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Kreispokal 2018/19

Walter Sitnikow (l.) und Jan Lampen fighten verbissen um die Murmel.

Hauenhorst mit Mumm, Mesum mit Mühe


von Fabian Renger

(11.04.19) Ein bisschen geknickt war er ja schon, der gute Markus Heckmann. Trainer ist er von Germania Hauenhorst, den Titel des Meister-Trainers kann er sich im Normalfall in Kürze ans Revers heften, den des Pokalsieger-Trainers muss er allerdings erst einmal wieder einstecken. Denn Germania Hauenhorst ist raus. Für den A-Ligisten war im Halbfinale des Kreispokals dahoam Endstation gegen den Westfalenligisten SV Mesum. 0:2 (0:1) unterlagen die Heckmann-Boys. Und das nach einer wirklich ansprechenden Leistung.

"Das hat Spaß gemacht, zuzuschauen", kommentierte Heckmann, um dann aber keinen Hehl aus seiner Enttäuschung zu machen. "Natürlich war Mesum der Favorit, aber wir haben jetzt einfach das Gefühl, dass da mehr drin gewesen wäre." Er hätte seiner Truppe durchaus einen defensiven Stil einimpfen können: Lasst die Mesumer doch mal machen. Doch das war gar nicht der Fall. Und da war definitiv was drin.

Mesum müht sich einen ab

Auch Dino Mattick, Mesums Co-Trainer, bestätigte diesen Eindruck."Wenn du gegen Mannschaften antrittst, die nichts zu verlieren haben, und bei dir ein paar Spieler nicht so den Kampf annehmen, dann ist das immer ein Spiel auf Messers Schneide."  Und genauso war's. Mesum tat sich gegen forsch anlaufende Hausherren ziemlich schwer. "Das war nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben", bemerkte Mattick.

Insbesondere galt das für die 28. Spielminute. Dominic Schmidt fällt im Strafraum, Referee Jost Fröbrich zeigt auf den Punkt. Eine Sache für Montasar Hammami. Er chippt dann aber dummerweise die Kugel übers Tor. Kann man natürlich machen, sieht halt doof aus und vor allem wirkt's arrogant. Mattick war ebenfalls not amused:"Abgesehen davon, dass ich eh kein Fan von solchen Elfmetern bin, hat das auch mit Respekt vor dem Gegner zutun. Das gehört sich nicht."

Jonathan Pohl (r.) zog mit Germania Hauenhorst den Kürzeren gegen Milan Hartke und den SV Mesum.

Hammami bekam auch einen kleinen Einlauf. Und Mesum fünf Minuten drauf die 1:0-Führung. Julian Wolf kam an die Kugel, nutzte eine Unsortiertheit der Gastgeber  - diese monierten zuvor ein Foulspiel an ihrem Anil Kesluhoglu - und traf aus rund 20 Metern. Nicht von schlechten Eltern. Die erste echte Chance des Matches, gleich die erste Bude.

In Halbzeit zwei ging das Spiel munter so weiter. "Das war schon irgendwie komisch", beschrieb es Heckmann. Beiden Angriffsreihen fehlte es vorne an der nötigen Konzentration im letzten Drittel. Hauenhorsts Mittelfeldpressing setzte den Gästen mit vielen Ballgewinnen zu, die Mesumer  wiederum spielten ihre Konter nicht vernünftig. Hauenhorst hatte indes die besseren Gelegenheiten: Kesluhoglu zielte kurz nach Wiederbeginn zu hoch, Andreas Heckmann vergab per Kopf nach einem Freisto (65.). Und dann entschied Valentin Ricken das Spiel später mit dem 2:0 (75.).

Mattick ist froh

Danach war der Ofen halbwegs aus. Mesum musste nicht mehr, Hauenhorst probierte es zwar noch einmal, aber kam auch nicht mehr richtig heran. Mattick war heilfroh:"Wir wollten ins Finale, das haben wir geschafft. Aber momentan ist die Lage in der Liga schon etwas wichtiger, das Spiel werden wir jetzt auch nicht mehr großartig nachbesprechen." Mund abputzen und weitermachen - das werden die Hauenhorster wohl auch jetzt tun. Aufsteigen ist ja auch schön. Und das nächste Pokal-Halbfinale kommt wohl noch.

Germania Hauenhorst - SV Mesum 0:2 (0:1)
0:1 Wolf (33.), 0:2 Ricken (75.)
Bes. Vorkommnis: Montasar Hammami (SVM) verschießt einen Foulelfmeter (28.)



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