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Thomas Sandmann (v.) hört zum Saisonende beim Skiclub Rheine auf. Sein Co-Trainer...

Ein Abgang ohne Bauchschmerzen


von Fabian Renger

(16.10.18) Thomas Sandmann ist mit sich im Reinen. Der Trainer beendet im Sommer 2019 nach fünf langen Jahren seine Tätigkeit beim Skiclub Rheine. "Fünf Jahre ist eine lange Zeit, irgendwann muss mal was anderes kommen", hat der 50-Jährige genug. Nicht vom Verein, keineswegs, auch nicht von der Mannschaft oder vom Fußball. Einfach dieses Trainerdasein beim Skiclub soll es nicht mehr sein. 

"Du trägst hier die volle Verantwortung, musst die Plätze reservieren oder sperren. Es gibt ja hier keinen Sportlichen Leiter in dem Sinne", will Sandmann erstmal eine Spur herunter fahren. Im Vorstand der Fußballabteilung ist er zweiter Beisitzer, sein Sohn ist Platzwart. Der Skiclub - das war und ist eben ein etwas anderer Verein. Sandmann hat hierzu ein nettes Geschichtchen parat. Vor den Heimspielen im Emslandstadion stellt er beispielsweise auch die Tisch, Bank und Kasse für den Vereinskassierer höchstpersönlich auf. Wo gibt's das sonst?

"Kreisliga A macht Riesenspaß"

Da braucht es einen Nachfolger, der diese Mentalität verinnerlichen, der auch mal mitanpacken kann. Sandmann hat deshalb früh mit offenen Karten gespielt, die Fußballabteilung um den Vorsitzenden Alexander Stichel schon früh bereits im Vorfeld der Saison über seine Entscheidung -  an der es nichts mehr zu rütteln gibt - informiert. "Das tut ja schon weh, die Kreisliga A macht einen Riesenspaß", sagt Sandmann. "Aber Bauchschmerzen habe ich trotzdem keine." So habe der Verein nun die Chance, in ausreichend Zeit "einen vernünftigen Nachfolger zu holen."

Dieser tritt dann aber in große Fußstapfen. Sandmann startete einst beim Skiclub mit nur einer Seniorenmannschaft, er wusste: Das reicht nicht. Seit dieser Saison spielt er - nach mehreren vergeblichen Anläufen - nicht nur mit der Ersten in der Kreisliga A, nein, auch hat der Club eine Dritte in der C-Liga gemeldet. "Du brauchst ja Strukturen als Verein", wusste Sandmann seinerzeit schon. Da hat er kräftig und erfolgreich mitgeholfen - und macht nun Platz für neue Männer. Er selbst stellt klar:"Ich muss und will nichts Neues machen. Ich werde mich auch definitiv nirgendwo aktiv auf einen Trainerposten bewerben." Ausschließen will Sandmann aber auch ausdrücklich nichts. "Die Chemie muss dann einfach passen."

...Joel Marinho hätte die Ambitionen, ihn zu beerben.

Die Chemie passte in all den Jahren auch mit seinen Co-Trainern. Erst Harry van der Gugten und zuletzt, seit Ende 2016 Joel Marinho. Mit beiden habe Sandmann "zwei echte Freunde gefunden". Marinho, Sandmanns aktueller Co, bestätigt das:"Es hat gut funktioniert, immer Spaß gemacht." Als reiner Hütchen aufstellender Co-Trainer habe er sich eh nie gefühlt. "Das war schon eine 50:50-Aufteilung", beschreibt Marinho die Arbeitsteilung.

Von Sandmann habe er sich besonders die "positive, impulsive Motivation" abschauen können. "Wir haben uns immer verstanden", sagt Marinho. Sandmann sieht's ähnlich:"Ich hatte nie den Eindruck, dass er mir Pfeile in den Rücken schießt. Wir sprechen eine Sprache!" Daher kommt seine Antwort, auf die Frage, ob Marinho als sein Nachfolger taugt, auch wenig verwunderlich wie aus der Pistole geschossen:"Aus meiner Sicht: Ja!" Die Entscheidung wird Sandmann aber anderen überlassen.

Marinho hat Bock

Marinho hat auch seine eigenen Pläne derweil klar umrissen. Ihn gibt's über die Spielzeit beim derzeitigen Tabellendrittletzten der A-Liga entweder ganz - oder eben gar nicht. "Es ist mein großes Interesse, beim Skiclub zu bleiben - aber das mache ich nur als Cheftrainer", berichtet Marinho. Noch länger als Assistent werde er definitiv nicht bleiben. "Dann gehe ich meinen eigenen Weg."

Die Entscheidung ist aber noch nicht gefallen und sie hat letztlich Alexander Stichel zu treffen. Möglichst noch in diesem Jahr wolle der Verein einen neuen Coach vorstellen, angesichts von Planungen für kommende Spielzeit sicherlich nicht verkehrt. Gedanken gemacht haben sie sich schon im Vorstand, klar ist auch ihm:"Der Neue muss zum Club passen. Dabei ist es egal, ob's ein alter Hase oder relativer Frischling ist." Der erste hat ja seinen Hut ja bereits in den Ring geworfen. Ende offen.

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