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Cyprian Störmann (r.) hat in vielen Jahren als aktiver Schiedsrichter schon einiges erlebt.

Ein leidenschaftlicher Spätstarter


von Fabian Renger und Christian Lehmann

(28.05.20) Cyprian Störmann ist ein Spätstarter, zumindest in Sachen Schiedsrichterei. Der Metelener ist einfach so reingerutscht - und dabei geblieben. Bei seinem Heimatverein Matellia Metelen sorgt er dafür, dass die Schiri-Quote stimmt. Auf dem Platz ist er wegen seines freundlichen Wesens beliebt - auch wenn er ab und an unpopuläre Entscheidungen treffen muss. Wir haben mit ihm ein Interview geführt.

 

Cyprian, mit weit über 50 Jahren noch aktiv Schiedsrichter zu sein - wieso tust Du dir das eigentlich an?
Störmann: 
Wenn man einmal dabei ist und eine Vorbildfunktion als Schiedsrichter-Obmann im Verein innehat, gibt man diesen trotz einiger unangenehmen Situationen nicht so schnell auf.

Du hast ja recht spät angefangen zu pfeifen, wenn wir richtig informiert sind. Erst mit Mitte/Ende 40. Stimmt das? Wenn ja - warum fängt man so spät noch an damit?
Störmann:
Ja, mit 46 Jahren. Bei der Trainerausbildung im Jahre 2005 wurde gleichzeitig eine Schiedsrichter-Prüfung abgelegt.  Daraufhin habe ich verschiedene Jugendmanschaften trainiert und einige Spiele geleitet. Bei den Metelener Schülerturnieren habe ich mich auch als Schiedsrichter zur Verfügung gestellt. Diese Aufgabe gefiel mir, deshalb habe ich 2008 am Schiedsrichter-Lehrgang teilgenommen und bin seitdem bei Matellia Metelen Schiedsrichter.

Im vergangenen Jahr wurdest du ja bei der Aktion "Danke Schiri" ausgezeichnet. Wofür speziell gab es diese Auszeichnung? Wenn ich das richtig weiß, weil du so viele junge Schiris angeworben hast...
Störmann:
Ja , über die überraschende Auszeichnung habe ich mich sehr gefreut. Ich habe im Laufe der Jahre zwölf Schiedsrichter geworben, die teilweise leider nur kurz dabei waren, von denen etliche aber auch heute noch aktiv sind. Wichtig ist dabei, dass die jungen Schiedsrichter von den gestandenen Kollegen in der Anfangszeit gut betreut, zu den Spielen gefahren werden. Wir fahren gemeinsam zu den Lehrabenden, es werden Outfits organisiert. Wir sind immer für alle ansprechbar.

Was machst du eigentlich bei Matellia Metelen genau, wie sieht da dein Aufgabenbereich als Schiri-Obmann aus? Und wie funktioniert die Schiri-Anwerbung eigentlich?
Störmann:
Ich bin Schiedsrichterobmann bei Matellia, dadurch wirke ich auch im Vorstand mit. Da ich handwerklich ziemlich fit bin, bin ich auch in vielen weiteren Situationen gefragt. Zum Beispiel bei der Bandenwerbung oder Reparaturarbeiten. Ich unterstütze außerdem bei unserem Jugendturnier, zum Beispiel bei der Organisation der Tombola. Schiedsrichter werbe ich durch direktes Ansprechen von verschiedenen Personen, die ich für geeignet halte. Mal klappt’s, mal weniger. Auch mit den Eltern, den Trainern und den Verantwortlichen führe ich vorab Gespräche, damit sie auch von dieser Seite unterstützt werden.

In was für einer Liga pfeifst du eigentlich?
Störmann: 
Ich pfeife hauptsächlich in der Kreisliga B, leite Damenspiele bis zur Landesliga und Jugendspiele bis zur Bezirksliga.

Wie lange möchtest Du eigentlich noch pfeifen?
Störmann:
 So lange mich die Füße tragen, denn zur Zeit habe ich Probleme mit diesen.



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