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Kreisliga A Steinfurt

Borussia dankt Kock und "Korte"


von Christian Lehmann

(14.10.20) Borussia Emsdetten II bleibt das Nonplusultra der Kreisliga A. Auch das sechste Spiel der Saison, die Spitzenpartie gegen die Sportfreunde Gellendorf, entschied die Mannschaft von Trainer Steffen Molitor für sich. Wer nach dem 3:1 (1:0)-Erfolg vor rund 140 Zuschauern nur auf den Spielberichtsbogen schaute, dürfte sich gedacht haben: "Na klar, war ja der Jan Kortevoß aus der Ersten dabei..." Es war allerdings mehr nötig als die Qualität des abgestellten Westfalenliga-Torjägers, um die Sportfreunde zu schlagen. Ein perfekter Matchplan, eine top Mentalität und ein guter Schnapper zum Beispiel.

Vor allem im zweiten Durchgang, als die Gäste mit dem Mute der Verzweiflung und ihren wuseligen Dribblern Ivo Vieira und Cedrik Barbosa immer wieder in den Borussen-Strafraum dribbelten, wurde der entscheidende Unterschied zwischen beiden Teams in diesem intensiven Flutlicht-Kick deutlich. Während die Gellendorfer auch aus kürzester Distanz immer wieder versuchten, den Ball zum Mitspieler zu schieben, statt einfach mal drauf zu feuern, nutzte Schlawiner Kortevoß jede sich bietende Gelegenheit, um den Ball auf die Hütte zu bringen. Nach einem langen Ball schüttelte er die SFG-Innenverteidiger Klaas Hartken und Sergej Hatzenbühler ab und tunnelte Keeper Robin Gaebelein zum 2:0 (50.), einen eigentlich harmlosen Abschluss aus 30 Metern ließ Gaebelein dann unglücklich durch die Hosenträger rutschen (3:0/69.). Aber wie heißt es so schön: Wer nicht schießt, kann keine Tore machen.

Wahnsinns-Reflex

Die Moral stimmte stets bei den Sportfreunden, die auch in der Schlussphase zu richtig guten Torchancen kamen. Doch die Borussen zeigten eine Monster-Mentalität, hatten fast immer einen Fuß dazwischen und wussten auf jeden taktischen Kniff des Gegners eine Antwort. Wenn die mega-präsente Abwehr der Hausherren dann doch mal eine Lücke öffnete, war Schnapper Niclas Kock da. Mit einem Wahnsinns-Reflex parierte er ein Geschoss von Metin Balki (80.), schon zuvor hatte er einige Male im Verbund mit seinen Vorderleuten die Tür zu gemacht für die Gäste. Für die kam Marcel Bernhards Abstauber zum 3:1 (88.) einfach zu spät.

Im ersten Durchgang war vor allem den Sportfreunden der Respekt durchaus anzumerken. Molitors Plan, seinen einstigen Musterschüler aus gemeinsamen Zeiten bei Grün-Weiß Rheine, Ralf Stöber, mithilfe dreier bissiger Zentrums-Spieler (Herting, Hermeling, Fontein) an die Kette zu legen, funktionierte. Verdient ging Borussia nach 21 Minuten in Führung, nach einer Flanke von Marvin Ahmann traf - na klar - Kortevoß (1:0/21.). Die Gäste hatten auf Abseits spekuliert, Manuel Stegemann den Betrieb eingestellt. Gellendorfs Metin Balki hatte dann vor der Pause per Freistoß die beste Ausgleichs-Möglichkeit (44.), doch auch hier blieb Kock cool.

Molitor lobt sein Team

"Ich glaube, dass wir verdient gewonnen haben. Den Grundstein dafür haben wir in der ersten Halbzeit gelegt, weil wir taktisch gut vorbereitet waren", bilanzierte Borussias Coach Steffen Molitor. "Ich habe selten ein Spiel gesehen, in dem Ralf Stöber so wenig Ballkontakte hatte. Das haben wir in unserem 4-3-3 hervorragend gemacht. In der zweiten Halbzeit hatten man phasenweise gesehen, welche Qualität Gellendorf hat. Die Umstellung ins 4-4-2 tat uns gut, weil wir am Flügel immer wieder doppeln konnten. Die Mentalität spricht für die Truppe. Wir wissen, dass es Teams gibt, die fußballerisch deutlich besser sind, aber die Jungs machen es unglaublich gut. Es ist unangenehm, gegen uns zu spielen. Langfristig möchte ich schon die Spiele mehr kontrollieren, wir sind noch lange nicht am Ende." Über seinen Matchwinner Jan Kortevoß sagte er: "Klar, man darf nicht verkennen, dass uns das gut tut, wenn einer runterkommt. Aber wir haben auch schon Spiele ohne Jungs bestritten. Ohne Frage, er hat's klasse gemacht."

Gellendorfs Co-Trainer Jorge Macedo, der den erkrankten Chefcoach Stephan Sloot an der Linie vertrat, war enttäuscht. "Wir hatten ursprünglich geplant, aus einer kompakten Defensive Nadelstiche nach vorne zu setzen. Da hat uns der Druck nach vorne gefehlt, deshalb haben wir zur Pause umgestellt. In der zweiten Halbzeit war es deutlich besser. Wir sind gut aus der Kabine gekommen, beim Konter vor dem 2:0 standen wir nicht gut, das dritte war natürlich ein Torwartfehler. Es gab insgesamt nicht viele Chancen, aber die Borussen hatten heute halt einen Jan Kortevoß..."

Borussia Emsdetten II - SF Gellendorf     3:1 (1:0)
1:0 Kortevoß (21.), 2:0 Kortevoß (50.),
3:0 Kortevoß (69.), 3:1 Bernhardt (88.)
Borussia: Kock - Ahmann (81. Brink), Minnerup, Ohde, Schoppe - Herting, Hermeling, Fontein (84. Quibeldey) - L. Zollfrank (59. T. Zollfrank), Kortevoß (79. Negash), Tiekötter
Gellendorf: Gaebelein - Dogan (78. Pöttker), Hartken, Hatzenbühler, Balki - Al Sharif (64. Reckers), Stöber - Wewel, Bernhardt, Stegemann (46. Vieira) - Barbosa



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