Kreisliga A
Ja-Wort im Megapark
Von Fabian Renger
(04.06.24) Wir geben zu: Die Überschrift dieses Textes könnte auch aus einer billigen RTL2-Soap stammen. Aber so isses nicht. Der SC Halen hat zwei weitere Neuzugänge für uns. Frederik Wallenhorst kommt vom SSC Dodesheide III und Christian Winde wurde reaktiviert. Winde? Klingelt's? Früher war der 33-Jährige etliche Jahre Abwehrchef von Eintracht Mettingen und Arminia Ibbenbüren. Nun kehrt er in unsere Region zurück. Doch wie er sich für Halen entschied, naja, sagen wir mal so: Da war Alkohol im Spiel.
Wir müssen ausholen. Windes Stationen hier in der Umgebung haben wir schon gehabt, auch beim SSC Dodesheide war er unterwegs. Landesliga, Bezirksliga, A-Liga - alles dabei gewesen. Irgendwann ging es für ihn raus in die weite Welt. Amerika, Köln, Stuttgart. Seine letzte fußballerische Station war der FC Hertha Rheidt, ein Bezirksligist in Köln. Zuletzt wohnte er in Stuttgart und legte eine einjährige Fußballpause ein. Doch bald lebt er wieder in Osnabrück. "Da war die Frage: Mettingen II oder Halen?", erklärt Halens künftiger Cheftrainer Lars Falke. In Mettingens Reserve kannte er Leute wie Konstantin Volk oder Niclas Brinkschröder. Doch lange stand die Zukunft (Ligazugehörigkeit) von Mettingen II noch in den Sternen. In Halen kannte er unteredessen auch noch einige Nasen. Das machte sich für den SCH bezahlt.
Seiler "zündet" Winde so richtig an
"Unser Glück war dann, dass er drei Tage mit Stefan Seiler auf Mallorca war", berichtet Falke. "Da hat Stefan ihn so richtig für uns angezündet..." - ja, bis Winde halt nicht anders konnte, als zuzusagen. Er gab sein Ja-Wort im Megapark. Es soll sogar Beweismaterial davon geben. Die haben wir glücklicherweise nicht gesehen. Und wollen wir vielleicht auch gar nicht sehen. "Bierdeckel-Verträge sind rechtens", spaßt Falke. Gebt Halens 19-Tore-Mann Seiler bitte eine Provision für die Vermittlung. Mit Winde kriegt Falke jedenfalls einen gestandenen Abwehr-Dirigenten. Der Coach kennt den Routinier noch aus dessen Zeit in Dodesheide. "Ein unfassbar guter Typ. Er bringt eine sehr gute Mentalität mit, ein gutes Kopfballspiel, einen guten Aufbau. Er hat richtig Bock und passt perfekt in die Kabine", zählt der Trainer auf. Dass Winde zuletzt ein Sabbatjahr eingelegt hat? Nicht so schlimm. Fußballspielen ist ja fast wie Fahrradfahren.
Doch genug über Winde gesprochen. Nun auch einige Zeilen zu Wallenhorst. Wo der zugesagt hat, ist uns nicht bekannt. Der 31-Jährige spielte zuletzt 'nur' für Dodesheides Dritte irgendwo in der unteren Kreisklasse. Klingt jetzt erstmal so, als würde der nicht viel können. Aber Falke betont: Wallenhorst hätte auch das Potenzial für die Erste in Dodesheide gehabt, zog aber zuletzt den 'Just for fun'-Kick mit seinen Kumpels vor. Als Falke selbst Doddesheides Reserve gecoacht hat, war Wallenhorst sein Spieler. Und seitdem ist der Trainer anerkannter Wallenhorst-Fan. Wieso? "Weil er einfach einen brutalen linken Fuß hat. Standards, tiefe Bälle - das kann er."
Vielseitig einzusetzen
Nach Christian Schulte, Daniel Vaughan, Henry Hagemann und Neuzugang Leif-Marten Siekiera ist Wallenhorst der fünfte linke Fuß im Halener Kader für 2024/25. Einzusetzen ist er auf vielerlei Positionen: Innenverteidigung, linke Schiene, defensives Mittelfeld. "Menschlich passt er perfekt in die Truppe, er hat sich sofort wohlgefühlt", so Falke, der damit auf insgesamt sieben Neue kommt.








































