Kreisliga A
Zeugner bleibt: "Wäre auch komisch gewesen, wenn nicht"
Von Malte Greshake
(12.12.25) Alles andere wäre aber auch echt überraschend gewesen: Pünktlich vor dem Fest hat der TuS Laer den Vertrag mit Chefcoach Kolja Zeugner verlängert. Darüber setzte uns Sportleiter Justin Bovers an diesem Freitag in Kenntnis. Seit dem vergangenen Sommer ist Zeugner für die Laerer verantwortlich und hat mit seinem neuen Team ein fast perfektes halbes Jahr hingelegt: Mit 42 Punkten überwintert der TuS an der Spitze der Kreisliga A. Rund zehn Zähler Vorsprung sind's auf den Zweitplatzierten Vorwärts Wettringen II. Und: Einen Winterneuzugang hat der TuS auch noch im Geschenkesack.
"Natürlich haben wir mit Kolja verlängert. Wäre auch komisch gewesen, wenn nicht", sagt Bovers. "Wir haben schon seit Oktober darüber gequatscht. Mittlerweile greift bei uns ein Rad ins nächste." Mit komplett ambitionierten Zielen seien die Laerer aber überhaupt nicht in die Saison gestartet. "Wir haben ein paar Neuzugänge geholt und hatten erstmal das Ziel, uns zu finden", erklärt Bovers. Dazu kam dann noch das bodenständige Vorhaben, zwei Derbysiege gegen Germania Horstmar einzufahren. "Und einen haben wir schon geholt", merkt er augenzwinkernd an.
Was nach der Eingewöhnungszeit folgte, bezeichnet der Sportliche Leiter allerdings als überragend. Die Mannschaft habe die Neuzugänge stark aufgenommen, die Trainingsbeteiligung sei top. "Vor dem Derby gegen Horstmar waren fast 25 Spieler beim Training", berichtet er. "Es gibt einen riesigen Konkurrenzkampf. Aber eben auch ohne Stunk. Jeder gönnt jedem seine Einsätze." Und wenn Ihr noch mehr über das Sahnejahr der Laerer erfahren wollt, empfehle ich Euch unsere
aktuelle Podcast-Folge.
Viel Ballbesitz, viel Kommunikation
Jedenfalls, die Arbeit des neuen Trainers sei laut Bovers auch ein entscheidender Faktor. "Kolja macht das super", lobt Bovers den Übungsleiter. "Er ist sehr akribisch, legt ganz viel Wert auf Kommunikation. Das ist enorm wichtig, wenn du in eine neue Mannschaft kommst." Zeugner brachte ein neues System mit und setzt vor allem auf viel Ballbesitz. Ein Ansatz, der in Laer schnell griff. Dass die gute Stimmung auch mit den Ergebnissen zusammenhängt, bestreitet in Laer indes niemand. Doch der TuS ist nicht einfach durch die Hinrunde gerauscht. "Wir hatten mit zwei Niederlagen auch Rückschläge dabei", betont Bovers. "Teilweise haben wir schwierige Spiele - auch in Unterzahl - gedreht. Das war keine Selbstverständlichkeit."
Auch personell stellt sich der TuS für die Zukunft auf. Viele Zusagen aus dem aktuellen Kader liegen bereits vor, das Grundgerüst soll zusammenbleiben. "Wir wollen den Kader beibehalten und uns punktuell verstärken", so Bovers. Ein Neuer steht dabei bereits fest: Max Thüning, früher schon beim SV Burgsteinfurt und zuletzt beim 1.FC Gievenbeck II aktiv, stößt nach einem Auslandssemester zur Wintervorbereitung dazu. "Ein interessanter Spieler", sagt Bovers über den Mittefeldspieler. "Aber bei ihm hängt es auch vom Studium ab, wie oft er für uns aufläuft."




































