie. Nochmal Wahnsinn!

Derby-Pleite ist der Knackpunkt für Westbevern

Aus Sicht des Dritten Ems Westbevern war die 5:6-Pleite im Derby gegen Ostbevern bereits das Knackpunkt-Spiel. Trotzdem war Trainer Mike Maas angetan davon, wie seine Jungs gegen den Lokalrivalen auftraten. "Das will man sehen. Es war ein ausgeglichenes, cooles Spiel von beiden Seiten - mit dem glücklicheren Ende für Ostbevern. "Danach war aber die Luft raus, weil klar war, dass wir nicht weiterkommen." Ihren einzigen Dreier holten die Grün-Weißen beim 5:3-Auftaktsieg gegen Ostenfeld. Gegen Gastgeber Freckenhorst (3:7) war trotz ansprechender Leistung nix drin. "ist ein, zwei Klassen besser in der Halle. Die waren nicht zu packen", so Maas, dessen Truppe zum Abschluss nochmal 3:3 gegen den SV Rinkerode spielte. "Wir haben Spaß gehabt und ein paar Tore geschossen. Wir wären gerne weiter gekommen, aber es ist alles gut. Wir konzentrieren uns jetzt auf die Vorbereitung", hielt der Ems-Coach fest. 

Beim SV Rinkerode stand die Turnierteilnahme im Vorfeld ein wenig auf der Kippe. "Wir haben schon überlegt, ob wir teilnehmen - auch wegen des rutschigen Hallenbodens. Für uns war es aber wichtig, dass wir antreten, weil wir unser Wort gegeben hatten", erklärte Coach Elvir Osmoni. Aufgrund von vier kurzfristigen Absagen wegen Krankheit reiste er mit insgesamt sieben Spielern nach Warendorf. Nach drei Minuten im ersten Spiel verletzte sich dann auch noch Sulaxan Somaskantharajan. Fortan stand nur noch ein Auswechselspieler zur Verfügung. Sebastian Schwack etwa spielte die letzten beiden Spiele komplett durch. "Hut ab, wie die Jungs das durchgezogen haben", lobte Osmoni.

Nach der Auftaktklatsche gegen Freckenhorst (1:12) war für den SVR beim 3:6 gegen Ostbevern sogar noch mehr drin. "Da haben wir uns etwas tollpatschig verhalten und im Spielaufbau nicht so clever agiert", so Osmoni, der gegen Ostenfelde (6:4) und Westbevern (3:3) ein Team sah, das ordentlich malochte. "Das Ergebnis ist zweitrangig, wir haben kein Hallentraining bestritten und sind da komplett kalt reingegangen. Gegen Westbevern waren wir stehend k.o. - da noch ein 3:3 zu holen, war eine tolle Leistung. Wir haben das Maximum rausgeholt und fahren wenigstens nicht als Letzter nach Hause." 

Trotz Nullrunde - Ostenfeldes Fans geben Gas

Obwohl der TSV Ostenfelde ohne Zählbares und als Tabellenletzter die Segel strich, war Coach Jan Blome mit dem HKM-Comeback des B-Ligisten happy. "Ich fand's richtig cool, dass so viele Ostenfelder Zuschauer da waren. Es war laut bei unseren Toren in der Halle. Das hat Bock gemacht. Großes Dankeschön", berichtete er. "Sportlich lief es von den Ergebnissen her suboptimal. Wir hatten gute Phasen gegen Westbevern und am Anfang auch gegen Ostbevern. Wir waren manchmal etwas zu naiv. Für viele Jungs war es die erste HKM, das hat man ein bisschen gemerkt. Wir haben nicht konstant unsere Leistung auf den Platz gebracht und gehen mit null Punkten ein bisschen unter Wert nach Hause."

Während am ersten Turniertag lediglich Füchtorfs Vincent Niemerg eine Zwei-Minuten-Strafe bekommen hatte, bekamen die Referees am Freitagabend mehr zu tun: Robin Hagemense (Ostenfelde), Nils Ladda (Westbevern), Nermin Bahonjic (Freckenhorst) sowie Sebastian Schwack und Tilo Wehr (beide Rinkerode) mussten sich zwischendurch ein wenig abkühlen.



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