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Ahmed Ali, die Kammer und kein Ende


Von Mario Witthake und Fabian Renger

(14.07.17) Es kehrt einfach keine Ruhe ein um Ahmed Ali und die sportgerichtlichen Instanzen. Der U19-Trainer von Emsdetten 05, der in der kommenden Saison eigentlich als Co-Trainer der Bezirksliga-Truppe Christian Bienemanns aktiv sein soll, wird jetzt bis Ende Februar 2018 gesperrt. Dieses Urteil sprach die Bezirksspruchkammer (BSK) um den Vorsitzenden Reinhard Leuker in Emsdetten.

Bereits zum vierten Mal in dieser Saison hat Ali mit der Sportgerichtsbarkeit zu tun. Zweimal musste er eine Geldstrafe zahlen. Ein drittes Mal, am 31. Mai, wurde er für drei Monate gesperrt, weil er den Schiedsrichter im wichtigen Meisterschaftsspiel gegen den SV Mesum Opens external link in new windowmassiv beleidigt haben soll. Trotz dieser Sperre tauchte er am 18. Juni im Spiel der Aufstiegsrunde seiner Nullfünfer in Verl auf - und das nicht nur als Zuschauer. Das hatte Ali vor der BSK zunächst bestritten, am Ende jedoch eingestanden. Unter anderem hatten ihn Fotos in Bedrängnis gebracht. Als Strafe kommt zur dreimonatigen Sperre ein Ausschluss über weitere sechs Monate dazu. 

"Außergewöhnlich"

Als "außergewöhnlich" bezeichnete der BSK-Vorsitzende Leuker diesen Vorgang. Außergewöhnlich, weil Verl nicht gerade um die Ecke ist, es im Kreis Steinfurt aber inzwischen Funktionäre gibt, die ihr Talent als Privatdetektiv entdecken, weil sie es sich nicht gefallen lassen wollen, wenn ihnen ein aufstrebender und streitbarer Coach auf der Nase herum tanzt. Leuker: "Es muss sich bis nach Verl herumgesprochen haben, dass er als Trainer gesperrt war." Der BSK-Vorsitzende, der in der Vergangenheit für die KJSK Münster/Warendorf tätig war, hat "in den letzten 20 Jahren genau einen Trainer" sperren müssen.

Was bedeutet diese Sperre eigentlich konkret? Darf Ali als Co-Trainer im Seniorenbereich arbeiten, wenn er im Jugendbereich gesperrt wurde? Leuker: "Nein. Er darf Fußball spielen, aber keine anderen Aufgaben übernehmen. Er darf nicht einmal Betreuer sein."

Gadomski in der Jugendarbeit aktiv - und hilft aus

05-Trainer Christian Bienemann, der auch privat mit Ali befreundet ist, findet das Ganze "natürlich blöd, aber ich denke, dass er [Ahmed Ali, d. Red] daraus lernt." Vorgesorgt hat er ebenfalls schon in mehrfacher Hinsicht. Neben dem derzeit verletzten Kay Göttsch, der eh schon als spielender Assistent vorgesehen war, wird Bodo Gadomski in die Bresche springen und auch weitere Aufgaben bei Nullfünf übernehmen. Einmal wöchentlich leitet er ein Talenttraining in der Jugendabteilung (A-D-Jugend) am Wasserturm und die Lücke, die Ali bei den Senioren hinterlässt - Göttsch befindet sich obendrein derzeit noch im Urlaub -, wird er ebenfalls versuchen, ein wenig zu schließen.

"Bodo wird solange in der Talentförderung bei uns mitarbeiten, bis er einen neuen Verein hat. Er bringt natürlich nicht nur die Erfahrung mit, sondern hat auch die Lust und den Ehrgeiz und war von unserem Jugendkonzept überzeugt", so Bienemann über diese Personalie. Gadomski wird Alis Part übernehmen, ihm  im Seniorentraining bei Möglichkeit vorerst unterstützend zur Seite stehen und damit und einige Übungen oder Trainingsgruppen übernehmen. Wie es mit Ali weiter geht, wird im Winter geschaut und entschieden.

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