Kreisliga A
Ein Abschied und plötzlich viele Tore
Von Paul Fuchs
(26.02.25) Wirft man aktuell einen Blick auf die Tabelle der Kreisliga A, macht dieser nicht allzu viel Hoffnung für die Zwote von Eintracht Mettingen. Das Team von Detlef Schröer verbrachte die Winterpause am Tabellenende. Von Krisenstimmung ist der Coach anderthalb Wochen vor dem Pflichtspielauftakt aber weit entfernt: "Wir werden nicht den Kopf in den Sand stecken. Die Mannschaft will es sportlich auf jeden Fall nochmal wissen und angreifen."
Dabei helfen soll der
Eintracht ein gewisser Haitam Doukali Farji. Kennste nicht? Wir auch nicht. Bis zum vergangenen Samstag zumindest. Da ließ der vermeintliche Neuzugang mit seinem Doppelpack im Test gegen die SG Voltlage (6:2) aufhorchen und uns auf seinen Namen aufmerksam werden. Dabei ist der 23-Jährige in Mettingen schon seit Anfang der Saison dabei, aber erst seit diesem Jahr spielberechtigt, weil er im August noch im ersten Saisonspiel des ASV Altenlingen III auf dem Platz stand. Kennste auch nicht? Der ASV spielt in der Kreisliga Emsland Süd in Niedersachsen und feierte dort vergangene Saison auch dank Farji den Aufstieg von der zweiten in die erste Kreisklasse. Der Mittelfeldspieler kam in 18 Einsätzen, davon 14 in der Startelf, auf vier Treffer und einen Assist.
Farji ist ein "Typ Straßenfußballer"
Jetzt hat der in Mettingen seine Ausbildung angefangen, als Elektriker bei Coppenrath & Wiese. "Er sticht schon ins Auge", meint sein Trainer. Uns ja auch. "Ein Typ Straßenfußballer, der auf dem Platz immer für einen besonderen Moment und die ein oder andere Überraschung gut ist", verspricht Schröer. Und davon kann seine Mannschaft durchaus welche gebrauchen, will sie am Ende der Saison über dem Strich stehen. Fünf Punkte beträgt aktuell der Abstand zum rettenden Ufer, einer fehlt zum möglichen Relegationsplatz 15. Größtes Manko der Eintracht bisher: die Offensive. In siebzehn Ligaspielen gelangen gerade einmal genau so viele Treffer.
Das Toreschießen haben die Mettinger also wahrlich nicht erfunden, in den letzten Wochen aber offenbar wieder für sich entdeckt: Neben den sechs Treffern gegen Voltlage wurde auch beim 4:2-Erfolg im Test gegen BW Merzen II ordentlich geknipst. Das kommt laut Schröer nicht von ungefähr: "Die Qualität in der Mannschaft ist da. Die Jungs ziehen super mit, die Trainingsbeteiligung ist durchgehend hoch, die Mannschaft ist fit wie selten." Bei Farji wollen sie noch entscheiden, ob der zentral oder eher über die Außenbahn kommen soll. Und er soll wohl nicht der einzige "Neue" in Mettingen bleiben: "Wir versuchen gerade, noch einen weiteren Spieler spielberechtigt zu bekommen", verrät Schröer. Wohl einen Brasilianer. Einen Namen gab's nicht. Zumindest für uns. Es ist einiges in Bewegung bei der Eintracht, man darf also gespannt bleiben.
Schröer hört auf
Auch was die Trainerfrage für die kommende Saison anbelangt: Schröer, der sein Amt an der Seitenlinie zum Sommer niederlegt, will sich am liebsten natürlich mit dem Klassenerhalt aus Mettingen verabschieden. Und danach? "Konzentriere ich mich auf's Zuschauen bei meinem Sohn." Glenn Schröer wechselt im Sommer von der Ibbenbürener SpVg zum SC Altenrheine in die Landesliga 4. "Das kostet mich nämlich schon genug Nerven", sagt sein Vater und lacht.
Trainersuche läuft
Wer auf Schröer bei Mettingen II folgt, ist übrigens noch ungewiss. Man befinde sich noch auf der Suche nach einem Nachfolger, erklärt Mettingens Fußballabteilungsvorsitzender Jörg Misch am Mittwoch auf unsere Nachfrage.








































