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Kreisligen C

Ein Riese und ein Zwerg: Lukas Wilken (v.) von den SF Gellendorf sowie Tobias Brüggemann (h.) vom SC Altenrheine IV.

Gellendorf hat den Papst in der Tasche


von Fabian Renger

(27.03.19) In der C1 müssen wir schon wieder über den Aufstiegskampf reden. Und ja, sorry dafür, auch über die SF Gellendorf müssen wir wieder reden. Die können nämlich einfach Spitzenspiele. Nach dem Öffnet internen Link im aktuellen Fenster2:0-Erfolg über Portu vor zwei Wochen reisten die Jungs von Thomas Rösener zum nächsten Verfolger, der Vierten des SC Altenrheine. Abermals siegte die Goldhügel-Gang, diesmal mit 3:2, wie gegen Portu aber ein bisschen mit dem Papst in der Tasche.

Und auch in der C2 bleibt's indes auch nicht unspannend. Da kümmern wir uns diesmal monothematisch um die Dritte von Preußen Borghorst und deren Erfolgsrezept. Eine Mannschaft, die kaum zu überwinden ist. In elf von 18 Partien blieb sie ohne Gegentor. Pal Dardai gefällt das.

Kreisliga C1

Altenrheine findet fußballerisch mehr statt

Aber erst einmal an den Kanal, zum C1-Knaller. Altenrheines Truppe führte dank zweier Treffer des auffälligen Dustin Göwert mit 2:1 (20./22.), Robin Reckers' frühes 1:0 (8.) für die Gellendorfer war so längst aus der Welt geschafft.  "Spielerisch hat mir Altenrheine besser gefallen", vermisste SFG-Coach Rösener fußballerische Elemente wie flaches Kombinationsspiel, sah zu viel langes Holz und machte eine Verkrampftheit in seinem Team aus. "Es wurde mehr Fußball gearbeitet als gespielt", befand der Coach. Das war anders geplant.

Altenrheine kam in einem recht ausgeglichenen Match etwas besser zurecht. Nach schludriger Anfangsphase, einer fast einmonatigen fußballerischen Zwangspause geschuldet, "waren wir relativ gut drin. Hätten auch das 3:1 oder 4:1 machen können", befand SCA-Trainer Rolf Dölling, der im Sommer aus beruflichen Gründen aufhört. Doch das Aluminium war im Weg und am Ende diverse Entscheidungen von Referee Deniz Ata.

Geers und die Elfmeter-Rückgabe


In der 68. Minute traf Niklas Geers im Nachsetzen für die Sportfreunde zum 2:2. Seinen Handelfmeter machte er zu einer Rückgabe, SCA-Schnapper Matthias Dycker hielt ihn problemlos. Beim Abpraller machte es Geers besser. Aber war es ein Handelfmeter? "Mein Spieler wird aus 1,50 Meter angeschossen. Was soll er machen? Sich auflösen?", fragte Dölling. Die Schiri-Keule wollte er aber ausdrücklich nicht schwingen. "Wir haben es selbst vorher verbockt, aber ich kann meinen Jungs nicht böse sein. Wir haben ja eigentlich ein gutes Spiel gemacht."

Auch die Szene zum 2:3 war aus Döllings Sicht frustrierend. Ein Ball gelangt, eher unabsichtlich, zu Altenrheine-Keeper Dycker, der die Murmel in die Hände. Kein Rückpass. Schiri Ata sagt: Doch, Rückpass. Es folgt: Ein indirekter Freistoß, sieben Meter Torentfernung, und ein Tor durch Jens Blanke. "Beides Entscheidungen, die man geben kann, aber nicht muss", so Dölling. Rösener pflichtete ihm fairerweise bei. "Objektiv betrachtet war ich beim Freistoß eher beim Schiedsrichter. Den Elfmeter hätte ich, ohne Vereinsbrille, wohl eher nicht gepfiffen." 

Verfolger bleiben dran


Da auch die nächsten Verfolger aus Metelen, von Fortuna Emsdetten sowie Portu Rheine ihre Hausaufgaben erledigten, bleibt das Aufstiegsrennen offen. Dölling rechnet mit einer definitiven Entscheidung im direkten Duell gegen Portu am 19. Mai. Die Vierte würde, Stand jetzt, auch sehr wahrscheinlich in der B-Liga antreten, sollte es zu einem Aufstieg kommen, schätzt er. Rösener ist indes gespannt, wie seine Mannschaft als Gejagte klar kommt. "Jetzt haben wir ja wirklich was zu verlieren. Die Frage ist, wie locker nehmen die Jungs das an?" Und nicht immer kann ja Fortuna nachhelfen...

Tobias Terwort (l.) ist mit Preußen Borghorsts Dritter auf rekordverdächtigem Defensiv-Kurs.

Kreisliga C2

Benesch und Dwersteg - die Borghorster Wand

Wie viel Busse kann man eigentlich vor dem eigenen Tor parken, um auf diese Werte zu kommen? Elf von 19 Spielen hat die Dritte von Preußen Borghorst ohne Gegentor zu Ende gespielt, in allen drei Pflichtspielen dieses Jahres blieb sie ohne Gegentreffer. Damit ist Preußen Vierter, drei Punkte hinterm Spitzenreiter SV Burgsteinfurt IV, ein Zähler fehlt zu Westfalia Leer II und SW Weiner II. Und alles nur wegen Michael Benesch und Rene Dwersteg, die auch am Wochenende im Duell gegen den SV Wilmsberg (Endstand: 6:0 für Preußen) den Kasten sauber hielten.

Also, nun gut: Fast nur wegen den beiden. Preußens Trainer Jan-Hendrik Harbert nennt sie als seine beiden Busse. Es ist das Innenverteidiger-Pärchen der Borghorster, davor agiert der Coach zumeist selbst als Sechser gemeinsam mit Kapitän Kai Schulze Brock. Auf der Außenverteidiger-Position herrscht hohe Fluktuation. "Wir haben irgendwann gemerkt, dass es uns nicht liegt, den Gegner vorne anzulaufen", erklärt Harbert, dass die defensive Grundausrichtung schon wirklich zu seinem Konzept gehört. Tief stehen, lauern, Bälle erobern und dann eben etwas draus machen vorne.

Zwölf Gegentore sind es im gesamten Spieljahr, allerdings vorne auch nur magere 40, so viel zum Thema "etwas draus machen" - die Kehrseite der defensiven Medaille. "Uns fehlt ein echter Knipser", sagt Harbert. Von den eh nicht im Überfluss vorhandenen Tormöglichkeiten würde sein Team dann auch noch zu viele vergeben. Klar ist: Das Thema Aufstieg würden die Preußen aber wohl angehen. "Versuchen wollen wir's, wenn's klappt", erklärt Harbert. Im zweiten Jahr kickt die Mannschaft so zusammen wie derzeit, vorher gab es jahrelang keine Zweite. Jetzt halt schon - und zwar eine mit einer richtigen Wand hinten drin.

Macht mit!

P.S.: Mit dieser Zusammenfassung wollen wir alle belohnen, die ihr "Häkchen" in dieser Liga gemacht haben. Wer sich das Heimspiel-Abo holt, kann nämlich auch angeben, für welches Team er sich interessiert. Je mehr Abos wir in einer Liga haben, desto mehr berichten wir auch. Mitmachen lohnt sich also.



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Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    SC Münster 08 II 19    65:11 55  
2    TGK Tecklenburg 20    81:24 51  
3    SV Bösensell 19    49:10 49  
4    Neuenkirchen II 20    71:25 46  
5    Arm. Ibbenbüren 19    63:31 45  

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