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Grün-Weiss setzt ein Zeichen


Von Stephan Meyer

(14.10.18) Tabellenschlusslicht, zweimaliger Rückstand und eine Halbzeit in Unterzahl - diese Fakten konnten Grün-Weiss Rheine nicht davon abhalten, gegen den Tabellendritten SuS Neuenkirchen ein Zeichen zu setzen und am Ende mit 3:2 (0:1) zu gewinnen. Für Steffen Molitor waren es die ersten Punkte im zweiten Spiel unter seiner Regie. „Ich freue mich riesig ür die Mannschaft und den Verein“, war Molitor entsprechend erleichtert nach den aufreibenden 90 Minuten. Und stolz war er auf das, was seine Mannschaft in der zweiten Halbzeit ablieferte: „Wir haben Mentalität bewiesen.“ Aufgrund der Intensität und der Kampfkraft sei der Sieg am Ende auch nicht unverdient gewesen.

Dem pflichtete Andra Haarmann, Coach des SuS, bei und ging hart mit seiner Elf ins Gericht: „Das war unsere schlechteste Saisonleistung, es fehlte an allem. Das war heute ein Einstellungsproblem.“ Dennoch führte Neuenkirchen zunächst, was für Steffen Molitor zur Pause verdient war, denn mit den ersten 45 Minuten seines Teams war dieser gar nicht einverstanden: „Wir waren nicht wach genug und haben die Körpersprache vermissen lassen.“

Viele Chancen

Beim 0:1 nach 21 Minuten spielte Jan Rauße einen feinen Ball auf Marco Diekmann, der wiEderum quer auf Murat Hitir legte. Dessen Abschluss konnte GW-Schnapper Stefan Bohne noch entschärfen, im Nachsetzen war er gegen Aykut Demir aber chancenlos. Zuvor hatten Sebastian Evers und Hitir schon eine Doppelchance liegen lassen.

„Zur Pause hätten wir auch 0:2 hinten liegen können“, gestand Molitor ein. Demir versenkte das Leder nach Rauße-Freistoß ein zweites Mal im GW-Kasten, der Treffer wurde aber zurückgepfiffen, weil Demir zuvor lautstark „Leo“ rief. Und dann gerieten die Schotthocker auch noch in Unterzahl: Kurz vor dem Pausenpfiff sah Sedat Yildiz nach gefährlichem Spiel gegen Marius Heckmann berechtigterweise den glattroten Karton. Alles sprach also gegen Grün-Weiss.

Halbzeit-Appell

In der Halbzeit appellierte Molitor an sein Team, dass es nur noch gewinnen kann: „Wir konnten nur noch Pluspunkte sammeln.“ Und darauf hatten seine Spieler plötzlich so richtig Bock, zeigten deutlich mehr Lauf- und Kampfbereitschaft, die Körpersprache stimmte. Bei Neuenkirchen hingegen führten Führung und Überzahl nicht zur erwarteten Sicherheit, eher das Gegenteil war der Fall. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff schlug Manuel Stegemann eine Ecke auf den zweiten Pfosten, wo Dennis Gottschlich zum 1:1 einnicken durfte. Kurz darauf führten aber auf einmal wieder die Gäste. Felix Wiggers drang nach einem langen Ball von links in die Box, legte quer auf Murat Hitir - 1:2 (60.).

Für Molitor fühlte es sich an wie „ein Tritt ins Gesicht“. Doch seine Elf schenkte nichts ab und fightete sich erneut zurück. Binnen fünf Minuten drehte Goalgetter Steffen Schmidt die Partie mit einem Doppelpack. In Minute 69 bekamen die Hausherren einen Freistoß aus dem Halbfeld zugesprochen. Als dieser ausgeführt wurde, blieb die komplette SuS-Abwehr stehen - laut Andre Haarmann sah es so aus als wenn sie anders als üblich auf Abseits spielen wollte - und Schmidt war plötzlich frei vor Lukas Fiedler und schob eiskalt zum 2:2 ein.

Als Schmidt kurz darauf aus 17 Metern nachlegte, hatte Rheine die Partie gedreht - wohlgemerkt in Unterzahl. Die Schlussviertelstunde war eine reine Abwehrschlacht aus Sicht der Hausherren, die sie erfolgreich beenden konnten. Den einzigen gefährlichen Abschluss für den SuS hatte Hitir nach 82 Minuten als er an Stefan Bohne scheiterte. „Kompliment an Grün-Weiss. Sie haben leidenschaftlich gefightet“, lobte Andre Haarmann den Gegner, den trotz des zweiten Saisonsieges (vorerst) Tabellenschlusslicht bleibt.

 

GW Rheine - SuS Neuenkirchen II 3:2 (0:1)
0:1 Demir (21.), 1:1 D. Gottschlich (50.),
1:2 Hitir (60.), 2:2 Schmidt (69.)
3:2 Schmidt (74.).

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