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Dean Parkin (l.) und Altenrheine IV schauten dieses Mal nur zu und Stefan Kloers und Bilk II hielten die Schotten dicht.

Improvisation ist angesagt


von Till Meyer

(14.11.17) Da hat uns der 14. Spieltag aber mal einiges an Kreativität abverlangt. Lediglich fünf Partien waren für den Sonntag angesetzt und davon ist auch noch eine kurzfristig ausgefallen. Da war das Besetzten unserer Kategorie gar nicht so leicht. Und so haben wir uns kurzerhand dazu entschieden, unsere klassischen Kategorien in dieser Woche mal ein wenig aufzuweichen und uns den Gegebenheiten auf den Plätzen anzupassen. Heißt, neue und nicht minder interessante Einordnungen vorzunehemen.

Gewinner des Spieltages: Diese Rubrik bleibt erhalten und wird sogar vom selben Team besetzt wie in der Vorwoche: Portu Rheine. Und noch etwas ist identisch mit der Vorwoche. Wieder schoss Portu "nur" seine zwei Tore. Reichte aber auch wieder zu einem Dreier. Wenngleich das Ergebnis dieses Mal etwas verwundert, schließlich ging es gegen das Schlusslicht und die Schießbude der Liga (nun 72 Gegentore) - den SV Langenhorst-Wellbergen III. Bisschen dürftig, oder? "Nein, überhaupt nicht. Wir haben über die neunzig Minuten viel getan, hatten unzählige Chancen und wir wollen uns einfach Selbstbewusstsein holen über Siege. Egal, gegen wen es geht. Also ist alles in Ordnung so", stellte Portu-Coach Rainer Tenelsen klar.

Und in der Tat hätte seine Elf, die sogar mit 0:1 ins Hintertreffen geriet (Jannik Winter/24.), schon vor dem Pausentee mehr als nur den 1:1-Ausgleich durch Abouzaho Kone (33.) erzielen können. Nein, eigentlich auch müssen, aber Portu fehlte schlicht die Kaltschnäuzigkeit gegen aufopferungsvoll kämpfende Gäste. Ohnehin war das Match von vielen Zweikämpfen, Unruhe und verbalen Scharmützeln geprägt. Nebenbei tat Portu die verletzungsbedingte Auswechslung von Libero Dennis Martins Almeida alles, aber nicht gut. Die defensive Stabilität ging flöten und die Gäste hatten dadurch sogar ihre Kontergelgenheiten. Aber, und das ist entscheidend, die Truppe von Tenelsen hat sich stabilisiert und hat letztlich auch die individuelle Qualität, solch ein Ding auch noch hintenraus für sich zu entscheiden. 

Wieder war es Kone, der vier Minuten vor dem Ende einfach mal durchlief, spekulierte und die Asse von Gäste-Keeper Lennart Hille praktisch vor die Füße gepatscht bekam. Da fiel das Eindrücken zum 2:1-Endstand auch nicht mehr schwer. Kone ist eben ein Stürmer mit einem Näschen für genau solche Situationen. Portu bleibt also mittendrin im Kampf um Relegationsrang zwei. Und da die Tordifferenz am Ende nicht entscheidend ist, zählten ohnehin nur die drei Punkte.  

Überraschung des Spieltages: Das Resultat des Duelles zwischen Westfalia Bilk II und Eintracht Rodde III. Nach neunzig Minuten hieß es 0:0. Da wird sich jetzt bestimmt so mancher denken: Ja und? Aber Pustekuchen! Wir legen mal die Einschläge beider Teams zu Grunde. Bilk II hat als Zwölfter (8 Punkte) bisher 40 Dinger schlucken müssen. Die Eintracht, die einen Rang dahinter rangiert (4 Zähler) derer sogar 45. Macht bei beiden einen Schnitt von über drei pro Partie. Okay, beide Offensiven haben noch nicht viel geknipst, aber bei diesen vermeintlich wackeligen Defensiven lagen eigentlich Tore in der Luft. Aber eben nur eigentlich. Beide hielten die Schotten dicht. Für uns daher die Überraschung des Spieltages.

Kompromiss des Spieltages: Da wären wir dann bei der Partie des SC Altenrheine IV gegen den Vorletzten, den SV Wilmsberg IV. Oder sagen wir besser: Bei der nicht stattgefundenen Partie der zwei Teams. Wilmsberg fehlte schlicht das Personal, also erfolgte am Morgen des Sonntages die Absage. "Wir hätten eigentlich schon gerne gespielt, aber noch weniger hatten wir Lust auf ein Nachholspiel. Wir müssen sowieso noch eines bestreiten", ließ der spielende Co-Trainer Altenrheines, Kevin Brüning, auf Nachfrage wissen. Es war, wenn man so will, ein Kompromiss - zumindest aus Sicht der Gastgeber, die dank dieser drei Punkte am grünen Tisch sogar einen Platz kletterten und aktuell auf Rang vier (25 Punkte rangieren). Und dabei hat der SC noch zwei Spiele weniger ausgetragen als die Konkurrenz auf den beiden Plätzen davor. 

Heimspiel-Fazit:
Not macht erfinderisch. Das ist das eine - und das andere ist: Selbst in dieser zerpflückten und spieltechnisch dezimierten Runde wurde in den Partien doch so einiges geboten. Es bedarf also gar nicht immer einer riesigen Auswahl. Die Vereine und Akteure dieser Spielklasse schaffen es, auch aus wenig viel zu machen. Sehr lobenswert, finden wir. 

Macht mit!

P.S.: Mit dieser Zusammenfassung wollen wir alle belohnen, die ihr "Häkchen" in dieser Liga gemacht haben. Wer sich das Heimspiel-Abo holt, kann nämlich auch angeben, für welches Team er sich interessiert. Je mehr Abos wir in einer Liga haben, desto mehr berichten wir auch. Mitmachen lohnt sich also.



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2    TGK Tecklenburg 20    81:24 51  
3    SV Bösensell 19    49:10 49  
4    Neuenkirchen II 20    71:25 46  
5    Arm. Ibbenbüren 19    63:31 45  

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