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Kreisliga B1

Bei diesem Zweikampf zwischen Marius Reckels (r.) und Fabio Pinto nimmt Daniel Rohsmöller nur die Rolle des Betrachters ein. In der Schlussminute gerieten er und der Mesumer dann richtig aneinander.
Während Manuel Lichter (r.) ein möglicher Strafstoß verwehrt wurde, war David "Champ" Rieke eine der Schlüsselfiguren des Spiels.

Doppel-Rot als Schlussakt eines tollen Derbys


von Christian Lehmann

(20.11.17) Wer die Geschichte des B-Ligaderbys zwischen den Zweitvertetungen Germania Hauenhorsts und des SV Mesum erzählen will, kommt unweigerlich zur Frage: "Wo fange ich an?" Wir beginnen mit der Schilderung der Ereignisse beim 4:2 (2:1)-Auswärtssieg der Hassenbrockler von ganz hinten. Denn die Partie endete mit einem lauten Knall.

Eigentlich war das Spiel schon längst zu Gunsten seines Teams entschieden, doch Mesums Fabio Pinto wollte offenbar unbedingt nochmal den Ball haben. An der Hauenhorster Eckfahne stocherte er gegen Daniel Rohsmöller nach. Selbst nach dem ertönten Pfiff des Unparteiischen ließ er nicht nach und versetzte seinem Gegenspieler einen weiteren Hieb. Rohsmöller keilte mit dem Ellenbogen aus - es folgten eine kleine Rudelbildung und ein Platzverweis für beide (90.). Der krachende Schlussakt eines bis dahin weitestgehend fairen Derbys.

Dicke Lippe und Sperre

"Aus meiner Sicht war es für beide eine Rote Karte, für Daniel aber eher als für den Mesumer", urteilte Germanias Co-Trainer Maik Willemsen. "Da muss er sich besser im Griff haben." Mesums Trainer Dirk Sterthaus stieß ins gleiche Horn: "Ich weiß, dass wir in der Fairplay-Tabelle nicht gut da stehen, aber da muss ich Fabio in Schutz nehmen. Das war sicherlich unclever, aber er war noch sehr gallig und wollte unbedingt den Ball haben. Jetzt hat er halt 'ne dicke Lippe." Der Platzverweis gegen seinen Spieler sei jedoch keine krasse Fehlentscheidung gewesen. 

Auch sportlich hatte das Spiel seine Momente. Während Bezirksliga-Leihgabe Alan Krzesinski in der Anfangsphase zweimal im Eins-gegen-Eins an Mesums angeschlagenen Keeper Steffen Schnellenberg scheiterte (8./26.), setzte David Rieke den ersten Glanzpunkt des Spiels und traf per Distanzschuss aus 16 Metern zum 0:1 (22.). Der "Champ", der an einer Schulterverletzung laboriert hatte und wieder zurück in den Kader des Landesligateams strebt, erklärte sich an seinem Geburtstag dazu bereit, "unten" auszuhelfen, weil der Kader des SVM nicht mehr viel hergab. Auch Altherren-Zocker Joao Oliveira tat mit, ehe er nach 75 Minuten unters Sauerstoffzelt musste. "Beide haben eine Sahnespiel gemacht", lobte Sterthaus.

Staats "überragend"

Den 1:1-Ausgleich verhinderte aber auch das ausgebuffte Duo nicht. Fabian Schnippe eroberte den Ball und bediente Marius Reckels, der zum 1:1 einlochte (30.). Mesum wankte kurz, schüttelte sich dann jedoch und ging durch Jannes Rauß wieder in Führung. Den Angriff vor dem 1:2 (44.) hatte er höchstselbst eingeleitet.

"Nach der Pause wollten wir dann vorne voll anlaufen. Da gibst Du natürlich Räume preis", sagte Willemsen. Diese Räume nutzte einer, der bis dato noch gar nicht auf den Plan getreten war. Was Mika Staats jedoch beim 1:3 und 1:4 mit dem Ball anstellte, war exzellent. Sein Heber über Germania-Keeper Lucas Garmann (69.) war schon sehenswert, das Kunststück im Rückwärtslaufen sorgte sogar auf der gegnerischen Bank für offene Münder. "Das muss man schon sagen, den hat er herausragend gut gemacht", so Willemsen. "Er ist für uns mega wichtig", sagte Sterthaus über seinen erfolgreichsten Stürmer (neun Saisontore). 

Schluss war noch immer nicht: Lukas Simon verkürzte fast im Gegenzug auf 2:4 (77.). Von dem Moment an wurde es ein richtig rassiges Derby. Stress gab es in der 80. Minute: Mesums Alex Gebbeken lag bei einem Hauenhorster Angriff am Boden, weil der Unparteiische die Partie nicht unterbrach, spielten die Gastgeber weiter. Bei der folgenden Aktion wurde Manuel Lichter im Strafraum wohl gefoult, doch auch diesmal gab es keinen Pfiff (80.). "Da hätte ich mich über einen Elfmeter nicht beklagen können", verriet Sterthaus, der sich alles in allem einen nicht unverdienten Sieg freuen durfte. Willemsens Fazit: "Mesum war nicht unbedingt zwei Tore besser als wir, aber sie haben ihre Möglichkeiten effektiv genutzt."

Germania Hauenhorst II - SV Mesum II     2:4 (1:2)
0:1 Rieke (22.), 1:1 Reckels (30.),
1:2 Rauß (44.), 1:3 Staats (69.),
1:4 Staats (76.), 2:4 Simon (77.)
Rote Karte: Mesums Fabio Pinto (90./Nachtreten)
Rote Karte: Hauenhorsts Daniel Rohsmöller (90./Tätlichkeit)

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Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    Borussia Münster 30    112:34 79  
2    Germ. Hauenhorst 30    82:30 77  
3    Conc. Albachten 30    78:34 74  
4    SC Hörstel 30    103:40 68  
5    Warendorfer SU 30    81:32 63  

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