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Doppelpass - Kreisliga A

Wie man ihn kennt und beim TuS Laer auch kennen lernen wird: Marcel Lütke Lengerich (l.) verteidigt alles und jeden weg.

Der neue Schienenleger vom TuS Laer 


Von Malte Greshake

(13.07.21) Marcel Lütke Lengerich. Diesen Namen brachte man in der Vergangenheit eher mit dem TuS Altenberge oder vor allem Westfalia Kinderhaus in Verbindung. Seit dieser Saison kickt der lange Verteidiger allerdings unter Coach Ron Konermann bei TuS Laer. Kreisliga A statt Westfalenliga also. Dafür gibt es allerdings einen triftigen Grund. Wieso er sich für diesen Wechsel entschieden hat und warum er so gerne Schienen legt, erklärt er uns im Interview.

Marcel, wie waren die ersten Spiele bei deinem neuen Verein, dem TuS?
Lütke Lengerich: Zuerst haben wir ja gegen den Bezirksligisten BW Aasee gespielt. Vorher hatten wir auch erst zwei Trainingseinheiten. Dementsprechend waren die ersten 30 Minuten ganz ordentlich, aber danach sind wir körperlich schon an unsere Grenzen gegangen. 0:4 hieß es dann am Ende. Wir sind viel hinterhergelaufen, aber man muss das als gute Einheit sehen. Danach beim 2:2 gegen BG Gimbte und 4:0-Sieg gegen SW Beerlage war es besser, aber wir können uns auf jeden Fall noch steigern. Im Moment ist aber alles sowieso noch der fehlenden Kraft geschuldet. Du kannst halt so viel laufen, wie du willst - auf dem Acker ist das nochmal etwas anderes.

Läufst du eigentlich immer noch den Kilometer unter vier Minuten wie so ein Besessener?
Lütke Lengerich: Ja, ich war zwischenzeitlich tatsächlich viel laufen. Dann habe ich es auch mal geschafft, auf zehn Kilometern einen Viererschnitt zu laufen. Aber so viel bringt das anscheinend ja auch nicht. Sowieso hat sich ja noch niemand ins Team gelaufen! (lacht)

Wie sind deine neuen Mannschaftskollegen so drauf? Einige kanntest du ja schon.
Lütke Lengerich: Genau. Steffen Köhler, Lukas Eissing, Marcel Exner und auch natürlich Ron Konermann kannte ich ja schon. Aber ich habe mich trotzdem vorher schon erkundigt, wer denn so bei Laer die Schlüsselspieler sind. Auch wie die drauf sind und ob die bleiben. Jetzt in den ersten Einheiten war ich dann aber doch positiv überrascht, muss ich sagen. Dass die Jungs für die Kreisliga schon ein gutes Niveau haben, kann ich bestätigen. Auch menschlich sind alle super drauf. Ich wurde gut aufgenommen.

Wie kam es dazu, dass du dich entschieden hast, von der Westfalenliga in die Kreisliga A zu gehen? Das ist ja schon eine Veränderung.
Lütke Lengerich: Das ist auf jeden Fall eine große Veränderung - aber auch studienbedingt geschuldet. Ich fange jetzt nämlich an, neben meiner Arbeit noch einmal an der Fernuni zu studieren. Mit einem Vollzeitjob plus Studium wäre der Aufwand für die Westfalenliga oder auch Landesliga zu groß gewesen. Da trainiert man ja dreimal die Woche und die langen Auswärtsfahrten kommen auch noch hinzu. Zeitbedingt wollte ich da also kürzertreten. Sonst wird das alles nichts. Mittlerweile haben sich die Prioritäten bei mir auch schon geändert.

Musst du denn auch in Laer immer noch Innenverteidiger spielen oder hat wenigstens Ron Konermann deine Stürmerqualitäten erkannt?
Lütke Lengerich: (lacht) Freitag gegen Gimbte habe ich ja noch geknipst! Ich hab's ihm gesagt: Wenn er einen Stürmer braucht bin ich sofort bereit. Aber noch stehe ich hinten drin. Bis zur A-Jugend habe ich ja tatsächlich noch Sechser gespielt, wurde dann aber umgeschult. Ich denke mal, ich werde einfach schön hinten bleiben. Auf der Sechs sind wir ja gut besetzt mit Steffen Köhler, Hannes Medding und auch mit dem gerade noch verletztem Robin Drees. Die sind, glaube ich, noch geeigneter dafür.

Aber bei eigenen Kontern rennst du doch trotzdem noch immer direkt nach vorne, oder?
Lütke Lengerich: Immer gerne! Wenn jemand mitspielt, dann lege ich mir auf jeden Fall meine Schienen und bin vorne dabei.

Wie ist das jetzt, deinen alten Kumpel Ron Konermann als Trainer zu haben? Ihr seid ja doch schon öfter mal einen zusammen trinken gegangen...
Lütke Lengerich: Wir kennen uns ja schon lange und sich gut befreundet. Es ist halt immer nochmal etwas anderes, als sein Spieler aufzudribbeln, aber das klappt bisher sehr gut. Ich habe immer einen direkten Ansprechpartner und andersherum ist das genauso. Wenn er irgendetwas auf dem Platz anders haben möchte, sind wir im sehr engen Austausch. Wir sprechen nach dem Spiel auch immer darüber, was man noch ändern oder besser machen könnte. 

Dein persönliches Ziel ist es jetzt also, mehr Verantwortung auf dem Platz zu übernehmen?
Lütke Lengerich: Das sollte ja schon das Ziel sein, wenn man aus der Westfalenliga runterkommt, auch wenn ich da nicht so viele Minuten abgerissen habe. Und ich bin ja jetzt auch schon 26 Jahre alt. Ich weiß, noch nicht ganz so alt, wie du es bist, aber da kann man den jungen Leuten, die in Laer rumrennen, vielleicht noch ein bisschen mitgeben.

Und was sind dann die Saisonziele beim TuS?
Lütke Lengerich: Ich denke Ron hat das schon ganz gut formuliert: Auf jeden Fall besser abschneiden als letztes Jahr. Aber was soll ich jetzt herumlabern. Am liebsten will ich natürlich nach ganz oben. Ich bin nicht nach Laer gekommen, um um Platz fünf mitzuspielen.



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