Krombacher-Pokal 2025/26
Standards retten FCE ins Halbfinale
von Fabian Renger und Christian Lehmann
(UPDATE/19.03.26) In der Liga haben Borussia Emsdetten und der FC Eintracht Rheine gerade große Sorgen, im Kreispokal wollten sie sich Selbstvertrauen für den Abstiegskampf holen. Vor rund 180 Zuschauern in Reckenfeld rang der Oberligist die Dettener letztlich nach Pausenrückstand nieder. Borussia verabschiedete sich beim 1:2 (0:1) durchaus manierlich aus dem Wettbewerb.
Die "Gastgeber" starteten auf dem Kunstrasenplatz am Wittlerdamm fulminant ins Spiel, Mats Hagel sorgte schon nach zwei Minuten mit einem herrlichen Dropkick für die Führung des Westfalenligisten. Das spielte der Elf von Trainer Marc Wiethölter natürlich in die Karten. Sie verteidigte über weite Strecken tief, der FCE biss sich am gut organisierten Block lange die Zähne aus. Zwischen den Strafräumen ging es flott hin und her, in der Box blieb die Mannschaft von Trainer Christian Bienemann allerdings zu harmlos. Den gefährlichsten Abschluss verzeichnete Tugay Gündogan, der nach einer Hereingabe von der rechten Seite etwas zu weit nach außen abgedrängt wurde, sodass Borussen-Schnapper Luca Dömer seinen Schuss aus spitzem Winkel zur Ecke klären konnte (40.). Auf der Gegenseite verpasste Kai Deradjat mit einem frechen Heber aus der eigenen Hälfte das 2:0, FCE-Keeper Matthias Bräuer eilte zurück in Richtung seines Kastens und fischte den guten Versuch.
Nach der Pause investierten die "Bienemänner" dann deutlich mehr, gingen beherzt vorne drauf und zwangen die Borussen schon im Aufbau zu Fehlern. Es musste allerdings ein Standard her, um in Führung zu gehen. Fabian Kerelaj zwirbelte das Leder von halbrechts in die Box, wo Bennet van den Berg hochstieg und aus 14 Metern sehenswert ins lange Eck köpfte (1:1/52.). Wenig später vereitelte Arne Moselage mit einer Rettungsaktion auf der Linie den Rückstand der Dettener, Josha Häusler hatte nach Flanke von Pascal Petruschka geköpft (65.). Auf der Gegenseite vereitelte Rheines Schnapper Bräuer mit einem Mega-Reflex den erneuten Rückstand: Mit einer starken Fußabwehr machte er den Abschluss des aus zehn Metern von halbrechts völlig frei zum Schuss gekommenen Julius Hölscher. Auch den Treffer zum 1:2 bereitete schließlich Kerelaj mit einer Freistoßflanke vor. Moselage erreichte den Ball nicht mehr, hinter ihm jagte Adrian Wanner die Murmel aus knapp zehn Metern volley in die Maschen (77.). Die Borussen versuchten nochmal alles, kamen aber nicht mehr klar zum Abschluss und mussten den Rheinensern zum Einzug ins Halbfinale gratulieren, wo diese nun auf den Borghorster FC treffen.
FCE-Coach Christian Bienemann bilanzierte: "Es war ein typisches Pokalspiel, in dem alles passieren kann. Borussia war von Anfang an sehr aggressiv, sehr giftig und stand sehr kompakt. Viele Spieler von uns wirkten in der ersten Halbzeit wie im Tiefschlaf - vorrangig in den ersten 25 Minuten. Das funktioniert nicht. So wollen und werden wir uns auch nicht mehr präsentieren." Hinten raus sei es aber besser geworden, der FCE zog sich jedenfalls der gewünschte Selbstvertrauen raus aus dieser Partie für den anstehenden Ligabetrieb.
Borussias Coach Marc Wiethölter war derweil mit der Leistung absolut einverstanden. "Wir haben es sehr gut verteidigt und hatten selbst unsere Momente", resümierte er. "Es war allgemein von uns gewünscht, dass wir offensiv mehr Präsenz zeigen. Alleine bei der Szene zum 1:0 hatten wir sieben Mann im letzten Drittel." Das erhöht natürlich die Wahrscheinlichkeit auf einen Torerfolg. Mitunter spielten es die Borussen nach vorne zu kompliziert, trotzdem hielt er fest: "Das 1:0 zur Halbzeit war nicht unverdient." Auch die Reaktion nach dem Ausgleich der Gäste schmeckte ihm, nur das Resultat halt nicht.
Borussia Emsdetten - FC Eintracht Rheine 1:2 (1:0)
1:0 Hagel (2.), 1:1 van den Berg (52.),
1:2 Wanner (77.)
Borussia: Dömer - Bovenschulte, Ohde, Moselage (85. Jürgens), Tuca, Hagel (62. Altemöller), , Özmen (75. Fislage), Dirks (74. Schmitz), Schulte (54. Weidel), Hölscher, Deradjat
FCE: Bräuer - Petruschka, Niehues, Wanner, Pinto (87. Fellmann), Meyer, Häusler (64. Sahin), Kerelaj, Gündogan (77. Maßmann), Wald, van den Berg

































