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Jegliche Sorgen sind unbegründet: St. Arnolds Trainer Georg Fettich kam wieder heil herunter!

Aufstiegsspiel um die Kreisliga A

Weiners Keeper Lukas Asbrock behauptet hier zwar die Kugel gegenüber Michael Wappner, hatte allerdings insgesamt viermal das Nachsehen gegen ihn.
Weiners Kapitän Frank Lenfert (r.) im Luftkampf gegen St. Arnolds Carlos Hyneck, Torschütze zum zwischenzeitlichen 4:0.

Der Aufstieg trägt Glatze


Von Fabian Renger

(02.06.19) Zum guten Ton gehört es landauf, landab ja, bei Fußball-Feierlichkeiten den Verantwortlichen die Haare abzuschneiden. Trainer X verspricht seiner Mannschaft dann, beim Titelgewinn sich von seiner Haarpracht zu verabschieden. Das wird beim TuS St. Arnold allerdings schwer, denn die Hauptdarsteller des diesjährigen Kreisliga A-Aufstiegs der St. Arnolder - Trainer Georg Fettich und Goalgetter Michael Wappner -tragen beide Glatze. Der TuS schlug in einem eigentlich gar nicht so eindeutigen Relegationsspiel um den Aufstieg in die Kreisliga A SW Weiner mit 5:1 (3:0).

Rund 800 Zuschauer säumten den Altenrheiner Sportpark. Bullenhitze war angesagt. Auch Wappner bekam das am eigenen Leib zu spüren. Seit drei Monaten spielt er beim TuS. Seit dem 2. Juni 2019 hat er seinen Namen in den Geschichtsbüchern des Vereins und in diversen Mannschaftsbesprechungen der hiesigen Kreisliga A-Trainer sicher: Gleich viermal schlug zu er, in der ersten Hälfte gelangen ihm dazu ein waschechter Hattrick.

Von der Zwoten zum Helden

Seine Lebensgefährtin kommt aus Hauenhorst, Wappner zog aus Karlsruhe rüber. Er wollte Fußball spielen und irgendwie kam er zum TuS. Dort vermittelte TuS-Trainer Georg Fettich Wappner erstmal an die Zweite. "Ich kannte ihn ja nicht", erklärte ein vom Bier durchtränkter Aufstiegscoach nach dem Abpfiff "Dann hab ich irgendwann im DFB-Net gesehen, dass er mal doppelt gebombt hat und da wieder. Dann musste ich mir den mal anschauen." Nicht Fettichs verkehrteste Idee.

Denn dieser Wappner stand in Altenrheine einfach fast immer goldrichtig und bewies einen mega Instinkt. Nach sieben Minuten spielte Metin Balki die Kugel schön diagonal links rein in die Box, Wappner vollendete. Beim 2:0 verwertete er eine Hereingabe, nachdem sich Pascal Garnings auf links durchgetankt hatte (27.). Beim 3:0 stand er nach einem Pfosten-Abpraller da, wo er eben stehen muss (40.). Auch das 5:1 ging auf seine Kappe, diesmal war Omar Saadou erst an Gäste-Keeper Lukas Asbrock gescheitert, wieder war Wappner genau richtig postiert (73.). Einziger anderer Torschütze St. Arnolds war Carlos Hyneck (52.).

Guido Brune ist einer der vielen rechten Hände von Georg Fettich und hatte auch diesmal wieder mächtig Grund, seinen Chef zu umarmen.
Augen zu und durch: Das Motto dieses Kopfballszwists zwischen Omar Saadou (l.) und Michael Koßmann.

Irgendwann musste Wappner dann vom Platz. Es ging nicht mehr. Die Hitze, die Knochen. (Mehr dazu s.  Video unten). Vielleicht waren es die Knochen, vielleicht auch die Hitze, vielleicht auch etwas ganz anderes, aber für SW Weiner lief an diesem Tag kaum etwas zusammen. Zu Spielbeginn litten die Schwarz-Weißen erst unter großem Muffensausen, später dann unter ihrer eigenen Ineffizienz. Vorm 0:2 hatte Bernd Möllers das 1:1 auf dem Fuß, scheiterte aber am überragend reagierenden TuS-Tormann Frederick Stegemann (22.). Vorm 0:3 war Max Weyring drauf und dran, das 1:2 zu erzielen - doch diesmal ging der Versuch ins Außennetz (39.).

Das selbe Spiel im zweiten Abschnitt: Weiner kam mental gestärkt aus der Pause, Stanislaw Moor semmelte die Kugel nach einer Standardsituation drüber, aus dem folgenden Abstoß resultierte das 4:0. Unterm Strich ging so nur Bernd Möllers' Elfmeter-Tor (72.) in die Geschichte ein. Auch hier hatte St. Arnold ja abermals eine passende Antwort parat. Auch weil Wappner mit Omar Saadou vorne prächtig harmonierte, Stegemann und seine Defensive eine Bank waren und mit Doppel-Sechs Luca Hyneck und Seref Ürkmez eh nicht Kirschenessen war.

Ungewohnte Defensiv-Schwächen

Für SW-Coach Florian Dudek in seinem letzten Match an der Seitenlinie kein schönes Ergebnis. Nein, vier Tore schlechter war seine Truppe wahrhaftig nicht. "Man muss einfach anerkennen, dass St. Arnold den besseren Fußball gespielt hat, wir haben uns heute einfach zu viele individuelle Patzer geleistet", kommentierte Dudek fair. Das war er so nicht gewohnt. In der gesamten Saison kassierten seine Mannen nur 16 Gegentreffer. "Vielleicht waren wir in dieser Saison einfach noch nicht so weit. Aber andererseits verliere ich in so einem Spiel lieber so deutlich als in der 90. Minute durch einen unberechtigten Handelfmeter."

In St. Arnold startete noch auf dem Spielfeld eine abgefahrene Gaudi, selbst an die gute alte Pyrotechnik wurde gedacht. Fettich verriet uns seine Motivationsrede:"Ich hab gesagt: Wenn ihr das abruft, was ihr könnt, sehe ich keine Probleme. Ich wusste ja schon immer, dass sie es können." Nach 2017 ist es für Fettich und den TuS der zweite Aufstieg in der Relegation. "Für die Jungs sind beide Aufsteige gleich geil. Im Feiern sind sie grundsätzlich geschult." Und das wahrscheinlich mit oder ohne Haaren.

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