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Kreisliga A

Jahrelang jubelte Michael Heckmann (r.) nur mit seinen Hauenhorster Jungs. Mit in wenigen Tagen 33 Jahren wechselt der Ur-Germane erstmals den Verein. Foto: Lehmann

Michael Heckmann verlässt das Nest


Von Christian Lehmann

(07.06.21) Am Mittwoch feiert Michael Heckmann seinen 33. Geburtstag. Mehr als ein Vierteljahrhundert seines Lebens hat er Fußball bei Germania Hauenhorst gespielt. Nun wartet eine neue, spannende Aufgabe auf den Defensivspieler: Als spielender Assistent von Hasan Ürkmez legt er beim TuS St. Arnold den Grundstein zum Sprung ins Trainergeschäft. Wie sich der Abschied von seinem Heimatverein anfühlt und welche Erwartungen er an seine neue Aufgabe hat, verriet er uns im Interview.


Hallo Michael! Wie hat man in Hauenhorst auf deinen Abschied reagiert?

Heckmann: Eine direkte Reaktion habe ich ja nicht bekommen, das lief aufgrund der Umstände alles digital. Es gab einige, die überrascht waren, sie haben mir aber auch zu der Entscheidung gratuliert. Ich habe schon vor einem Jahr mit dem Gedanken gespielt, etwas anderes zu machen, damals zusammen mit meinem Bruder Markus. Das hat sich aber zerschlagen und ich bin gerne noch ein Jahr in Hauenhorst geblieben. Dass ich den Schritt jetzt wirklich gewagt habe, hat mich auch selbst ein wenig überrascht. 

 

Trainiert ihr nochmal mit der "alten" Mannschaft, damit Du dich vernünftig verabschieden kannst?

Heckmann: Aktuell trainiert Guido schon wieder mit der neuen Mannschaft. Da bin ich nicht mit dabei. Wahrscheinlich wird es - je nachdem, was möglich ist - noch eine richtige Abschlussfeier geben.

 

Was nimmst Du aus deiner Zeit bei Germania mit?

Heckmann: Vor allem das familiäre Umfeld und viele schöne Erinnerungen. Ich weiß noch, als ich sechs oder sieben Jahre alt war, hat Mama meine ältesten Brüder und mich zum Sportplatz gebracht. Damals hat uns Bodo Gadomski in Empfang genommen und in verschiedene Mannschaften eingeteilt. Ich habe mein gesamtes Fußballer-Leben in Hauenhorst verbracht und war viele, viele Stunden am Platz. Nach der Jugend habe ich erst drei Jahre unter Jochen Jahnke in der zweiten Mannschaft gespielt, jetzt schon seit über zehn Jahren in der Ersten. In dieser Zeit lernt man viele Leute kennen und knüpft Freundschaften. 

 

Hast Du schon irgendwelche Erfahrungen als Trainer? Hast Du dir von deinem Bruder Markus, der ja schon ein paar Jahre als Trainer aktiv ist, Tipps geholt?

Heckmann: Ich habe mal ein, zwei Jahre lang eine E-Jugend als Co-Trainer gehabt. Deshalb ist die Aufgabe in St. Arnold jetzt der perfekte Übergang. Ich weiß, dass ich eine Menge lernen kann unter Hasan, der ja schon viele Jahre lang Erfahrungen in der Oberliga gesammelt hat. Für mich ist das eine große Chance für mich, um nochmal ein paar Jahre zu spielen und dann irgendwann als Trainer weiterzumachen. Mit Markus tausche ich mich regelmäßig aus - aber auch mit der restlichen Familie. Er arbeitet zwar schon lange als Trainer, die Rolle als spielender Co-Trainer kennt er aber auch noch nicht. 

 

Warum hast Du dich für den TuS St. Arnold entschieden?

Heckmann: Ich kenne Hasan schon seit Ewigkeiten, sein Sohn Seref ist bei mir in der Clique. Das ist ein grundsolider, top geführter Verein. Außerdem ist von Hauenhorst aus die Entfernung nicht allzu groß. Ich wollte auf jeden Fall nicht bis ans andere Ende des Kreises fahren. Mit Daniel Rohsmöller und André Fischer sind auch noch zwei Jungs dabei, die ich aus Hauenhorst kennen. Das ist eine gute, junge Truppe mit entwicklungsfähigen, talentierten Spielern wie zum Beispiel den Hyneck-Brüdern. Ich als alter Hase kann den Jungs vielleicht noch ein bisschen von meiner Erfahrung mitgeben.

 

In den vergangenen Jahren tingelte der TuS stets zwischen der Kreisliga A und Kreisliga B hin und her. Wird es auch in der kommenden Spielzeit vor allem um den Klassenerhalt gehen für dein neues Team?

Heckmann: Es wird erst einmal spannend werden, zu sehen, wie es überhaupt wieder anläuft. Schon nach der dreimonatigen Pause im vergangenen Jahr habe ich es als extrem empfunden - wenn man sich allein mal die vielen Muskelverletzungen anschaut. Jetzt war die Pause noch viel länger. Deshalb wollen wir es auch ganz solide und ruhig mit einfachem Fußballspielen angehen lassen. Georg Fettich soll noch die Möglichkeit bekommen, sich von den Jungs zu verabschieden. Unser Vorbereitungsplan beginnt ab Ende Juni, bis dahin haben die Jungs Laufpläne bekommen. Oberste Priorität wird natürlich sein, die Klasse zu halten. Wir möchten direkt raus aus der Gefahrenzone und uns langfristig in der Kreisliga A etablieren. Denn dort gehört diese Mannschaft hin.



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