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Kreisliga A

Timo Rother und der TuS Recke haben ein gemeinsames Ziel für die Rückrunde: Platz drei. Foto: Renger

Rother: "Das glaubt uns keiner..."


Von Fabian Renger

(20.02.25) Renger in Gefahr: Sollte bis Freitag nicht noch ein Asteroid auf die Erde krachen oder eine Pandemie ausbrechen, wird im Recker Fürstenbergstadion etwas Verrücktes passieren. Ich werde uralte Anschwitz-Wettschulden einlösen und mich beim TuS Recke im Training ins Tor stellen. Wie lange ich durchhalte? Ob ich mir alle Knochen breche? Wie viele Sauerstoffzelte ich brauche? Wir werden sehen. Mein Comeback nach 15 Jahren Abstinenz, zuletzt stand ich mal bei der B2 des SV Mesum im Tor. Es ist das größte Comeback seit Stefan Raab. Freut euch schonmal, es sind natürlich Video/Fotobeweise geplant. Vielleicht werde ich ja entdeckt. TuS-Schnapper Matti Witthacke sollte sich schonmal Sorgen um seinen Stammplatz machen....nicht. 

Offensives Denken, offensive Abläufe stehen auf der Agenda

Beim TuS kann ich mich aber eigentlich relativ entspannt ins Tor stellen. Die Recker treffen die Hütte ja sowieso kaum bis selten. 27 eigene Tore sind das Zeugnis einer dezenten Harmlosigkeit. Das haben wir bereits Öffnet externen Link in neuem Fensterim Dezember im Gespräch mit Tim Eßlage festgestellt. Nur vier Teams boten bislang weniger in der Kreisliga A. Passenderweise arbeitet die Truppe von Trainer Timo Rother derzeit auch am Toreschießen. "Wir werden uns in den letzten zwei, zweieinhalb Wochen vermehrt um offensive Abläufe und offensives Denken kümmern", sagt der Coach. Was darf man sich darunter vorstellen, was wird mich Freitag erwarten? "Ich bin keiner, der einschleifend trainiert nach dem Motto 'A spielt auf B und C muss dann das tun, weil D und E da hin laufen'. Die Jungs sollen selber mit auf die Reise genommen werden."

Ganz so schlimm sieht es Rother gar nicht in der Offensive. Der Saisonstart, ja, der sei nicht optimal verlaufen. Nach sechs Spielen hatte der TuS drei Zähler und kümmerliche vier Tore auf dem Konto. Da lief vieles schief, gegen Laggenbeck etwa verlor Recke 0:2. "Wir müssen eigentlich 1:0 führen, aber dann machen wir ein Eigentor kurz vor der Halbzeit...", erinnert sich der Übungsleiter an das erste Saisonspiel. Im zweiten Match verlor der TuS in Bevergern nach einer 2:1-Führung noch mit 2:4.  Klar sei dann irgendwann Verunsicherung zu spüren gewesen - z.B. bei der Pleite in Saerbeck Mitte September -, aber Rother beteuert: Sorgen habe sich trotzdem niemand gemacht. "Es glaubt uns keiner, aber die Stimmung war immer gut, wir waren auch weiter vom uns eingeschlagenen Weg überzeugt."

Rother: "Wir sind ruhig geblieben"

Man habe es irgendwann, so erzählte es uns Eßlage seinerzeit, insgesamt alles etwas kompakter und weniger wild gehalten. Das gehört zum einen Punkt der Wahrheit. Zum zweiten: Das Spielglück kehrte zurück. In Halen etwa lag Recke mit 1:3 hinten, gewann noch 4:3 und hatte in der Nachspielzeit selbst ausnahmsweise Alu-Glück. "Wir sind ruhiggeblieben und haben uns zusammen da rausgearbeitet. Dass wir Qualität in der Mannschaft haben, wussten wir immer", so Rother. Auch Moral ist eine Qualität. Zwölf Punkte holte der TuS nach zwischenzeitlichem Rückstand.

Personalpech begleitete die Recker obendrein nicht selten. Auch heute ist das noch immer der Fall. Mory Kourouma und Jan von den Driesch fallen weiterhin noch aus wie Kevin Frackowiak. Positiv: Daniel Kammerzell ist wieder eine Option. Das ist nicht so verkehrt. Hinsichtlich des Sommers gibt's sonst nicht so viel zu berichten. Rother hatte bei Amtsantritt eh für zwei Jahre zugesagt, seine Gefährten Hannes Rieke un Dirk Etgeton machen natürlich ebenfalls weiter.

Platz drei wäre ganz cool

"Es sind noch nicht alle Zusagen eingetrudelt, aber wir sind guter Dinge, dass wir den Kader so beisammenhalten. Das hat die oberste Priorität. Ich glaube, es gab in den letzten Jahren in Recke viel Fluktuation - sowohl auf der Trainerposition als auch im Kader. Wir sind aber absolut überzeugt von der Truppe und haben ein gutes Altersgefälle", findet Rother lobende Worte für seine Elf. Höchstwahrscheinlich werden im Sommer drei eigene U19-Spieler die Vorbereitung in der Ersten mitmachen. So viel steht quasi fest.

Dann abschließend die obligatorische Zielfrage: Wo darf's hingehen für den Tabellenfünften? "Platz drei ist definitiv das Ziel, was wir zusammen erreichen wollen. Ob es dann nachher dafür reicht, schauen wir, das hängt von vielen Faktoren ab", sagt der Trainer. Was von dieser Prognose wirklich zu halten ist - Freitagabend, so gegen 20.30 Uhr bin ich schlauer. Wenn ich denn dann noch Puls habe...



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Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    Cher. Laggenbeck 16    58:20 44  
2    Legden 17    43:10 43  
3    TuS Laer 16    55:14 42  
4    Kinderhaus II 16    54:11 40  
5    SV Bösensell 16    43:23 40  

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