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Kreisliga A
"Laui" macht GWA Rheine glücklich
Von Christian Lehmann
(11.11.25) Nico Lauenstein hat bei Grün-Weiß Amisia Rheine das geschafft, was viele vor einigen Monaten nicht für möglich gehalten hätten. Nach der Trennung von Lennart Rading hatte er Ende August den Cheftrainer-Posten übernommen und das Team merklich stabilisiert. Als Tabellenzweiter reisen die Schotthocker mit viel Selbstbewusstsein zum Ligaprimus TuS Laer - und mit dem Wissen, dass sie auch in Zukunft auf "Laui" setzen können. Am vergangenen Freitag einigten sich Verein und Trainer darauf, den Weg auch in der kommenden Saison gemeinsam weiterzugehen.
Steve Ridder hat es schon häufig gesagt und wiederholt den Satz auch am Dienstag gerne: "Laui ist der beste Transfer, den ich jemals getätigt habe", erklärt der Sportliche Leiter der Rheinenser. Als der frühere Regionalliga-Torhüter kurzfristig den Trainerposten übernahm, hatte er keinerlei Zweifel daran, die richtige Wahl getroffen zu haben. "Er hat großen Sachverstand, liebt das Spiel. Wir sind absolut auf einer Wellenlänge und wussten, dass er die Jungs packen kann. Er hat dafür gesorgt, dass wir jetzt ein schönes Spitzenspiel haben. Wir alle sind super glücklich, mit ihm verlängert zu haben."
"Ich habe ein bisschen mit mir gehadert"
Obwohl Lauenstein seit seinem Wechsel zu GWA vor fünfeinhalb Jahren inzwischen Feuer und Flamme ist und sich im Verein prima eingelebt hat, war der Verbleib nicht ganz selbstverständlich. "Ich habe ein bisschen mit mir gehadert, weil ich einfach noch viel zu gerne selbst auf dem Platz stehe", verrät der 39-Jährige. Das war zuletzt nicht mehr möglich, weil er sich voll auf die Rolle als Chefcoach einlassen musste. Im Schotthock will er allerdings dem hochtalentierten Niels Kowal, der seine Sache zuletzt überragend machte, natürlich den Platz nicht streitig machen. Angebote, bei einem anderem Verein nochmal zwischen den Pfosten zu stehen, lehnte Lauenstein nun ab. Er gesteht aber: "Ich habe da sehr intensiv drüber nachgedacht." Auch geografisch passt es inzwischen richtig gut: Nachdem er fünf Jahre lang aus Iserlohn nach Rheine zum Training und zu den Spielen gependelt war, hat er inzwischen ein Haus in Neuenkirchen gekauft und die Anfahrtszeit deutlich reduziert.
Dass die Truppe gerade offensiv über reichlich Potenzial verfügt, war schon lange augenscheinlich. Vor allem defensiv hat Lauenstein eine Menge rausgeholt. In elf Spielen seit seiner Amtsübernahme hat das Team lediglich 15 Gegentore kassiert - zuletzt griffen auch offensiv die Mechanismen immer besser, sodass Christian Biermann und Co. glänzen konnten. Ridder erklärt, dass auch eine Systemumstellung und ein neuer Ansatz dabei halfen. "Wir spielen wieder ein klare Viererkette und haben klare Abläufe. Laui hat den Jungs einfache Mittel mit an die Hand gegeben hat und aus den Jungs das Beste rausgeholt. Fußball kann manchmal echt einfach sein."
Ridder: "Ein gutes Signal"
Weil nach Lauensteins "Beförderung" zum Chef zunächst kein Co-Trainer zur Verfügung stand, hatte Lauenstein von seinen Spielern eingefordert, Verantwortung zu übernehmen und ihn im Training zu unterstützen. Das funktionierte und wird auch bis auf weiteres so bleiben. Ridder verrät aber: "Wir wollen gerne noch einen Co-Trainer mit dabei haben - es kann aber auch sein, dass er aus den eigenen Reihen kommt."
Nun stehen auch die Gespräche mit den Spielern des aktuellen Kaders an, in die der Sportliche Leiter ganz entspannt gehen kann: "Lauis Verlängerung ist ein richtig gutes Signal. Wir wollen mit den Jungs, die wir haben, gerne weitermachen. Ich bin überzeugt davon, dass einige den Weg mitgehen werden." Das Ziel bleibt der Aufstieg in die Bezirksliga - notfalls auch erst in der nächsten Saison. "Wenn wir es in dieser Saison nicht schaffen sollten, werden einen Kader zusammenstellen, der oben mitspielen kann."








































