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Kreisliga A

Gibt am Samstag seinen Ausstand als Gellendorfs Trainer: Stephan Sloot. Foto: Lehmann

"Das hat emotional gekratzt"


Von Fabian Renger

(14.01.22) Stephan Sloot gönnt es sich gerade mal so richtig. Am Freitagmittag schnabuliert er ein bisschen Fast Food, als wir anrufen. Cheeseburger. Hmm. Lecker. Am Donnerstagabend spendierte er seiner Mannschaft der SF Gellendorf eine Kiste Bier zu seinem Abschied. Abschied? Jetzt schon? Genau. Denn Sloot, der am Sonntag 40 Jahre jung wird, hört nicht erst im Sommer als Coach der SFG auf. Sondern bereits am Samstag. Um 13.30 Uhr wird das Testspiel bei Arminia Ibbenbüren angepfiffen. Es werden Sloots letzte 90 Minuten als Gellendorfer Übungsleiter sein. Er übergibt das Kommando - wie geplant - an Georg Fettich. Nur eben etwas früher.

"Das hat emotional schon gekratzt", sagt Sloot. "Die Jungs sind mir ans Herz gewachsen. Es war immer eine aktive Erholung und positiver Stress für mich, am Sportplatz zu sein."  Doch beruflich ist er (zu) stark eingebunden. Er ist Vertriebsleiter eines Rheiner Unternehmens, zudem ist er Familienvater. Das mit dem Trainerjob zu vereinbaren? Schwierig. In nächster Zeit wird er wieder mehr in der Welt unterwegs, nicht jede Trainingseinheit für ihn zu schaffen sein. Auch bei dem einen oder anderen Spiel in den nächsten Wochen könnte er ausfallen.

Sloot erhofft sich "Leistungssteigerung" - Verhinderung eines Schlendrians

In seinen Co Jorge Macedo hat Sloot zwar hundertprozentiges Vertrauen, dennoch wollte er vorbeugen. "Wenn ich als Trainer und Vorbild schon nicht zu 100 Prozent da sein kann, wie kann ich das als Spieler verlangen?!", machte sich Sloot in den vergangenen Wochen so seine Gedanken. Einem Schlendrian wollte er - gerade im vierten Jahr als Coach am Goldhügel - nicht auf den letzten Metern seiner Amtszeit die Tür öffnen. So wollte er nicht gehen. Und so reifte der Entschluss letztendlich in ihm.

"Ich persönlich erhoffe mir eine Leistungssteigerung", möchte Slooti seiner Elf nochmal einen Push für die zweite Saisonhälfte geben. Aktuell befinden sich die Gellendorfer mit 28 Zählern als Sechster und zwei Nachholspielen in Petto in Lauerstellung. Schlüpft Sloot denn nun - wie angedacht - in die Rolle des Teammaangers? "Ab Sommer war das besprochen, ja. Jetzt kurzfristig mache ich aber ein Break, um Abstand zu gewinnen. Ich werde aber eine Schnittstelle zwischen Vorstand und Mannschaft bleiben."

"Georg brennt"

Im Verein zeigt man vollstes Verständnis für Sloot. SFG-Sportleiter Markus Hermann sagt am Freitag: "Der Aufwand ist in seinem Job immer schwer einzuschätzen. Ich mache ihm persönlich keinen Vorwurf." Der Verein hätte es übrigens hingenommen und akzeptiert, wenn Sloot zwischendurch gefehlt hätte, wie der Funktionär klar betont. Aber nun handelte er umgehend und überzeugte Fettich, sofort zu einzusteigen. "Georg hat natürlich Bock, er brennt, er will. Die Situation ist unglücklich und auch sehr außergewöhnlich. Aber wir haben jetzt nichts zu verlieren, es gibt ja keinen Druck", so Hermann.

Der Kader habe zu 99 Prozent signalisiert, auch mit Fettich zusammenzubleiben. Dies bestätigt dieser. An fixen Abgängen kann der neue Übungsleiter, der am Dienstag seine erste Einheit leiten wird, bisher nur Robin Gäbelein (Wechsel ins Trainerteam der Zweiten) vermelden. Mit jedem einzelnen Kadermitglied sprach Fettich in der vorigen Woche bereits telefonisch. Der brennt wirklich, der Mann.

Fettich: "Super Eigenwerbung des Kaders"

"Ich hatte nie das Gefühl von negativen Einflüssen. Die Jungs haben echt super Werbung für sich betrieben. In Endeffekt haben sie es mir relativ einfach gemacht, deswegen fiel mir die Entscheidung jetzt nicht so schwer", berichtetet der künftige Gellendorfer Chefcoach, dass er sich schon sehr gut aufgenommen fühlt. Als er die Anfrage bekam, ob er nicht direkt loslegen könne, gab er fix sein 'Go'. Auch daheim gab's keine Probleme. "Meine Frau kennt das ja nicht anders", so Fettich lachend. Am vorigen Montag traf er sich zur ersten persönlichen Beschnupperung mit dem Spielerrat. Auch mit Sloot und Macedo unterhielt er sich noch einmal ausführlich. Am Mittwoch meldete er sich bei Hermann mit seinem endgültigen Ja-Wort.

14 Tage bleiben ihm damit bloß vorm ersten Ligaspiel gegen den 1. FC Nordwalde. Wenig Zeit. Und dann direkt noch so ein Knallergegner. "Dann ist man sofort hellwach", sieht's Fettich positiv. Übrigens: Die Integration bei den SFG wird ihm leicht gemacht. Schließlich bleibt Macedo ihm als Co-Trainer auch in der nächsten Saison erhalten. Die Gespräche mit ihm seien super gelaufen, erklärt Fettich. 



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