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Kreispokal 2018/19

Emsdettens Schnapper Lars Dömer ist ein Mann mit ungemeinen Fliegkräften. Wenn er wollte, könnte er wahrscheinlich auch nach den Sternen greifen. Hier hat er jedenfalls die Pranke an der Kugel. Nicht verkehrt für einen Keeper.
"Seht her, ich hab's gemacht!" Tom Holöchter feiert sich nach seinem Treffer zum 3:1-Endstand.
Die Szene, die Mesums Bank zum Kochen gebracht hat: Marco Schubert und Niklas Melzer doppeln Dominic Schmidt. Kaum zu erkennen, ob es sich hierbei um ein Foulspiel handelt.

Borussen halten ihr Versprechen gegen armes Mesum


von Fabian Renger

(01.06.19) Großspurig versprachen einige Auswechselspieler Borussia Emsdettens zur Halbzeitpause des Kreispokalfinals am heimischen Teekotten einigen anwesenden Einlaufkids: Wir schießen noch drei Tore und drehen das Ding. Sie hielten ihr Versprechen. Aus einem 0:1 zur Pause machte Borussia gegen den SV Mesum noch ein 3:1 und behält den Pott daheim. Doch man muss schon die Frage stellen, was um alles in der Welt dieser SVM eigentlich verbrochen hat, dass er so leiden muss?

Nicht einmal 48 Stunden zuvor entglitt den Mesumern im Relegationsspiel um den Westfalenliga-Klassenerhalt ein Vorsprung in den Schlussminuten. Ganz so dramatisch war es im Endspiel zwar nicht, aber es waren einige Parallelen zu erkennen: Wieder war Mesum die tonangebendere Mannschaft, doch wieder jubelte der Kontrahent. "Du hast heute nicht gemerkt, dass wir der Absteiger waren und Borussia die Mannschaft ist, die drinbleibt", resümierte SVM-Übungsleiter Marcel Langenstroer. "Grundsätzlich bin ich mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden. Außer mit zwei Minuten..."

Doppelschlag stellt Mesum kalt

Damit gemeint waren die Minuten 66 und 67. Erst ließ Marco Pereira Ferreira einige Mesumer aussteigen und glich zum 1:1 aus, nur Sekunden nach Wiederanpfiff lag der Ball abermals im Netz von Mesums Schnapper Max Schmalz. Merlin Heinz drehte jubelnd ab, 2:1. Ojemine, SVM! 

Tom Holöchters 3:1 in der 90. Minute nach feiner Vorarbeit von Marius Klöpper, der auf der rechten Bahn sträflichst allein gelassen wurde, war schließlich der Gipfel.

Das Mesumer Lager war zu dem Zeitpunkt eh bereits mit anderen Dingen beschäftigt: Kurz zuvor hatte Schiedsrichter Thomas Wessel zum Entsetzen der Hassenbrockler nicht auf den Punkt gezeigt, als Dominic Schmidt im Strafraum von Marco Schubert und Niklas Melzer in die Zange genommen wurde. Erster Eindruck: Klarer Elfmeter. Aber eine verdammt knifflige Situation. Vielleicht gibt Tino Wermelings Video in den kommenden Tagen mehr Klarheit drüber...

Felix Kamphues (r.) bemühte sich im Sturmzentrum nach Kräften. Hier beweist er seine Sprungkraft.
Nils Wiethölter (v.) durfte von Beginn an ran und spielte durch. Konnte die Mesumer Pleite allerdings auch nicht abwehren.

Langenstroer holte im Nachgang auch nicht aus zur großen Schiri-Dresche. "Das ist doch jetzt eh vorbei", blieb er diesbezüglich zurückhaltend. Er wusste wohl auch: Seine Jungs hätten vor dem Doppelschlag der Hausherren alles dingfest machen können. Besonders in den ersten 20 Minuten nach der Pause schnürten die Gäste die Borussia ein in deren Hälfte, Mesum war wie von Sinnen. Imponierend nach den Ereignissen der jüngsten Vergangenheit, spricht für die geistige Frische des SVM. Doch Jan Lampen zielte einmal Millimeter zu weit nach rechts (65.), kurz zuvor war der Innenpfosten im Weg (57.). Mesum - das neue Synonym für bitter und Unglück.

Bei der Borussia war derweil erst nach den beiden eigenen Treffern etwas Stimmung zu spüren, da lief sonst wenig zusammen. Im ersten Durchgang sprangen maximal Halbchancen raus. Nur zweimal wurde es etwas gefährlicher, aber Schmalz rettete gegen Heinz (38.) und mit dem Halbzeitpfiff vergaben Peter Lakenbrink sowie Heinz eine Doppelchance. "Heute hatte ich den Eindruck: Wir haben vorgestern gespielt und nicht Mesum. Die erste Halbzeit war unfassbar schlecht von uns, die zweite ging so", gestand auch Borussias Trainer Roland Westers.

Wer es vorne nicht macht...

Den Sieg, da war er sich mit Langenstroer einig, hätten die Mesumer über 90 Minuten mehr verdient gehabt. Doch: Mehr als Schmidts Tor zum 1:0 (42.) war nicht drin. Der Torschütze selbst aus der Distanz (3./28.) sowie Montasar Hammami per Freistoß (38.) hatten kein Glück. Stark lieferte indes Felix Kamphues als Ersatz von Michael Egbers im Sturmzentrum ab.

"Wie und warum, das ist doch in ein einer Stunde, wenn die ersten sechs Bier drin sind, allen wurscht. Wir nehmen es jetzt so mit, wie es ist, und werden ein bisschen feiern", zuckte Westers letztlich mit den Achseln. Und in Mesum ist man nach dieser Woche froh, dass es erstmal Pause ist, oder, Herr Langenstroer? "Ja, auf jeden Fall..." Nachzuvollziehen.

Borussia Emsdetten - SV Mesum 3:1 (0:1)
0:1 Schmidt (42.), 1:1 Pereira Ferreira (66.)
2:1 Heinz (67.), 3:1 Holöchter (90.)

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