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Kreisliga A

Michael Pötter und Westfalia Westerkappeln stolperten etwas in Richtung Winterpause. Foto: Renger

"Da, wo wir stehen, das passt schon"


Von Fabian Renger

(29.01.25) Wir erinnern uns mal ein Jahr zurück. Seinerzeit, Ende Januar 2024, war Westfalia Westerkappeln Wintermeister. 33 Zähler waren es damals. 40:27-Tore. Stabile Werte. Die Gegenwart ist eher instabil und von Tristesse gezeichnet. Kappeln steht überm Winter auf Platz elf, 19 Zähler, 26:35-Tore. Keines der neun Ligaspiele vor Weihnachten wurde gewonnen. Au Backe. Die Truppe von Michael Pötter muss nach unten schauen. Was ist da bloß los beim Tabellensechsten der Vorsaison? Und: Wird jetzt alles besser?

Guter Start - doch nichts dahinter

"Das weiß ich nicht, ob alles besser wird", zuckt  Cheftrainer Pötter mit den Achseln. "Man kann es nur hoffen." Vor der Saison hatte er das Amt übernommen. Schon im Rahmen der Sommervorbereitung machte sich eine gewisse Skepsis bei ihm breit, verrät er rückblickend. Trotzdem gelang der Start in den Ligaalltag. Nach acht Spieltagen stand Pötters Team beispielsweise mit Zählern auf Platz drei. Doof nur, dass seither in neun Partien nur noch vier Punkte dazu gekommen sind.

Die Spiele - im September wurde nur eines von fünf Ligaspielen verloren und drei gewonnen - waren erfolgreich. Diese drei September-Dreier gelangen jeweils mit einem Tor Unterschied. Nicht immer war's hochverdient, mitunter glücklich, aber damals zog Westerkappeln die Partien halt. Das ist in gewisserweise ja auch eine Qualität. Zuletzt fehlte es dann nicht nur an Punkten. Pötter erinnert an die Negativserie vorm Weihnachtsfest. "Die haben uns nicht alle unbedingt hergespielt, waren uns aber in den Basics total überlegen, was Bissigkeit und Intensität betrifft." Warum diese grundlegenden Dinge nicht abgerufen worden waren? Pötter ist auf der Suche nach Gründen. Vor allem die Pleiten gegen Lengerich (0:3) und Arminia Ibbenbüren (2:5) taten ziemlich weh.

Lutterbeck kommt wohl nicht wieder

Fraglos könnte er sich auch hinter Alibis verstecken. Bastian Dölemeyer fehlte die gesamte Hinrunde, im Vorjahr war er der Spieler mit der meisten Einsatzzeit und sechs Toren. Marco Lutterbeck lief bisher viermal auf, ehe schwer verletzt ausgebremst wurde. In der Vorsaison gelangen Lutterbeck 13 Treffer, mit seiner (teils höherklassigen) Erfahrung ist er überdies auch eigentlich ein wichtiger Faktor für die Kabine. Keit Schimke war Stammspieler (neun Tore in 23/24) und erst im letzten Hinrundenspiel wieder fit. Dölemeyer ist immerhin wieder zurück im Training, wann er jedoch wieder vollständig einsatzbereit ist, bleibt abzuwarten. Lutterbeck dürfte laut Pötter seriös betrachtet in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen.

Auch weitere Leistungsträger der Vorjahre wie Phil Budke, Steffen Kellermeyer oder Lukas Fuchs sind bzw. waren bisher keine so wirkliche Option. Fuchs und Budke sind bislang auch noch ohne jede Einsatzminute in 2024/25.  Das Lazarett der Westfalia ist groß und promiment. "Spieler, die in den letzten Jahren immer zu den Topspielern der Mannschaft gehörten. Spieler, die wir so nicht ersetzen können", sagt Pötter. Das zog sich immer wieder so durch. "Alles in allem hatten wir so sehr wenig Kontinuität. Das ist dann unter anderem ein Punkt, der dazu führt, dass man vielleicht nicht die richtige Eingespieltheit an den Tag legt." 

Becker ist Innenverteidiger

Pötter wurde kreativ, weil er kreativ werden musste. Mika Becker, eigentlich eher für die vorderen Zentrumsbereiche geplant, spielt seit geraumer Zeit in der Innenverteidigung. Weil Pötter halt irgendwann nicht mehr genug fitte Innenverteidiger hatte. "Seine fußballerische Qualität haben nicht ganz so viele bei uns", weiß der Coach. Becker kann ein Spiel durchaus lesen, bringt das nötige Rüstzeug mit, um von hinten clever auzfubauen. "Das hat er ganz gut gemacht", findet Pötter. (Öffnet externen Link in neuem FensterBecker ist übrigens jetzt YouTube-Star)

Das erste Testspiel gegen BW Hollage ging am Samstag 0:4 verloren."Es hätte nicht so ausgehen müssen", sagt Pötter. Wie so oft fing sich seine Truppe einen doofen Elfmeter und ein Tor nach einem Halbfeld-Freistoß. Vorne gab es Chancen, die die Westfalia aber selbst wieder zunichte machte, indem der Ball in aussichtsreicher Position etwa mal hart versprang. Fünf Tests sind noch geplant bis zum Rückrunden-Start am 7. März in Dreierwalde. "Wir müssen unsere Leistung steigern, das ist extrem wichtig", schaut Pötter erstmal nur auf den Klassenerhalt. Die Begebenheiten werden nicht leichter. "Da, wo wir stehen, das passt schon..." Im Schnitt sei man eben zu oft nicht besser als der Gegner, sieben Unentschieden - Liga-Höchstwert - beweisen das.

Ob der Coach auch 2025/26 am Bord bleibt, sei noch nicht final besprochen worden, so Pötter. Aber da ist man in Westerkappeln eh entspannt. Pötter wurde 2024 erst im Mai präsentiert. Gibt aktuell auch Wichtigeres als den Trainerposten. 



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