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Schiri Norbert Buss reibt Mesums Torschützen Christopher Strotmann (#6) die gelbe Karte unter die Nase. Der Referee hatte keinen leichten Stand, behielt aber einen kühlen Kopf.

Kreispokal 2017/18

Mesums Coach Cello Langenstroer war die Ruhe selbst am Spielfeldrand und war voll des Lobes...
...was nicht für seinen Gegenüber Uwe Laurenz galt. Er war richtig bedient nach Schlusspfiff.

Mesum siegt im feurigen Derby


von Fabian Renger

(26.04.18) Norbert Buss war wahrlich nicht zu beneiden. Der Referee im Dienste des FC Matellia Metelen wurde mit der Aufgabe betraut, das ewige Duell zwischen dem SV Mesum und dem FC Eintracht Rheine zu leiten. An und für sich genommen schon nicht gerade der dankbarste Job für einen Schiedsrichter. Aber was da Anfang der zweiten Halbzeit im Hassenbrock abging, das ging auf keine Kuhhaut mehr. Vorhang auf für ein Derby der allerersten Güteklasse. Bemerkenswert: Auch wenn die Fetzen flogen, war es einzig der Favorit, der flog - nämlich aus dem Kreispokal. Völlig verdient zogen die Mesumer mit 2:1 (1:0) ins Halbfinale ein.

Irgendetwas hatte man den Mesumern vielleicht in den Drink geschüttet, sie waren nicht bloß on fire, die waren einfach richtig geil aufs Weiterkommen. Richtig gallig warfen sich die Jungs von Coach Cello Langenstroer in jeden Ball und suchten flott mutig ihren Weg nach vorne. Dass da ein klassenhöheres Team zu Gast war? Völlig egal. Sowas kann manchmal derbe in die Hose gehen, aber nicht gegen den FC Eintracht Rheine an diesem Donnerstagabend.

"Ein Stück weit schämen"

"Für den Auftritt muss man sich an die Nase fassen und auch ein Stück weit schämen", war FCE-Coach Uwe Laurenz richtig bedient. Besonders vor der Pause klappte nichts. Als "unterirdisch" bezeichnete Laurenz die ersten 45 Minuten. "Wir sind ohne Körpersprache aufgetreten", fasste Laurenz den Auftritt seiner Elf zusammen.

Während der FCE gar nicht statt fand, traf Mesum zweimal den Pfosten- Dominic Schmidt und Michael Egbers - und einmal auch ins Netz. Christopher Strotmann jubelte nach 34 Minuten, hochverdient zu diesem Zeitpunkt. "Zur Pause hätten wir 3:0 oder 4:0 führen können", meinte Langenstroer.

Ein Bild mit Symbolcharakter: Mesums Dominic Schmidt vor Witali Ganske am Ball.

Es blieb beim für den Favoriten eher schmeichelhaften 1:0 zur Pause. Und danach? Blieb alles beim alten, aber es wurde so richtig hitzig! Ein Zweikampf, ein Foul, ein Pfiff jagte den nächsten, Feinschmecker-Fußball war das nicht, aber dafür purer Kampf. Eine mehr als giftige Atmosphäre auf und neben dem Platz - und der FCE wirkte immer frustrierter. Alleine zwischen der 55. und 65. Spielminute kassierte der Gast drei seiner insgesamt vier gelben Kartons. Mesum kam mit einem davon in den 90 Minuten.

Ständig war das von Buss souverän gepfiffene "rassige Duell" (Langenstroer) unterbrochen, und wenn der FCE den Ball behaupten konnte, wurde es eher selten gefährlich. Mesum stellte ordentlich zu, die Offensivbemühungen der Eintrachtler wirkten zunehmend ratlos. Glück hatten sie obendrein, dass Michael Egbers an FCE-Keeper Philipp Hinkerohe scheiterte und im Nachgang Kevin Grewe in höchster Not gegen Dominic Schmidt klärte (63.).

Mesums Jungs aus der zweiten Reihe

Ruhiger wurde es erst, als Marvin Strotmann Platz hatte, den Turbo zündete, von rechts die Murmel in die Box gab und Valentin Ricken zum 2:0 vollendete (73.). Gerade für Strotmann freute sich Langenstroer:"Der hat ein klasse Spiel gemacht. Genauso wie David Rieke einer der Jungs aus der zuletzt eher zweiten Reihe, die sich heute bewiesen haben. Das ist wichtig für uns, dass die für uns da sind, wenn wir sie brauchen!"

Mesum schien satt, die Gäste wachten auf. Brüggemeyer war jedoch per Kopf nach einer Ecke genauso wie Timo Scherping mit einem Freistoß zweiter Sieger gegen SVM-Schnapper Carsten Potthoff. Es gibt so Tage, da läuft einfach nichts. Philipp Garmanns Ehrentreffer kam letztlich zu spät. Buss pfiff gar nicht erst wieder an.

SV Mesum - FC Eintracht Rheine 2:1 (1:0)
1:0 C. Strotmann (34.), 2:0 Ricken (73.)
2:1 Garmann (90+2.)



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