Kreisliga A
Lust: "Eine Chance, mich zu beweisen"
Von Fabian Renger
(18.11.24) Wir wissen noch nicht so ganz, was das eigentlich ist. Alexander Lust ist noch Interimstrainer der ersten Mannschaft der Ibbenbürener Spielvereinigung in der Landesliga. Im Sommer tauscht er den Job mit Kevin Gütt: Lust übernimmt die Zweite der ISV in der A-Liga, Gütt wird Trainer der Ersten. (wir berichteten) Doch ist das für Lust ein Aufstieg? Ein Abstieg? "Auf jeden Fall eine Gelegenheit. Ich würde es als Chance bezeichnen, mich zu beweisen", sagt der 28-Jährige zu seiner künftigen Rolle.
Vor allem ist es für ihn eine Premiere. Cheftrainer war er nämlich noch nie. Nichtmal eine Jugendmannschaft trainierte der gebürtige Lengericher. Zum Ende der A-Jugend-Zeit kam er einst als Aktiver ins Ibbenbürener Sportzentrum Ost. Nach einem kurzen Abstecher zu den Kobbos kehrte der Torwart schnell zur ISV zurück. Doch die Zeit als Keeper ist vorbei, irgendwann wechselte er rüber in den Staff und assistierte zuletzt erst Steffen Büchter und später auch Mike Schwering als Co-Trainer der ISV-Ersten. Als Letzterer Ende Oktober hinwarf, sprang Lust gemeinsam mit Lindemann ein. Bis zum Saisonende bilden sie wie gehabt das Interimstrainer-Duo. Lindemann bleibt anschließend oben als Co, Lust geht eines runter - eben als Chef.
"Ich stehe definitiv für offensiven Fußball"
"Mit der Hälfte der Mannschaft habe ich schon zusammengespielt. Mit vielen sogar schon in der Jugend", berichtet Lust. "Bislang war ich als Co-Trainer derjenige, der unterstützt hat. Das ist das, was mich jetzt so reizt: Jetzt habe ich die Möglichkeit, selbst dahinter zu stehen und zu sagen, was Phase ist." Aha. Und was wird Phase sein bei einem Cheftrainer Alexander Lust? "Ich stehe definitiv für offensiven und attraktiven Fußball. Ich will, dass ich mich mit der Mannschaft vor keinem verstecken muss." Gut, ein geparkter Bus hätte gerade bei einer Landesliga-Reserve und gerade bei der ISV irgendwie auch verwundert.
Wie der Kader aussieht, wer vielleicht runterkommt, wer vielleicht mit Gütt hochwandert, darüber wird in der Winterpause in Ruhe gesprochen. "Kevin und ich hatten immer schon einen sehr guten Draht", betont Lust die enge Connection zu Gütt. "Hättest du mich vor zwei Jahren gefragt, was mein Ziel ist, hätte ich nicht gesagt: Ich mache in zwei Jahren die A-Liga-Mannschaft. Da bin ich jetzt irgendwie reingerutscht. Ich habe aber frühzeitig gemerkt, dass es mir unheimlich Bock macht. Ich glaube, es gibt kein geileres Gefühl, wenn die Jungs das umsetzen, was man vorgibt. Ich musste nicht lange überlegen: Ich wurde vom Vorstand gefragt und habe ja gesagt."
Der Verein hatte selbst explizit nach einer internen Lösung gesucht und kam schnell auf die Idee, Lust dort zu binden. In einer Presseinfo ist die Rede davon, dass diese Entscheidung aufgrund von Lusts herausragendem Engagement in der laufenden Saison sehr leichtgefallen sei.








































