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Spielerpass

Mit der dritten Mannschaft des Skiclub Rheine mischte Moritz Pieplow (r.) vor zwei Jahren noch die C-Liga auf. Dass der Youngster genug Qualität für mehr hat, erkannte man im Verein schnell.

Gesicht des Generationenwechsels

von Christian Lehmann

(11.02.21) Der Zahn der Zeit nagt auch am Skiclub Rheine. Ein Großteil der A-Liga-Truppe von Trainer Joel Marinho hat die 25-Jahre-Marke bereits überschritten, einige Oldies überlegen, nach der aktuellen oder der nächsten Saison mit dem Fußballspielen aufzuhören. Um die Zukunft muss sich das Team dennoch keine Gedanken machen, denn im Verein gibt es einige talentierte Jungfüchse, die in den kommenden Jahren nachrücken könnten. Zu den größten Hoffnungsträgern für die Zukunft zählt Moritz Pieplow. Dabei wollte der 21-jährige Außenverteidiger zunächst gar nicht in der Ersten spielen.

Von den Mini Kickern bis zur A-Jugend spielte Pieplow beim Club, stets mit den besten Kumpels in einem Jahrgang. Als er in der Saison 2018/19 dem Jugendbereich entwuchs, war schnell klar, dass er auch das Zeug hat, in der Ersten mitzuspielen. Stattdessen ging er mit einer neu formierten Dritten in der Kreisliga C an den Start. "Wir wollten weiterhin zusammen spielen und uns nicht auf zwei Mannschaften aufteilen", erklärt er uns.

Auf das Bauchgefühl gehört 

In der vergangenen Saison sagte der Bauch dem damaligen Kapitän aber, dass es an der Zeit sei, etwas Neues auszuprobieren. "Ich hatte ja schon ein paarmal bei der Ersten mit trainiert. Die Jungs waren mega cool drauf, eine tolle Truppe. Ich hatte direkt das Gefühl, als würde ich schon ewig mitspielen", erzählt der Defensivspieler. Es war für ihn die richtige Entscheidung, auch weil Coach Marinho sich viel Zeit für ihn und seine Kumpels nahm. "Er ist offen mit uns umgegangen und hat viel mit uns geredet. Man kann viel lernen, das Tempo ist im Training nochmal deutlich höher", sagt Pieplow. Neben ihm und Marius Gedicke, der sich ebenfalls durchgesetzt hat, erhielten Lennert Seele, Luca Röthing und Julian Schröer die Chance, sich zu zeigen. Das Trio spielt zwar in dieser Saison wieder in der Dritten, ist aber nicht vom Radar verschwunden. 

Irgendwann möchte Moritz Pieplow, der in allen bisherigen acht Ligaspielen auf dem Acker stand (568 Einsatzminuten), wieder mit all seinen Kumpels von "damals" in einer Truppe kicken. Am liebsten beim Skiclub. Und am liebsten in der Ersten. Bis die Kollegen nachrücken, hält er dort die Stellung. Mittelfristig ist sein Ziel, den Klassenerhalt in der Kreisliga A auf sportlichem Wege zu schaffen. "Wir hoffen alle, dass wir in dieser Saison nochmal zeigen können, dass wir in die Liga gehören", sagt er.


Spielerpass von Moritz Pieplow

Geboren am: 30.Juli 1999 

Spitzname: Da gibt's keinen

Verein: Skiclub Rheine

Beruf: Erzieher im Anerkennungsjahr

Frühere Vereine: Ein Leben lang beim Skiclub

Höchste Spielklasse: Kreisliga A

Meine Position: Außenverteidiger - rechts oder links

Lieblingsverein: Borussia Mönchengladbach

Lieblingsspieler: Da gibt's eigentlich keinen. Ich finde aber Cristiano Ronaldo ganz cool. 

Mein erster Stadionbesuch: Mit meinem Vater im Signal Iduna Park. Gegen Hamburg.

Ich würde gerne einmal abgrätschen: Messi

Ich würde gerne mal eine Nacht durchmachen mit: Meiner Mannschaft. Das haben wir leider wegen Corona noch nicht so oft machen können.

Das kann ich noch besser als Fußball: Meinen Job.

Damit vertreibe ich mir momentan die Zeit: Joggen, Trainieren, Arbeiten, Lernen. Ich habe ganz gut zu tun.

Das sagt Trainer Joel Marinho über ihn: Moritz ist top zuverlässig, sehr fleißig und verdammt ehrgeizig. Er ist ein ruhiger, zurückhaltender Typ, der über mehrere Stärken verfügt. Vor allem seine Schnelligkeit, aber auch sein gutes Stellungsspiel und ein starkes Zweikampfverhalten sind da zu nennen. Er hat einen richtig guten rechten Fuß.



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